Wunderwaffe Alge – was tun ohne Phosphor

Wie kann ein Element für Massenhysterie sorgen – Auswirkung und Zusammenspiel das lebensnotwendige Phosphor für Pflanzen

Wunderwaffe Alge - was tun ohne Phosphor

NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH – Wunderwaffe Alge – was tun ohne Phosphor

Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung der Firma NAM Niedersächsischen Algen Manufaktur GmbH (http://nam-algen.de/), Mohrenstraße 34, 10117 Berlin wurde diskutiert: Forschungen aus Schweden, Australien und den Vereinigten Staaten künden von einer Katastrophe, die jeden Menschen auf unserem Planeten betreffen könnten. Die Wissenschaftler sprechen von irrwitzigen Preissprüngen auf den globalen Rohstoffmärkten, von grassierenden Massen-Unruhen und Hungersnöten, sogar Kriegen. Verantwortlich dafür ist ein einziges Element. Phosphor.

Jede Alge, jeder Grashalm braucht Phosphor zum Wachsen. Phosphor stabilisiert Zellwände, bildet Knochen, transportiert Energie, ist ein unerlässliches Baumaterial der DNA. Alles, was lebt, muss Phosphor zu sich nehmen.

Und ein Ersatz für diesen Grundstoff ist im Plan der Natur nicht vorgesehen.

Ohne mineralische Düngung durch Phosphor wäre es unmöglich, knapp sieben Milliarden Menschen zu ernähren. Die Hälfte dessen, was wir heute an Nahrungsmitteln produzieren, geht auf diese Düngung zurück, schätzen Experten. Lediglich drei Länder – Marokko, China und die USA – kontrollieren heute mehr als zwei Drittel der globalen Phosphor-Förderung. So steht es in der neuesten Statistik des United States Geological Survey. Nicht allen Experten scheint das den Schlaf zu rauben. Die Zugänglichkeit zu Phosphor stellt für die Zukunft – auch politisch – kein besonderes Risiko dar, lautet eine Einschätzung des deutschen Industrieverbandes Agrar. Die Agrar-Weltmacht USA sieht die Sache weniger gelassen. Bereits in den 1970er Jahren bezeichnete eine US-Militärstudie Phosphat als lebenswichtig für die nationale Sicherheit und diskutierte mögliche Schritte, um eine angemessene Versorgung zu sichern. Wir sollten dabei bedenken, dass viele dieser Rohstoffquellen außerhalb des NATO-Gebiets liegen, heißt es dort. Die Autoren erwägen dabei ausdrücklich eine mögliche militärische Lösung, um die Quellen für Amerika offenzuhalten.

Und wann sind die Phosphor-Vorräte unseres gesamten Planeten erschöpft? In 125 Jahren, wie Experten bis vor kurzem glaubten? Unsere Berechnungen zeigen, dass schon im Jahr 2030 die weltweite Nachfrage nach Phosphor das Angebot überholen dürfte, sagt Dana Cordell. Ihre Dissertation mit dem Titel The Story of Phosphorus erschien im Februar 2010. Wenn Cordells Zahlen stimmen, dann wird der weltweite Phosphat-Abbau in 20 Jahren seinen Höhepunkt erreichen.

Danach gibt es nur noch eine Richtung – und die weist bergab.

Peak Oil nannte man ein entsprechendes Szenario für den Erdöl-Markt. Sobald die Welt mehr Öl benötigt, als die versiegenden Quellen zu liefern imstande sind, so die Experten, wird es zu extremen Preisschwankungen kommen, zu Wirtschaftskrisen, Aufständen und blutigen Konflikten. Genau das Gleiche dürfte bald mit dem Rohstoff Phosphor geschehen, warnen jetzt mehrere Experten.

Peak Phosphor ist das größte Problem, sagt etwa der US-Biologe James Elser von der Arizona State University. Wenn wir tatsächlich nur noch Zeit bis 2030 haben, dann werden die Konsequenzen viel dramatischer sein als alles, was wir derzeit etwa zum Thema Klimawandel diskutieren. Denn einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung droht der Phosphor just in dem Augenblick auszugehen, in dem sie ihn am nötigsten braucht. Anders als beim Öl sind es dann aber nicht die Autos, denen das Futter fehlt. Sondern die Menschen selbst.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Phosphat ist zwar nicht ersetzbar. Im Gegensatz zum Erdöl kann es aber mehrfach verwendet werden. Das ist ein Kreislauf, der in vergangenen Jahrhunderten spielend gelang. Bauern verbesserten ihre Felder mit Pflanzenresten, mit menschlichem und tierischem Dung. Die Ackerpflanzen gediehen, wurden geerntet und verzehrt – der Kreislauf der Nährstoffe schloss sich.

Darauf könnten die Bauern wieder zurückgreifen. Von solchen echten Kreisläufen ist in der modernen, globalisierten Landwirtschaft jedoch längst keine Rede mehr. Eine Lösung könnte die industrielle Nutzung von Algen sein. In den geschlossenen Systemen, die extrem wenige Verluste haben, gilt nicht die Regel der offenen Landwirtschaft. Nur gehen 80 Prozent des ausgebrachten Phosphors gehen verloren: Der wichtige Dünger verbleibt in den Ackerböden in chemischen Verbindungen, die für Nutzpflanzen unerreichbar sind. Der Phosphor wird ausgewaschen und gelangt über Bäche und Flüsse in die Ozeane. Erst in 15 Millionen Jahren könnte der geologische Phosphorkreislauf sie wieder verfügbar machen. Ein Teil des Phosphors landet in unseren Toiletten. Gigantische drei Millionen Tonnen Phosphor pro Jahr, so schätzen Experten, verschwinden einfach in der Kanalisation. Das kann nicht einfach hingenommen werden.

Es gibt keine Einzelmaßnahme, mit der wir das Problem lösen können, schreibt Dana Cordell. Derzeit kämpfen die Wissenschaftler an verschiedenen Fronten, um Phosphor zu recyceln. Am ehrgeizigsten unterstützt werden sie dabei in Schweden. Dort hat die Regierung das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2015 stolze 60 Prozent des ausgebrachten Phosphors wieder zurück auf die Felder zu bringen.

Biologen versuchen derweil, neue Pflanzensorten oder Algen zu züchten, die den im Boden verbliebenen Phosphor besser über ihre Wurzeln aufnehmen oder effizienter in Wachstum umsetzen können. Auch der phosphorhaltige Klärschlamm ist mittlerweile ins Visier der Experten geraten. In einem halben Dutzend Versuchsanlagen in Europa und Nordamerika erproben sie mögliche Verfahren, um dem Schlamm seinen Phosphor zu entreißen.
All diese Maßnahmen haben jedoch eines gemeinsam: Um eine globale Katastrophe rechtzeitig abwenden zu können, sind die Lösungsversuche dramatisch unterfinanziert. Phosphor steht nicht besonders weit oben auf der Prioritätenliste unserer Politiker, klagt die Umweltforscherin Dana Cordell.

Freilich kosten nicht alle Maßnahmen Geld. So könnte zum Beispiel unser alltägliches Einkaufsverhalten den weltweiten Phosphorbedarf auf einen Schlag um 45 Prozent senken: Die Menschen in den westlichen Industrienationen müssten einfach darauf verzichten, Fleisch zu essen. All diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen, schreibt James Elser. Sollten wir scheitern, werden wir Hungersnöte erleben, wie sie die Menschheit noch nie gesehen hat.

V. i. S. d. P:

Uwe Dickmeis
Geschäftsführer NAM GmbH
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Mikroalgenbiotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie und ein unerschöpfliches Potenzial für die Zukunft unserer Welt. Seit Gründung der NAM Niedersächsischen Algen Manufaktur GmbH im Jahr 2013 hat das Unternehmen sich auf die Fahne geschrieben auch einen Beitrag zu leisten, um den Planeten ein wenig besser zu machen. Visionen, Innovationen und Nachhaltigkeit möchten die NAM Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH und ihre Mitarbeiter realisieren. Dabei knüpft die Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH weltweite Kontakte zu Biomasseproduzenten, Lebensmittelproduzenten, zur pharmazeutischen und Kosmetikindustrie aber auch zu Energieanbietern. Die Alge bietet dem Unternehmen die Voraussetzung für innovative und marktfähige Produkte.

Kontakt
Niedersächsische Algen Manufaktur GmbH
Uwe Dickmeis
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info@nam-algen.de
http://www.nam-algen.de

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