Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen – Wenn Hormone krank machen

Kommt eine Katze in die Jahre und verändert ihr Verhalten, spielen möglicherweise ihre Hormone verrückt. Der Verdacht einer Schilddrüsenüberfunktion liegt nahe. Der Tierarzt/die Tierärztin sollte die Katze untersuchen und behandeln, um Folgeerkrankungen zu verhindern. So hat die Katze trotz Schilddrüsenüberfunktion noch ein gutes Leben vor sich.

Die Schilddrüsenüberfunktion kurz erklärt

Die Schilddrüse befindet sich bei Katzen am Hals, wie bei Menschen auch. Das Organ besteht aus zwei Lappen, die der Luftröhre anliegen. Die Schilddrüse produziert Hormone, welche den gesamten Stoffwechsel und Energieumsatz beeinflussen. Produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, liegt eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vor. Durch ein Zuviel an Hormonen arbeiten die Zellen in den Organen zu schnell. Dadurch können Organe geschädigt werden. Betroffen sind meist ältere Katzen ab acht Jahren.

Symptome der Schilddrüsenüberfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann sich bei unterschiedlichen Katzen unterschiedlich bemerkbar machen. Die Tiere sind aktiver als sie es normalerweise wären. Einige Katzen sind sogar anhaltend ruhelos oder nervös. Manche sind reizbar oder werden gar aggressiv. Zudem kommen gesteigerter Appetit, Gewichtsverlust oder auch Durchfall und Erbrechen häufig vor. Ebenso wie vermehrtes Trinken und vermehrter Harnabsatz. Außerdem fallen häufig ein ungepflegtes Haarkleid und manchmal auch haarlose Stellen bei einer Schilddrüsenüberfunktion auf. 

„Bemerken Katzenhalterinnen oder Katzenhalter eines oder mehrere der genannten Symptome, sollten sie die Katze bald dem Tierarzt oder der Tierärztin vorstellen. Denn erste Anzeichen fallen nicht sofort auf. Die Krankheit kann also schon eine gewisse Zeit bestehen. Um Folgeerkrankungen zu verhindern, sollte schnell eine Behandlung eingeleitet werden“, sagt Dorothea Spitzer, Tierärztin der Uelzener Versicherung. „Ohne Behandlung würden die betroffenen Katzen zunehmend kränker werden.“ 

Empfohlene Untersuchungen

Der Tierarzt/die Tierärztin untersucht das Blut der Katze auf das Hormon Thyroxin (T4). Ist die Konzentration dieses Hormons erhöht, steht die Diagnose fest: Die Katze leidet an einer Schilddrüsenüberfunktion. Da eine erhöhte Konzentration des T4 eine schädliche Wirkung auf die Organe hat, sollten auch diese genauer untersucht werden. Dies geschieht mittels Urin-, Röntgen- und Ultraschalluntersuchung sowie einer weiteren und umfassenderen Analyse des Blutes.

Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion

Die gute Nachricht: Nur bei 2 % der Katzen ist ein bösartiger Tumor die Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion. In allen anderen Fällen sind gutartige Gewebewucherungen an einem oder beiden Schilddrüsenlappen für die Schilddrüsenüberfunktion verantwortlich.

Welche Therapie ist empfehlenswert?

Es gibt zwei gängige Verfahren, die Schilddrüsenüberfunktion zu behandeln: Die lebenslange Gabe von Tabletten oder die Radiojod-Therapie, die einmalig durchgeführt wird. Während die Tabletten die Hormonproduktion vermindern, werden bei der Radiojod-Therapie Schilddrüsenzellen zerstört, sodass diese Zellen keine Hormone mehr produzieren können. Beide Methoden sind wirksam und erlauben der Katze weiterhin ein gutes Leben. Der Tierarzt/die Tierärztin wird im Einzelfall entscheiden, welche Methode sinnvoller ist.

Die Uelzener Versicherung zählt zu den führenden Spezialversicherern für Tiere in Deutschland. Als erstes deutsches Versicherungsunternehmen entwickelten die Uelzener schon 1984 die Tierkrankenversicherung. Seitdem vertrauen Hunde-, Katzen- und Pferdehalter sowie gewerbliche Kunden wie Hundeschulen oder Pferdebetriebe auf die Expertise der Uelzener Versicherung. Neben dem Servicebüro in Berlin und der Tochtergesellschaft Tier und Halter GmbH in Wegberg hat das Unternehmen mit seinen 300 Mitarbeitern seinen Stammsitz im niedersächsischen Uelzen.

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