Risiko Mittelstandsanleihen

Deutscher Verbraucherschutzring e.V. (DVS) rät Anlegern zur Besonnenheit

Risiko Mittelstandsanleihen

Der DVS hilft geschädigten Anlegern

31. Oktober 2013. Mittelstandsanleihen boomen immer mehr. Das Volumen der Firmenanleihen hat Mitte Oktober die Fünf-Milliarden-Grenze übersprungen. Auch wenn sich mit den richtigen Titeln guten Renditen erzielen lassen, rät der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. ( www.dvs-ev.net ) Anlegern zur Besonnenheit. Im kommenden Jahr werde sich die Spreu vom Weizen trennen.

Viele mittelständische Unternehmen hatten in der Vergangenheit ein finanzielles Problem. Die von der Wirtschaftskrise gebeutelten Banken froren das Kreditgeschäft förmlich ein. Immer mehr Firmen refinanzierten sich deshalb durch die Herausgabe von Anleihepapieren. Die Renditeversprechen vom “Bäcker nebenan”, von “Saft- oder Süßwarenhersteller” waren oft sehr hoch. “Für die Unternehmen kein schlechtes Geschäft”, sagt Jana Vollmann, Geschäftsführerin vom Deutschen Verbraucherschutzring e. V. (DVS). “Durch die Zinsaufschläge sind Mittelstandsanleihen auch für Investoren ein anziehendes Geschäft”, so Vollmann weiter. Die rund 100 Unternehmen, die derartige Anleihen zum Kauf anbieten, konnten bislang über fünf Milliarden Euro von den Anlegern einsammeln.

Das unkalkulierbare Risiko

Dass Mittelstandsanleihen kein risikoloses Geschäft darstellen, mussten diverse Anleger von Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien in diesem Jahr schmerzlich feststellen. “Das Beispiel Windreich hat vielen Anlegern die Augen geöffnet”, erklärt die DVS-Geschäftsführerin. “Gerade im Segment der erneuerbaren Energien bleibt ein erhebliches und nicht kalkulierbares Restrisiko. Viele Unternehmen hatten in den Hochglanzprospekten eine Entwicklung prognostiziert, die es nicht geben kann. Manche Gesellschaft hat sich bei Herausgabe der Anleihe auch wesentlich besser dargestellt, als es tatsächlich um sie stand oder einfach märchenhafte Renditen versprochen.”

Im kommenden Jahr wird sich die Spreu vom Weizen trennen, denn die ersten dieser Anleihen werden fällig. Ob tatsächlich alle Unternehmen das dann fällige Geld zurückzahlen können, ist fraglich. “Ich sage nur “, so Jana Vollmann und spielt dabei auf die Praktiker-Pleite an. “In solchen Fällen gehen Anleger komplett leer aus. Sie verlieren jeden Cent, den sie investiert hatten.”

Gerade im Segment der Mittelstandsanleihe gibt es viele unerfahrene Investoren. Dabei gäbe es viele Möglichkeiten, Schaden zu begrenzen oder ganz abzuwenden, so die Geschäftsführerin des DVS: “Kapitalanlagen sind keine Spielchen. Es gibt klare Regeln. Doch nicht jeder, der Finanzprodukte verkauft, hält sich daran”, sagt Vollmann. “Wir empfehlen in jedem Fall eine fachmännische Beratung durch einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt.”

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)

Kompetente und effektive Unterstützung im Kampf gegen betrügerische Unternehmen.

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) setzt sich seit Jahren gezielt für die Interessen geschädigter Verbraucher und Kapitalanleger ein. Oberstes Ziel des DVS ist es, einen privaten Verbraucherschutz in Deutschland weiter fest zu verankern, um so die Interessen der Verbraucher konsequent gegen betrügerische Unternehmen durchzusetzen.

Der DVS bündelt unter anderem die Interessen geschädigter Kapitalanleger und setzt diese gegen die schädigenden Unternehmen durch. Als eingetragener Verein arbeitet er mit spezialisierten und erfahrenen Rechtsanwälten zusammen.

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