PFAS-Verbot in Löschmitteln. Was Betriebe jetzt wissen müssen.

PFAS-Verbot in Löschmitteln. Was Betriebe jetzt wissen müssen.

Für Betriebe wird es bald ernst: Im Oktober dieses Jahres werden aus dem Vertrieb genommen, die fluoridhaltiges Löschmittel (PFAS) enthalten. Die brandschutzzentrale beantwortet offene Fragen.

BildPRESSEMITTEILUNG

Bielefeld, September 2026. Für Betriebe in Deutschland wird es bald ernst. Zumindest, wenn es um die eigene Feuerlöscher-Ausstattung geht. Denn: Im Oktober dieses Jahres werden aus dem Vertrieb genommen, die fluoridhaltiges Löschmittel (PFAS) enthalten. Für Betriebe und Unternehmen bedeutet das, die eigenen Geräte zu überprüfen und im Zweifel auf eine Alternative umzusteigen. Zur Orientierung für Betriebe in Deutschland, die aktuell noch Feuerlöscher mit PFAS in ihrem Bestand haben, sind vor allem die folgenden drei Daten relevant:

Ab dem 23. Oktober 2026 dürfen in Deutschland keine Feuerlöscher mit PFAS-haltigen Löschmittel mehr verkauft werden. Wer aktuell also Schaumfeuerlöscher für das eigene Unternehmen sucht, sollte beim Kauf auf das Label „fluorfrei“ achten. Ab dem 23. April 2027 gilt ein Verbot der Nutzung von PFAS-haltigen Feuerlöschern für Ausbildungszwecke im Rahmen von Schulungen (z.B. zum Brandschutzhelfer) und durch öffentliche Feuerwehren. Spätestens Ende 2030 gilt dann ein generelles Verbot aller PFAS-haltigen Feuerlöscher in Betrieben. Unternehmen müssen ihre alten Geräte bis dahin ordnungsgemäß entsorgt haben.

Was sind PFAS und wieso werden sie verboten?

PFAS ist eine Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, zu denen schätzungsweise mehr als 10.000 verschiedene Stoffe gehören und sich durch ihre künstliche Herstellung auszeichnen. Erstmals wurden PFAS in den späten 1940er Jahren synthetisiert. Sie bestehen aus organischen Molekülen, die Kohlenstoffketten unterschiedlicher Längen aufweisen. In diesen Ketten werden Wasserstoffatome entweder vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt. PFAS finden aufgrund ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften in diversen Bereichen Anwendung. Sie sind damit also keine natürlichen Stoffe, sondern organische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome durch Fluoratome ersetzt werden. Diese Fluor-Kohlenstoff-Bindungen machen sie extrem langlebig, weshalb sie auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden (Quelle: Bundesumweltministerium). Das Problem liegt daher genau in dieser Langlebigkeit, da die Stoffe nicht vollständig abbaubar sind und in der Natur zurückbleiben. Bei einem Einsatz durch einen Feuerlöscher bleibt damit also eine große Menge an PFAS vor Ort zurück, der nicht vollends wieder abgebaut werden kann. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt daher den Wechsel zu einer fluorfreien Alternative bei Feuerlöschern.

_Gut zu wissen: Neben Feuerlöschern treten PFAS außerdem z.B. in Kosmetika, Textilien oder Ski-Wachsen auf._

Regulierung und Maßnahmen

Die zunehmende Sensibilisierung für die Umweltauswirkungen und gesundheitlichen Risiken von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen hat zu strengeren Vorschriften und Maßnahmen zur Reduzierung ihrer Verbreitung und Exposition in die Umwelt geführt. Da PFAS ein globales Problem darstellen, arbeiten Länder weltweit zusammen, um gemeinsame Standards und Regulierungen zu entwickeln, um die Verbreitung dieser Chemikalien einzudämmen. In Deutschland fällt der Verkauf und Einsatz von fluorhaltigen Feuerlöschern darunter.

PFAS in Feuerlöschern

PFAS kommen seit den 1970er Jahren auch im Löschmittel von (Schaum-) Feuerlöschern vor. Diese werden vor allem für Brände der Brandklasse B verwendet, bei denen beispielsweise Flüssigkeiten oder schmelzende Feststoffe brennen. Sie dienen im Löschschaum dazu, bei bestimmten Bränden einen hitzeresistenten Wasserfilm auf seiner Oberfläche zu bilden. Bei vielen Bränden können jedoch stattdessen auch Schaummittel ohne PFAS ebenso gut bei der Bekämpfung eingesetzt werden. Das Umweltbundesamt nennt als Beispiele die folgenden Situationen:

* Brände der Brandklasse A, Papierlager, holzverarbeitende-und Textilindustrie;
* Brände von Altreifen, Heizöl, Hausmüll-Deponien oder -Verbrennungsanlagen,
* wenn Erfahrungen oder Nachweise über eine wirkungsvolle Brandbekämpfung mit diesen Schaummitteln vorliegen,
* wenn stationäre Anlagen dafür ausgelegt sind oder das Brandschutzkonzept es vorsieht

Damit gehören sie zu den Feuerlöschern, die in den meisten Betrieben und am häufigsten zum Einsatz kommen. Für viele Unternehmen bedeutet das, sich zeitnah um eine Alternative zu kümmern.

Empfehlung nach Branche – Welche Feuerlöscher brauche ich?

Für unterschiedliche Arbeitsräume geeignet sich somit auch unterschiedliche Feuerlöscher – immer abhängig von der Brandklasse der Materialien vor Ort. Besonders relevant ist der Austausch von PFAS-haltigen Schaumfeuerlöschern an Arbeitsplätzen, die hauptsächlich Brände der Brandklasse A löschen. Dazu gehören unter anderen:

* Apotheke – Grundausstattung für Offizin und Verkaufsfläche
* Arztpraxen – In Wartebereichen, Pausenräumen oder Fluren
* Büro – als Büroausstattung
* Filialen – Verkaufsräume, Büro, Pausenraum
* Fitnessstudio – Trainings- und Kursflächen
* Fotostudio – wegen gezielter Anwendung, geringe Folgeschäden
* Friseursalon, Kosmetikstudios – Grundausstattung
* Kita – Gemeinschafts- und Betreuungsräume
* Pflege (stationär & ambulant) – Wohn-/Pflegebereiche, Flure, Büro
* Schifffahrt – Innenraum des Schiffs
* Tankstelle – z.B. bei Autoreifen
* Textilindustrie / Textilverarbeitung – Produktion, Lager, Büro/Pause
* Tischlerei – Holz

Fragen an die brandschutzzentrale: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

_Ab wann muss ich handeln?_
Ab dem 23. Oktober 2026 dürfen in Deutschland keine neuen Feuerlöscher mit PFAS mehr verkauft werden. Wer jetzt einen Schaumlöscher kauft oder mietet, sollte direkt zur fluorfreien Variante greifen.

_Muss ich meinen alten Feuerlöscher sofort austauschen?_
Nein. Bestehende PFAS-Löscher dürfen weiter genutzt werden, spätestens Ende 2030 müssen sie aber ersetzt sein. Für Ausbildungszwecke und den Einsatz durch Feuerwehren gilt schon ab dem 23. April 2027 ein Verbot.

_Woran erkenne ich einen fluorfreien Feuerlöscher?_
Am Label „fluorfrei“ auf dem Gerät. Fluorfreie Schaumlöscher gehören inzwischen bei den meisten Fachhändlern zum Sortiment, auch bei der brandschutzzentrale.

_Muss ich einen Feuerlöscher kaufen?_
Nicht zwingend. Bei der brandschutzzentrale lässt sich der fluorfreie Schaumlöscher auch mieten, ein 6-Liter-Gerät kostet 46,99 Euro im Jahr, Wartung und der Austausch alle zwei Jahre sind darin enthalten. Das lohnt sich vor allem für Betriebe, die sich nicht selbst um Prüftermine kümmern wollen.

_Was sollte ich als Nächstes tun?_
Bestand prüfen: Welche Feuerlöscher im Betrieb enthalten noch PFAS? Danach lässt sich entscheiden, ob Kauf oder Miete die praktischere Lösung ist.

Über die brandschutzzentrale

Der Anspruch der brandschutzzentrale ist es, einer breiten Zielgruppe die beste Plattform für den Zugang zu Arbeitssicherheit und Brandschutz im Unternehmen zu bieten. Vor allem kleine Teams aus jeglichen Branchen finden in der brandschutzzentrale ihren Partner für personalisierte Lösungen, die alle nötigen Anforderungen aus einer Hand abdecken – ganz ohne großen Aufwand. 2019 gegründet setzt das Unternehmen mit seinem digitalen Ansatz die Standards in der Branche täglich neu und erweitert das eigene Portfolio stetig. Heute reicht das Angebot von Feuerlöschern im Mietmodell, über deutschlandweite Schulungen bis hin zu einer breiten Auswahl an Zubehör im Online-Shop.

Der kontinuierliche Einsatz für neue Prozesse und einfachere Zugänge zu komplexen Pflichten treibt die brandschutzzentrale stets dazu an, ein Zeichen in den Branchen Brandschutz und Arbeitssicherheit zu setzen und sich selbst ständig neu zu entwickeln. Ziel bleibt es, sich eine Spitzenposition im deutschlandweiten B2B-Markt zu schaffen und sich als Informations- und Dienstleistungsportal zu etablieren.

Die brandschutzzentrale wurde 2019 gegründet und hat ihren Sitz in Bielefeld. Geleitet wird es von Dr. Palle Klante und beschäftigt mehr als 10 Mitarbeitende. Weitere Informationen unter www.brandschutz-zentrale.de

Pressekontakt

Liv Wessel
Brand und PR Managerin
kontakt@brandschutz-zentrale.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Fireschutz GmbH
Frau Liv Wessel
Ritter Str. 8
33602 Bielefeld
Deutschland

fon ..: +49 521 898 809-40
web ..: https://brandschutz-zentrale.de
email : kontakt@brandschutz-zentrale.de

Der Anspruch der brandschutzzentrale ist es, einer breiten Zielgruppe die beste Plattform für den Zugang zu Arbeitssicherheit und Brandschutz im Unternehmen zu bieten. Vor allem kleine Teams aus jeglichen Branchen finden in der brandschutzzentrale ihren Partner für personalisierte Lösungen, die alle nötigen Anforderungen aus einer Hand abdecken – ganz ohne großen Aufwand. 2019 gegründet setzt das Unternehmen mit seinem digitalen Ansatz die Standards in der Branche täglich neu und erweitert das eigene Portfolio stetig. Heute reicht das Angebot von Feuerlöschern im Mietmodell, über deutschlandweite Schulungen bis hin zu einer breiten Auswahl an Zubehör im Online-Shop.
Der kontinuierliche Einsatz für neue Prozesse und einfachere Zugänge zu komplexen Pflichten treibt die brandschutzzentrale stets dazu an, ein Zeichen in den Branchen Brandschutz und Arbeitssicherheit zu setzen und sich selbst ständig neu zu entwickeln. Ziel bleibt es, sich eine Spitzenposition im deutschlandweiten B2B-Markt zu schaffen und sich als Informations- und Dienstleistungsportal zu etablieren.
Die brandschutzzentrale wurde 2019 gegründet und hat ihren Sitz in Bielefeld. Geleitet wird es von Dr. Palle Klante und beschäftigt mehr als 10 Mitarbeitende. Weitere Informationen unter www.brandschutz-zentrale.de

Pressekontakt:

Fireschutz GmbH
Frau Liv Wessel
Ritterstraße 8
33602 Bielefeld

fon ..: 052189880940
email : kontakt@brandschutz-zentrale.de