Mobile-Banking-Studie von GFT: Handys können die Bankfiliale nicht ersetzen

Schlüssel zum Erfolg liegt in der Integration verschiedener Vertriebskanäle

Mobile-Banking-Studie von GFT: Handys können die Bankfiliale nicht ersetzen

(Mynewsdesk) Stuttgart, 5. November 2013 – Eine Zukunft ohne Bargeld? Viele Menschen können sich das durchaus vorstellen und sind bereit, entsprechende Finanztransaktionen bald nur noch per Handy durchzuführen. Auf den persönlichen Kontakt mit dem Bankberater will trotzdem kaum jemand verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der GFT Technologies AG. Der weltweit tätige IT-Lösungsanbieter für die Finanzbranche hat dafür rund 900 Personen in Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den USA befragt.

Bis 2017 werden voraussichtlich eine Milliarde Menschen ihre Finanzgeschäfte per Online oder Mobile Banking tätigen. „Die Mobile-Banking-Möglichkeiten werden in Zukunft ausschlaggebend dafür sein, welches Institut der Kunde auswählt“, so Marika Lulay, Chief Operating Officer bei GFT. „Dabei werden traditionelle Banken den Konkurrenzdruck von Direktbanken und Anbietern elektronischer Geldbörsen oder In-App-Bezahlmöglichkeiten deutlich zu spüren bekommen.“ Ein klares Ergebnis der Studie: Der Schlüssel zum Erfolg heißt Omni-Channel-Banking. Denn Kunden nutzen verschiedene Kanäle parallel: Smartphone, Tablet und den PC. Banken stehen deshalb vor der Aufgabe, die verschiedenen Prozesse aufeinander abzustimmen und zu integrieren.

Zudem macht die GFT Studie gravierende Unterschiede zwischen den Ländern deutlich: Während in Spanien und Brasilien mehr als 60 Prozent der Befragten bereits Mobile Banking nutzen, zeigen deutsche Kunden eine deutliche Zurückhaltung in der Annahme neuer Angebote. Nur 26 Prozent nutzen das Smartphone für Bankgeschäfte. „Wenn es gelingt, den Kunden die Angst vor Betrug und Sicherheitslücken zu nehmen, wird diese Zahl sicherlich steigen“, so Lulay. Zudem will mehr als die Hälfte der Befragten nicht komplett auf ihre Bankfiliale verzichten. Besonders bei großvolumigen Transaktionen oder Krediten ist der persönliche Ansprechpartner gefragt. Anders sieht die Situation bei Überweisungen, Geldabheben oder Prüfen des Kontostands aus: Hier wird laut Studie die klassische Filiale bald ausgedient haben.

„Wir befinden uns in einer Übergangszeit“, meint Marika Lulay und empfiehlt Banken daher, gleichzeitig verschiedene Vertriebskanäle zu einem integrierten Angebot zu kombinieren. „Es gilt zu überprüfen, welche Filialen erhalten bleiben sollen und diese dann mit Hilfe eines reichen Interaktions- und Entertainment-Angebotes zukunftsfähig zu machen.“ Für Anregungen sind in der Studie verschiedene wegweisende Filialkonzepte beschrieben: Beispielsweise Q110 – die Deutsche Bank der Zukunft, oder San Franciscos erstes „Banking Cafe“ der ING Direct, in dem man beim Cappuccino ein neues Konto eröffnen kann.

Wollen sich Finanzinstitute für die Zukunft rüsten, erhalten sie von GFT fachkundige Unterstützung. Beispielsweise zum Thema Sicherheit. Hier weist die Studie auf deutliche Mängel hin – sowohl was den Schutz der Smartphones angeht als auch beim Passwort-Management. Das von GFT gemeinsam mit der Universität Tübingen entwickelte mobile Authentifizierungs-Verfahren NFC-TAN verspricht hier ein Plus an Sicherheit. Und auch die Spracherkennung – in der Studie als wichtiger Zukunftstrend hervorgehoben – hat GFT bereits mit einem sprachbiometrischen Prototyp umgesetzt.

Hintergrundinformationen zur Studie

Ziel der empirischen Studie „Will smartphones replace bank branches?“ war es, das Nutzungsverhalten von Mobile Banking, die Einstellung von Konsumenten dazu und zukünftige Trends in verschiedenen Ländern herauszufinden. Dafür wurden im Mai 2013 894 Teilnehmer in fünf Ländern befragt: Brasilien, USA, Deutschland, Großbritannien und Spanien. Zusätzlich wurden für eine Beschreibung der aktuellen Marktsituation bereits existierende Studien analysiert und zukunftsweisende Filialmodelle unter die Lupe genommen. Die Studie kann hier kostenlos angefordert werden.

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