Geh- und Radwegbrücke und der Waldtempel sorgen für beeindruckende Perspektiven auf den Kurpark

Geh- und Radwegbrücke und der Waldtempel sorgen für beeindruckende Perspektiven auf den Kurpark

Was von der niedersächsischen Landesgartenschau 2026 in Bad Nenndorf dauerhaft bleiben wird:

Nachhaltig angelegte Investition in Grünanlagen und Infrastruktur für Begegnungen und Erholung

BildKurze Zusammenfassung dieser Pressemitteilung:
Wenn die niedersächsische Landesgartenschau in Bad Nenndorf Mitte Oktober 2026 offiziell endet, bleibt für die Besucherinnen und Besucher des Areals dennoch viel Sehenswertes erhalten: Wichtige Grünanlagen und Erholungsflächen sind nachhaltig konzipiert und werden wie auch einige infrastrukturelle Einrichtungen über die Saison hinaus noch viele Jahre Bestand haben. Hierzu zählen nicht zuletzt eine Geh- und Radwegbrücke sowie der sogenannte Waldtempel – eine spiralförmig angelegte Aussichtsplattform. Beide Bauwerke wurden von den Brückenbau-Spezialisten Schmees & Lühn aus dem emsländischen Niederlangen fertiggestellt.

Niederlangen (Emsland) / Bad Nenndorf. Gartenkunst, Pflanzenvielfalt und Themengärten bestimmen das Bild der niedersächsischen Landesgartenschau (LAGA), die Ende April 2026 für ein halbes Jahr eröffnet wurde. Unter dem Motto „Hier blüht Vielfalt“ wurde der Bad Nenndorfer Kurpark umgestaltet.

38.000 Stauden, Gräser und Farne sowie 175.000 Zwiebelgewächse, Blumenzwiebeln und Zwiebeln wurden angepflanzt. Hinzu kamen 56.800 Frühjahrs- und 23.500 Sommerblüher inklusive Dahlien, außerdem rund 1.700 Sträucher und 450 Bäume. Weit über die temporär angelegten LAGA-Präsentationen und -Events hinaus soll dieser Ort der Naherholung, Bewegung und Begegnung auch lange nach dem Oktober 2026 bestehen bleiben und der Natur ein Denkmal setzen.

Nach Angaben der LAGA-Organisatoren wurden rund 40 Mio. Euro in langfristig genutzte Areale und Einrichtungen investiert. Auf dem rund 34 Hektar großen Areal zählen zu diesen dauerhaften Anlagen beispielsweise der Wiesenpark, die historische Liegehalle sowie 6.000 Quadratmeter denkmalgerecht sanierte Wege. Ein weiteres Highlight ist die mystisch anmutende und 100 Meter lange Süntelbuchenallee. Sie soll das Erscheinungsbild des regionalen Anziehungspunkts als eine Art Wahrzeichen dauerhaft und somit nachhaltig prägen.

Darüber hinaus werden zwei Bauwerke erhalten bleiben, die eigens zur LAGA neu geschaffen wurden – eine Brücke, die den westlichen und den östlichen Teil des Kurparks für Fußgänger und Radfahrer miteinander verbindet, sowie der sogenannte Waldtempel. Beide Bauten sind an das Konzept des Baumwipfelpfades angelehnt und wurden von Schmees & Lühn, einem Brückenbauspezialisten aus dem emsländischen Niederlangen, im Auftrag der Stadt Bad Nenndorf erstellt.

Höchster Punkt der LAGA auf dem Waldtempel gut erreichbar

Bei dem von den Sauerzapfe Architekten aus Berlin entworfenen Waldtempel handelt es sich um eine spiralförmig angelegte, sechseinhalb Meter hohe Aussichtsplattform mit einem Außendurchmesser von rund 40 Metern. Dank der rund 137 Meter langen und gut zweieinhalb Meter breiten Rampen sowie dem Gefälle von lediglich 4,75 % ist es auch Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit – wie zum Beispiel Nutzern von Rollatoren – möglich, die Aussicht über das LAGA-Gelände zu genießen.

„Wie bei vielen unserer Konstruktionen auch, haben wir unsere Kompetenz aus der Verarbeitung von Holz und Stahl als wesentliche Komponenten für diese LAGA-Projekte genutzt. So haben wir die Stützen des Waldtempels aus Stahlprofilen ausgeführt, um eine möglichst große optische Leichtigkeit und Filigranität zu erzielen. Zwölf Stützenpaare bilden die Basis des Waldtempels. Dabei stellte die Montage auf beengtem Raum eine gewisse Herausforderung dar, zumal das Gelände abschüssig ist und der umgebende Baumbestand nicht beeinträchtigt werden durfte“, erklärt Tobias Tebbel, Geschäftsführer von Schmees & Lühn.

Der seit 125 Jahren bestehende Handwerks- und Ingenieurbaubetrieb ist weitgehend auf die Konstruktion und Herstellung von Geh- und Radwegbrücken spezialisiert. An seinem Hauptstandort in Niederlangen verfügt das Unternehmen über eine Fertigungshalle, die es ermöglicht, Bauteile mit bis zu 60 Metern Länge und fünf Metern Breite sowie mit einem Maximalgewicht von 80 Tonnen vorzufertigen.

Filigrane Waldtempel-Konstruktion aus Stahl und Holz

Diese Kapazitäten waren laut Tebbel auch ein großes Plus für die Vorbereitung und den Bau des Waldtempels: „Aufgrund der begrenzten Baufreiheit im Naturschutzgebiet Wald musste die Konstruktion kleinteilig, gut transportabel und vor Ort zu verschrauben sein. Schweiß- und Beschichtungsarbeiten im Wald waren zu vermeiden“, so der Geschäftsführer und Ingenieur weiter.

Als Absturzsicherung dienen Radabweiser und ein 90 cm hohes Geländer. In den Geländern wurden 6.300 Meter Thermoholz als senkrechte Füllstäbe eingesetzt. Dank eines speziellen Verfahrens mit Hitze und Dampf ist es extrem witterungsbeständig, formstabil und resistent gegen Pilzbefall. Der Einsatz von Tropenholz lässt sich hierdurch im Sinne der Nachhaltigkeit vermeiden.

Neben dem Waldtempel dient auch die neue Geh- und Radwegbrücke als Aussichtsplattform wie ein Baumwipfelpfad. Ihre wesentliche Funktion besteht darin, die Bundesstraße B65 zu überbrücken, die den historischen Kurpark vom Erlengrund trennt.

KRP Architektur: „Brücke ist Landmarke mit hoher Fernwirkung“

Das Berliner Architekturbüro KRP (Kolb, Ripke, Peterson) begann bereits 2023 mit der Planung des außergewöhnlichen Bauwerks. „Dem behutsamen Umgang mit dem Naturdenkmal und der in der Tiefe liegenden Heilquelle musste hierbei besondere Beachtung geschenkt und gleichzeitig eine eventuelle Erweiterung der Bundesstraße auf drei Spuren mitbedacht werden“, erläutert die KRP Architektur GmbH in einer Pressemitteilung.

Die neue Brücke ersetzt die vorherige lokale Lichtsignalanlage an der B65 und gestaltet die Fuß- und Radverkehrsrouten Bad Nenndorfs nun deutlich vernetzter und komfortabler. Daneben fungiert die Brücke laut KRP als Landmarke mit hoher Fernwirkung und dient als Durchfahrtstor von Nord nach Süd. Den Querschnitt des Überbaus bildet ein flacher Hohlkasten, der in regelmäßigen Abständen auf baumartig angeordneten Stützengruppen aufliegt. Die B65 wird so durch ein Rahmensprengwerk mit einer freien Spannweite von etwa 29 Metern überbrückt.

Fußgänger erreichen die Stahlbrücke über Treppen, während Radfahrer hierfür spindelförmige Rampen nutzen. Insgesamt erstreckt sich die Brücke über eine Länge von mehr als 177 Metern; allein die Rampen haben eine Fläche von 165 Quadratmetern, und die Gesamtfläche beträgt 532 Quadratmeter.

Gemäß den Plänen von KRP Architektur erstellte Schmees & Lühn alle Brückenelemente mit maximalem Vorfertigungsgrad. Ähnlich wie beim Waldtempel musste Schmees & Lühn bei der Montage der Geh- und Radwegbrücke größtmögliche Rücksicht auf die natürliche Umgebung nehmen.

„Die zur Verfügung stehende Bauzeit für die Brücke war angesichts der Größenordnungen und der komplexen Geometrie relativ kurz. Natürlich mussten wir dabei die Eingriffe in die Natur auf ein absolutes Minimum begrenzen. So erfolgte beispielsweise die Gründung in Spundwandkästen, um Vegetation und Wurzelwerk zu schützen“, blickt Tobias Tebbel zurück.

Weitere Infos: https://www.schmees-luehn.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Schmees & Lühn GmbH & Co. KG
Herr Tobias Tebbel
Lathener Straße 1
49779 Niederlangen
Deutschland

fon ..: +49 (0)5939 96795-0
web ..: http://www.schmees-luehn.de
email : info@schmees-luehn.de

Kurzportrait: Schmees & Lühn GmbH & Co. KG

Ursprünglich als Handel mit Pfählen und Grubenholz für die Industrie im Jahr 1900 gegründet, hat sich die heutige Schmees & Lühn GmbH & Co. KG vom Holzbau über den Stahlbau zu einem Komplettdienstleister rund um die Erstellung und Sanierung von Brücken, Außen- und Steganlagen etc. entwickelt.

1988 begann die Firma mit dem Bau von Lärmschutzwänden und Holzbrücken. 1994 trat Josef Schmees im Alter von 22 Jahren die Nachfolge seines Vaters Bernhard an und wandelte das Unternehmen in einen Fachbetrieb für den Holz- und Ingenieurbau um. Drei Jahre später wurde das Sägewerk stillgelegt. Josef Schmees richtete den Fokus nun unmittelbar auf den Holzbrückenbau und die Konstruktion von Gebäuden in Holzrahmenbauweise. Mit dem Erwerb des Stahl- und Metallbauunternehmens Funke-Wessels GmbH in Lathen erweiterte der Betrieb 2016 seine Kompetenz im Stahlbau.

Perfekte Ausführung und absolute Termintreue stehen für das Traditionsunternehmen im Mittelpunkt. Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedensten Fachdisziplinen realisieren Ingenieurbauwerke in ganz Europa. In vierter Generation wird der Betrieb heute von Josef Schmees geführt.

https://www.schmees-luehn.de/

Pressekontakt:

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49143 Bissendorf

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