Der Körper spricht – immer

Der Körper spricht – immer

Der Körper spricht - immer

Nicola Schmidt Image Impulse

Wir kommunizieren immer, so sagte schon Paul Watzlawick. Auch wenn wir nichts sagen, spricht der Körper Bände. Über unsere Körpersprache teilen wir unserer Umwelt eine ganze Menge mit. Sie verrät, wie wir uns fühlen und was wir über andere denken. Das geschieht bewusst und oft unbewusst. Wer die Körpersprache jedoch gezielt einsetzt und authentisch wirkt, kann sich im Arbeitsalltag Vorteile verschaffen.
Während wir sprechen, unterstreicht die Mimik und Gestik das gesprochene Wort. Doch selbst wenn schweigen, kommunizieren wir und der Körper drückt unsere Gefühle aus. Verantwortlich dafür sind Mimik und Gestik. Die Mimik umfasst alle sichtbaren Bewegungen der Gesichtsmuskulatur und Gestik die Bewegungen von Händen, Armen und Kopf, die wir bewusst oder unbewusst in der Interaktion in der Kommunikation einsetzen.

Mit der Körpersprache können wir Unstimmigkeiten entlarven
Im Idealfall wird das Gesagte durch die Mimik und Gestik unterstrichen. Die Körpersprache steht immer vor dem gesprochenen Wort. Um Unstimmigkeiten festzustellen, ist es wichtig immer den Menschen und Situation im Kontext zu sehen. Wer zum Beispiel nur die verschränkten Arme sieht, übersieht schnell, dass der Gesprächspartner in sich gekehrt ist, um das Gehörte nochmal zu reflektieren, bevor er antwortet. Es kann auch sein, dass ihm kalt ist oder das er sich nur bequem hingesetzt hat.
Daher ist immer die Mimik, Kopf-, Rumpf- und Beinhaltung ebenfalls mit einzubeziehen. Selbst wenn sich Ihr Gegenüber noch so kontrolliert verhält, verrät sein Körper durch irgendein Signal, wenn er beispielsweise mit einigen Dingen nicht einverstanden ist. Ich rate meinen Kunden, wenn sie in einer Verhandlung sind, mal auf die Fußspitzen des Gegenübers zu achten. Diese sagen nämlich eine ganze Menge über uns aus. Solange sie in Ihre Richtung zeigen, ist alles im Lot.

Sie gehen wie Sie denken
Im Berufsleben gibt es kaum eine Situation, in der wir uns nicht nach Außen präsentieren. Ständig werden stehen wir unter Beobachtung der Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeiter. Früher hieß es: Kopf hoch, Brust raus und Bauch rein! Allerdings wirkt das schnell unnatürlich, zumal wir dann in die ungesunde Brustatmung kommen. Man nennt diese Atmung auch Stressatmung. Lassen Sie zwischendurch immer mal locker und atmen bewusst in den Bauch, das beruhigt auch die hitzigsten Gemüter. Ziehen Sie kurz die Schultern beim Einatmen hoch und beim Ausatmen lassen Sie sie nach hinten abrollen. So haben wir direkt eine aufrechte Haltung, wirken offen und souverän.
Es macht einen Unterschied ob wir schlurfen oder einen dynamischen Gang haben. Wie wir gehen, verrät viel über unsere Persönlichkeit. Ein dynamischer Gang signalisiert Selbstsicherheit und Standfestigkeit. Mit ruhigen und ausgeglichenen Bewegungen wirken wir überzeugend und kompetent. Dagegen können schlurfende Gangarten schnell als Desinteresse oder Lustlosigkeit ausgelegt werden.

Sitzhaltung
Die optimale Sitzposition im Zweiergespräch ist der 90-Grad-Winkel. Diese offene Sitzmöglichkeit bietet eine offene Kommunikation. Sitzen sich jedoch zwei Menschen gegenüber, wird der Tisch dazwischen schnell zur Barriere.
Aufrechte Haltung gilt auch bei Tisch. Ob beim Geschäftsessen oder im Verhandlungsgespräch: Achten Sie darauf, dass auf Ihrem Schoß eine Katze Platz hat und zwischen Ihrem Rücken und Stuhllehne eine Maus. Was sich unbequem anhört, ist jedoch eine gute Methode, um offen und souverän zu wirken.
Ein breitbeiniges “auf-den-Stuhl-fläzen”, wird keine Sympathiepunkte einbringen. Schlagen die Herren der Schöpfung die Beine übereinander, sollte das Knie nicht über der Tischkante hervorschauen. Das gilt international. Sitzen Sie im 90-Grad-Winkel oder nebeneinander, gilt es als abwertend, die Schuhsohlen auf den anderen Menschen zu richten.
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit im Gespräch von Kopf bis zu den Fußspitzen auf Ihr Gegenüber. So schwimmen Sie besser auf einer Wellenlänge, das macht die Kommunikation angenehmer.

Wieviel Distanz darf es sein?
Bei der Begrüßung ist der Händedruck der erste Körperkontakt zwischen zwei Menschen. Er entscheidet in Millisekunden über Sympathie oder Antipathie. Im Normalfall greifen die Hände senkrecht ineinander. Hierzulande drückt man sich fest, jedoch nicht zu fest die Hand. Die Distanz ist in der Regel eine Armeslänge zu dem anderen Menschen. Die andere Person zu sich ziehen oder die fremde Hand bei der Begrüßung umzudrehen, zeugt von mangelndem Takt und Respekt. Passiert das jedoch aus Versehen, sollte man sich entschuldigen.

Lächeln – die kürzeste Verbindung zweier Menschen
Lächeln Sie mehr als andere, dass bringt Ihnen Sympathiepunkte. Jedoch sollte ein Lächeln immer echt sein. Nur bei einem echten Lächeln lachen nicht nur die Augen mit, sondern das ganze Gesicht. Die Pupillen vergrößern sich. Ein “richtiges” Lächeln ist ein Zeichen der Entspanntheit und Freude. Ist das Lächeln nicht echt, bewegen sich nur die Mundwinkel nach oben, die Augen blicken ernst, die Pupillen vergrößern sich nicht. Das kann ein Zeichen von Angespanntheit oder auch Stress sein. Beobachten Sie mal zum Beispiel auf einer Messe die Menschen. Die meisten lächeln morgens noch natürlich und am Nachmittag eher gezwungen.

Unsere Hände sprechen Bände
Nervosität hat viele Gesichter. Ganz oft beobachte ich, wenn jemand präsentiert und sich die Finger – Zeigefinger an Daumen reibt. Viele Menschen wissen nicht wohin mit den Händen, gerade wenn sie präsentieren sollen. Unser Körper bietet dazu eine schöne Skala: Unterhalb der Gürtellinie ist der Minusbereich. Hier sollte die Gestik nicht stattfinden. Optimal ist der Bauch- und Gürtellinienbereich als neutrale Zone. Beobachten Sie die Moderatoren im Fernsehen. Sie gestikulieren vorwiegend in diesem Bereich. Sie möchte die Menschen einladen? Dann bewegen Sie die Hände im Brustbereich.
Mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf andere Menschen zeigen, ist international eine Beleidigung. Hierzulande ist es ein Zeichen von Aggressivität. Um auf jemanden zu zeigen, ist es höflicher die ganze Hand zu nehmen. Die Handfläche sollte nach oben schauen.
Die Hand in der Hosentasche soll wohl lässig wirken. Hier ist es wichtig, wieder den Menschen in der Situation zu sehen. Denn diese Gestik kann auch ein Zeichen von Langeweile sein. Schaut dabei der Daumen aus der Hosentasche hervor, demonstriert derjenige – bewusst oder unbewusst – seine Macht. Steckt nur der Daumen in der Hosentasche, kann es ein Zeichen von Unsicherheit sein.

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Nicola Schmidt ist Wirkungsverstärkerin und Stilexpertin. Als Imagetrainerin unterstützt sie Fach- und Führungskräfte, die durch eine authentische, eindrucksvolle und wirkungsvolle Präsenz den Grundstein für ihren Erfolg legen möchten. Erfahren Sie, welche Kraft und Chancen in Ausdruck, Umgangsformen und Outfit stecken. Sie überzeugt mit viel Praxisnähe und Begeisterung und setzt Impulse. Gewinnen Sie an Ausstrahlung und optimaler Wirkungspräsenz.

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