Zypries: Gute Rahmenbedingungen für Gründerinnen in Europa schaffen

In den schnell wachsenden innovationsgetriebenen Start-Ups ist der Frauenanteil noch viel kleiner als in normalen Startups

BildDie parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, eröffnete am 8. Oktober 2014 das dritte Gründerinnen-Frühstück in Berlin. Dort diskutieren erfolgreiche Gründungsexpertinnen und Unternehmerinnen zusammen mit der digitalen Botschafterin der Bundesregierung Prof. Dr. Gesche Joost, über das Start-Up Manifest in Europa aus Sicht der deutschen Gründerinnenperspektive. Das Ziel der Tagung ist, ein auf dem heutigen Workshop basierendes Gründerinnen-Manifest zu erarbeiten, welches die notwendigen Rahmenbedingungen für Gründerinnen in Europa und Deutschland skizziert, um deren Gründungsideen umzusetzen und ihnen zu einem gewissen Wachstum zu verhelfen.

Laut Zypries sollen die Vorschläge der Gründerinnen bei einem Gründerinnenfrühstück dem deutschen EU-Kommissar für Digitales, Günther Oettinger, überreicht werden. Der Veranstaltungsort dieses dritten Gründerinnen-Frühstücks ist das BASE Camp in Berlin. Gesche Joost und Brigitte Zypries unterstützen mit der Etablierung des Gründerinnenfrühstücks Frauen dabei, sich in der Gründer- und Digitalszene besser zu vernetzen. Auf diesem Wege sollen außerdem mehr junge Frauen und Mädchen zu einer Gründung motiviert werden.

Hintergrundinformationen

Weibliche Gründerinnen gehören in Deutschland zu einer eher seltenen Spezies. Laut dem Global Entrepreneurship Monitor 2011 ist der Anteil von Frauen bei Gründungen in Deutschland zwar auf einen Höchststand geklettert, doch befinden Sie sich nach wie vor in der Minderheit. Dem Gründungsmonitor der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zur Folge wurde im Jahr 2012 nur eins von drei Unternehmen in Deutschland von einer Frau gegründet, zwei von drei Unternehmen wurden von Männern gegründet.

In den schnell wachsenden innovationsgetriebenen Start-Ups ist der Frauenanteil noch viel kleiner: Der Anteil beträgt laut dem Start-Up Monitor des Bundesverbands Deutscher Start-Ups (BDS) lediglich 13 %. Diese 13 % zeigen sich auch beim Frauenanteil der rund 2500 Personen, die seit dem Jahr 2007 in den Genuss eines Exists- Gründerstipendiums gekommen sind. Diese Stipendien werden vom Bundeswirtschaftsministerium unterhalten und sollen Existenzgründungen aus der Wissenschaft fördern. Trotzdem zeigt sich: Je innovativer ein Unternehmen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses von einem Mann gegründet wurde.

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