Zum Bundesligastart: Wie sicher sind Deutschlands Stadien?

Zum Bundesligastart: Wie sicher sind Deutschlands Stadien?

Liste der 10 größten Fußballstadien in Deutschland (Quelle: Wikipedia)

Berlin, 14.08.2015 – Einem Bericht der FAZ zufolge werden mit der neuen Bundesligasaison weltweit 1 Milliarde Haushalte erreicht. Allein durch den Verkauf von Fernsehrechten im Ausland erwirtschaftete die Deutsche Fußball Liga (DFL) einen Verkaufserlös von 160 Mio. Euro. Auch die Clubs verdienen gut. 2,45 Milliarden Euro Umsatz wurden auf dem Heimatmarkt erwirtschaftet, im weltweiten Vergleich bedeutet das Platz 2 nach der englischen Premier League.

Angesichts dieser Zahlen sollte der deutsche Fußballfan topmoderne und sichere Stadien erwarten können. Vorfälle wie 2005, als in Gurupi / Brasilien eine Tribüne mit mehreren hundert Zuschauern einstürzt, die Zuschauer bis zu dreißig Meter tief fallen und zwanzig Menschen sterben, sind in Deutschland, dem Geburtsland der Ingenieurkunst, bisher undenkbar.

“Weltweit genießen unsere Stadien und Arenen einen exzellenten Ruf. Regelmäßig bestätigen uns internationale Experten, dass die deutschen Fußballstadien absolut führend sind. Dabei heben sie insbesondere die wesentlichen Aspekte Sicherheit und Infrastruktur hervor”, so Holger Hieronymus, stellvertretender Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung im Jahr 2009.

Vor allem durch die Investitionen, die im Rahmen der WM 2006 in Deutschland in Neubau und Modernisierung getätigt wurden, konnte dieses Niveau erreicht werden.

Trotzdem halten laut einer Umfrage von 2014 der DFL nur 68 % der deutschen Bevölkerung die Stadien für sicher. Immerhin ist die WM fast zehn Jahre her, viele der zehn größten deutschen Fußballstadien sind seitdem nicht modernisiert worden. Zuletzt liest man immer wieder von mangelhaften Sicherheitskonzepten bei Massenpaniken, Fangewalt und zuletzt sogar von Schüssen auf einen Mannschaftsbus. Diese Schlagzeilen führen zwangsläufig zu der Frage:

Wie sicher sind die Fans in den Stadien in der neuen Bundesligasaison?

“Egal ob für einen einfachen Industriebau oder ein großes Fußballstadion eines namhaften Vereins – jeder architektonische Entwurf muss sich hinsichtlich seiner Statik schlüssig darstellen lassen. Dafür ist es unabdingbar, akribisch genau zu rechnen, zu planen und umzusetzen. In Deutschland hat die sogenannte Tragwerksplanung eine lange Ingenieurtradition. Die Vorgaben für den Bau und die Instandhaltung der Stadien der deutschen Bundesliga sind zudem streng durch das Stadionhandbuch vom DFB und der DFL geregelt.
Des Weiteren unterliegen Aufträge der tragwerksplanerischen Überprüfung der Richtlinie VDI 6200. Diese Richtlinie wurde aufgrund der Häufung tragischer Bauwerkseinstürze im In- und
Ausland, vor allem vor dem Hintergrund des Einsturzes der Eishalle in Bad Reichenhall, entwickelt. Damals sah der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) den dringenden Bedarf nach einer einheitlichen, relevanten und von Fachkreisen mitgetragenen technischen Regel zur Erhöhung der Sicherheit bei der Errichtung von Bauwerken”, äußert sich Martin Fecke, Geschäftsführer des Dortmunder Standortes der ASSMANN BERATEN + PLANEN GMBH, eine der größten deutschen Ingenieurgesellschaften.
Fecke weiter: “Trotzdem kommt es auch hierzulande zu Fehlern in der Konstruktion. Als 2010 Risse in den Dachmembranen des Daches der Gelsenkirchener Veltins-Arena festgestellt wurden, musste ein kompletter Abschnitt für über 12 Millionen Euro saniert werden. Insbesondere bei den Statikberechnungen für eine Dachkonstruktion sollte nur absolutes Fachpersonal tätig werden. An diesem Ende zu sparen, wäre verheerend und würde Menschenleben gefährden.”

Feckes Unternehmen hat bereits den Bau von mehr als zehn Stadien, darunter die Spielstätte des Zweitligisten Eintracht Braunschweig, das sogenannte “Tivoli Stadion” des Vereins Alemannia Aachen, welches auf Rang 21 der größten Stadien in Deutschland liegt, und das Stadion des Bundesligisten FC Ingolstadt 04 z.B. in der Tragwerksplanung begleitet. Auch im Ausland greift man bereits auf die Dienste der ASSMANN Ingenieure zurück: die NV Arena in St. Pölten (Österreich) oder das Stadion Spartak Moskau (Russland), einem Neubau auf dem Territorium eines Flugplatzes für 42.000 Zuschauer, liegt in den Planungshänden der deutschen Firma.

Es bleibt zu hoffen, dass auch ohne bevorstehende WM rechtzeitig in die großen Stadien der amtierenden Weltmeisternation im Fußball investiert wird, damit auch in Zukunft jedes Jahr im August nur eines in den Herzen der Fußballfans schlägt: Die unbändige Freude auf eine neue Bundesligasaison.

Redaktion BERLINboxx
Ulrike Czekay
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