Wird die vollständige Home-Automatisierung im nächsten Jahrzehnt Realität werden?

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Der Markt für Hausautomatisierung erreichte im Jahr 2020 ein Volumen von über 45 Milliarden Euro weltweit. Die treibende Kraft hinter Smart Home und Automatisierungsprodukten für Verbraucher ist das Internet der Dinge. Das Konzept der Hausautomation beruht dabei auf miteinander verbundenen Geräten, die auf gesammelte große Datenmengen zugreifen, sowie Algorithmen, die Regeln festlegen.

Aktuelle Errungenschaften der Automatisierung

Sie könnten beispielsweise über eine intelligente Umgebung verfügen, in der ein Bewegungsmelder mehrere Aktionen in Gang setzen kann. Eine IP-Kamera kann jemanden erkennen und eine Benachrichtigung senden sowie das Licht automatisch einschalten. Das System kann z.B. auch vertraute Personen oder Familienmitglieder anhand ihrer Smartphone-IP-Adresse erkennen und das Licht in einer bestimmten Farbe dementsprechend einstellen.

Ein intelligentes, automatisiertes System kann darüber hinaus typische Musik abspielen, die Heizung oder Klimaanlage einschalten. Im Vergleich zu der Situation vor 10 oder 15 Jahren gab es bei der Automatisierung und dem Smart Home große Fortschritte. Aber was bringt die Zukunft noch? Werden wir in den nächsten zehn Jahren ein voll automatisiertes Haus haben?

Revolution der IoT-Heimautomation

IoT steht für Geräte mit Sensoren, die mit dem Intenet verbunden sind, um ein Haus, eine Stadt oder andere Systeme intelligenter zu machen. Mobile Geräte verfügen bereits über Herzmonitore, Oximeter und Systeme zum Schlafmonitoring. Wir haben mit den Körperfunktionen begonnen. Solche Sensoren können in mobilen Geräten verbleiben, oder sie könnten in eine intelligente häusliche Umgebung integriert werden.

Sobald Ihr Körper ein zufriedenstellendes Maß an Ruhe erreicht hat, wird der intelligente Assistent alarmiert. Alexa, Siri, oder wie auch immer Ihr Assistent heißt, beginnt die Wecksequenz mit intelligenter Beleuchtung, einem Lieblingslied oder einem anderen bevorzugten Alarm. Die morgendliche Toilettenroutine beginnt mit den Nachrichten auf dem Radiosender, der integrierte Bildschirm bei der Toilette öffnet Ihre Nachrichtenportale, Ihre beliebte Website für Online Roulette, oder den YouTube-Clips vom Joe-Rogan-Podcast von gestern Abend. In der Zwischenzeit öffnen sich intelligente Fenster für frische Luft.

Die Idee ist, dass Systeme die Verhaltensmuster lernen und entsprechende Aktionen ausführen. Intelligente Thermostate wie NetAtmo oder Nest lernen bereits nach wenigen Wochen Ihre Heizgewohnheiten und erstellen ein individuelles Programm. Dies wird sich auf alle Aspekte des Hauses übertragen, von Licht, Temperatur, Fernsehprogrammen und Streaming-Optionen bis hin zur Hausreinigung und zum Kochen. Der Nachfolger des smarten Staubsaugerroboters iRobot kann durch Sensoren ausgelöst werden, die Staub erkennen. Mit angeschlossenen Luftreinigern könnte der Staub dann weiter reduziert werden.

Weitere Fortschritte in der Robotik könnten zur robotergestützten Küchenhilfe führen. Das Schneiden, Reinigen und Kochen mithilfe eines integrierten Rezeptbuchs und intelligentem Herd könnte bald Wirklichkeit werden.

Von Sprachbefehlen zur vollständigen Automatisierung

Das erste iPhone kam 2007 auf den Markt. Heute trägt fast jeder einen leistungsstarken Computer in der Hosentasche mit sich herum. Nehmen wir an, wir übersetzen dies analog auf IoT und Heimautomatisierung. In diesem Fall könnten wir einen Übergang vom Kommandieren von Alexa zum Dimmen des Lichts zu einer intelligenten Hausautomatisierung erleben, welche die Beleuchtung auf der Grundlage von Sensoren und erlerntem Verhalten steuert. Sprinkler im Garten könnten auf der Grundlage der Bodenfeuchtigkeitsdaten aktiviert werden und die Roboter-Mähmaschine könnte automatisch trimmen, wenn das Gras eine bestimmte Höhe erreicht hat.

Fazit

Eine potenzielle Blockade ist die Sicherheit des Smart-Home-Systems. Die Automatisierung stützt sich auf eine große Menge an gesammelten Daten. Somit ist auch der Datenschutz ein wichtiges Thema. Die Kosten für die Umsetzung dürften in den nächsten Jahren dennoch sinken. Die Sensoren sind nicht teuer, aber Geräte und Softwarelösungen, die IoT integrieren, sind in einigen Fällen immer noch kostspielig. Wir bleiben also gespannt, was die nahe Zukunft für unser Zuhause bereithält.

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