Wie stecken wir uns an?

Mit neuesten klinischen Studien haben führende Wissenschaftler ermittelt wo und wie das Ansteckungsrisiko durch das coronavirus am höchsten ist, wenn sie über sehr kleine Flüssigkeitströpfchen, sogenannte Aerosole übertragen werden. Dieser Übertragungsweg ist von dem durch große Tröpfchen deutlich verschieden, was große Unterschiede für die wirksamen Schutzmaßnahmen mit sich bringt. 

 

Das Ziel der Untersuchungen war es Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus genauer zu definieren und somit auch Lockerungen schneller beschließen zu können.

 

Was sind Aerosole überhaupt?

 

Grundsätzlich lässt sich definieren, dass es sich bei Aerosolen um kleinste in der Luft schwebende Teilchen handelt. Dies umfasst Rauch, Nebel, Duftstoffe,  oder eben auch flüssige Schwebeteilchen aus der Atemluft. Diese können sich miteinander vermischen, binden oder miteinander reagieren. Relevant für die Infektionsforschung sind Aerosole, welche durch den Atem in die Luft abgegeben werden. Sichtbar werden letztere für uns nur im Winter bei einem Spaziergang im Kalten, wenn die Atemluft kondensiert. Gelangen diese Teilchen durch eine infizierte Person in die Luft, besteht potentiell ein Ansteckungsrisiko. Menschen, die virentragende Aerosole ausscheiden, werden von Forschern oft als ‘Spreader’ bezeichnet.

 

Die Größe macht den Unterschied

Ein mittelgrosses Aerosolpartikel misst zirka 100 Nanometer respektive 0,0001 Millimeter. Es ist also rund 2000 mal kleiner als das Satzzeichen Punkt in einer gängigen Tageszeitung. Für alle in der Luft schwebenden Stoffe gilt: Sind sie groß und schwer, sinken sie sehr schnell zu Boden, je feiner sie sind, desto länger schweben sie und umso weiter können sie sich verteilen. Viren tragende Aerosole, die größer sind als 10 µm, wie zum Beispiel Wassertröpfchen im Nebel, kommen nur ca. 1-2 Meter weit, da sie sehr schnell zu Boden sinken. Sie sind damit  nur im Nahbereich gefährlich. Aerosole kleiner als 10 µmkönnen stundenlang in der Luft verbleiben und sich deshalb über ganze Räume verteilen.

Welche Erkenntnisse lassen sich hieraus ableiten?

 

Das Ansteckungsrisiko ist auf Grundlage der aktuellen Forschung im Freien am geringsten. Abgesehen vom Nahbereich bis ca. 1.5 Meter, kann man sich im Freien eigentlich nicht anstecken, da sich die kleinen weiter schwebenden Aerosole derartig stark in der Luft verdünnen, das die Virenkonzentration nicht für eine Ansteckung ausreicht. 

Befindet man sich jedoch in Räumen in denen es nur begrenzte Frischluftzufuhr gibt, ist das Ansteckungsrisiko durch feine Aerosole  enorm und steigt stark mit der Dauer des Aufenthalts.

 

Eine Lösung – Raumluft reinigen

 

Somit ist bestätigt, dass konsequentes Lüften das Ansteckungsrisiko drastisch verringert. Allerdings ist dies nicht immer möglich. Gerade in Kleinsträumen, Hochhäusern, klinischen Einrichtungen oder Konferenzräumen mit nicht zu öffnenden Fenstern ist die Möglichkeit eines kompletten Luftaustausches zu gering.

Hier können Filtersysteme helfen, die Partikel wie die  gesundheitsgefährdenden Aerosole aus der Luft entfernen. Allerdings müssen hier die Aerosole zum Filter gelangen, was oft wegen der baulichen Gegebenheiten oft nur eingeschränkt möglich ist.

 

Ein weiter gehender Ansatz ist die Luft mit bioaktiven Substanzen zu reinigen. Dabei wird zum Beispiel HOCl, auch ein körpereigener Stoff der Immunabwehr, als eine Art Schutzatmosphäre in der Raumluft verteilt. Kommen diese Aerosole in Kontakt mit einem Virus, deaktivieren sie diesen. Ähnlich wie der Säureschutzmantel der Haut, welcher permanent unseren Körper schützt.

 

Das Fazit – es gibt einen sicheren Weg in die Zukunft.

 

Viele Maßnahmen, die getroffen wurden, also in Räumen Abstand zu halten, Hygieneregeln einzuhalten oder auch eine hohe Impfrate, haben uns geholfen die Inzidenzzahlen unter Kontrolle zu bringen. Dank der Forschung haben wir nunmehr bessere Erkenntnisse, wie wir technisch gewappnet sein können, um die aktuelle Pandemie schneller zu beenden, vor potentiellen Mutationen oder einer weiteren Ausbreitung geschützt zu sein.

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