Vorurteilsfreie Ernährungserziehung

Vorurteilsfreie Ernährungserziehung

Familiärer Genuss motiviert Kinder

Vorurteilsfreie Ernährungserziehung

Foto: Fotolia / famveldman (No. 5994)

sup.- Ein fatales Vorurteil bei vielen Kindern: Wenn es nicht schmeckt, muss es wohl gesund sein. Diese falsche Einstellung bleibt dann oft bis ins Erwachsenenalter bestehen. Wohlschmeckende Genüsse lösen ein schlechtes Gewissen aus, weil man ihnen unterstellt, ungesund zu sein.

Eltern sollten die Ernährungserziehung nicht zu einer Gesundheitsdebatte über Nährstoffe werden lassen. Erstens ist Ernährung kein isoliertes Thema, sondern Bestandteil des Lebensstils. Der sollte ausgewogen sein. Das heißt, dass auf eine Balance zwischen den aufgenommenen Kalorien und deren Verbrauch durch körperliche Aktivität zu achten ist. Sport treibende Kinder, und das gilt auch für Erwachsene, dürfen mehr essen als solche, die nur ihre Fingerfertigkeit an der Spielkonsole trainieren.

Zweitens ist die Einteilung in angeblich gesunde und ungesunde Lebensmittel der falsche Weg, um die Bereitschaft der Kinder für eine ausgewogene Ernährung zu fördern. Gesundheitsargumente können die meisten Kinder nicht motivieren, mit Freude zu essen. Die Vorlieben für bestimmte Nahrungsmittel und das Essverhalten werden im Gegenteil oft sogar eher negativ beeinflusst. Dr. Thomas Ellrott, der das Institut für Ernährungspsychologie (Universitätsmedizin Göttingen) leitet und sich als Experte für das Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de engagiert, rät zu einem familiären Genuss. Eltern sollten ihre Kinder motivieren, viele Nahrungsmittel zu probieren, ihnen Lust auf abwechslungsreiche Ernährung machen und diese auch selbst mit Genuss vorleben. Das sind die besten Rahmenbedingungen für das erwünschte Beobachtungslernen und das Nachahmen.

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Redaktion Andreas Uebbing

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