Serie über Zukunftstechnologien von Hörsystemen wird fortgesetzt

Ihr-Hörgerät.de veröffentlicht neue Teile der Artikelserie „Reise in die Zukunft“. Die Serie beschäftigt sich mit den aktuellen Forschungsthemen im Bereich der Hörgeräte-Technologie und zeigt die Trends auf.

Die ersten beiden Teile der Serie behandeln die Themen Künstliche Intelligenz und Konnektivität bei Hörgeräten. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können Hörgeräte in Zukunft das Hörerlebnis automatisch an die Bedürfnisse des Hörgeräte-Trägers anpassen. Konnektivität bei Hörgeräten sorgt dafür, dass die Hörsysteme via Bluetooth mit anderen Geräten verbunden und damit ein Teil des Smart Homes werden.

Hörgeräte werden immer kleiner

Neben der technischen Optimierung arbeiten die Forscher am Aussehen von Hörgeräten. Der dritte Teil der Serie zeigt, dass Hörgeräte immer kleiner und unscheinbarer werden. Die Miniaturversionen von Hörgeräten sitzen tief im Gehörgang kurz vor dem Trommelfell. Sie nutzen die Anatomie des Ohres und bieten dadurch ein natürliches Hörerlebnis. Die Mini-Hörgeräte können rund um die Uhr bei allen Alltagsaktivitäten getragen werden. Batterien mit einer langen Lebensdauer versorgen die Hörgeräte mehrere Wochen mit Energie. Ein weiterer Ansatz ist die Hörkontaktlinse. Diese sitzt direkt auf dem Trommelfell. Der Hörgeräte-Lautsprecher wurde mit Mikrosystemtechnik entwickelt. Dadurch leistet die Linse eine hohe Verstärkung und eine gute Klangqualität.

Während Implantate und Hörgeräte kleiner werden, ist die Miniaturisierung von Akkus begrenzt. Daher werden neue Ansätze zur Energiegewinnung erforscht, wie der vierte Teil der Zukunftsserie zeigt. Eine Möglichkeit der Energiegewinnung bieten natürliche Quellen. Hierzu zählen Körperwärme, Muskelbewegungen und elektromagnetische Felder. Für Cochlea Implantate kommt die natürliche Spannungserzeugung im Innenohr als Energiequelle in Frage. Gleichzeitig wird die Energieeffizienz von Hörsystemen erhöht. Sensoren aktivieren bestimmte Funktionen erst, wenn sie benötigt werden. Dadurch wird Energie gespart. Auch die Akkuform trägt zur effizienteren Energieverwertung bei. Für Hinter-dem-Ohr-Hörsysteme gibt es stabförmige Akkus statt der herkömmlichen Knopfzellen. Diese ermöglichen zudem eine schmalere Bauweise der Hörgeräte.

Cochlea-Implantate nahezu unsichtbar

Die Innovationen der Hörsystemtechnik finden auch Einzug in Cochlea-Implantate. Der fünfte Teil der Serie beleuchtet die aktuellen Forschungsthemen im Bereich der Hör-Implantate. Schwerpunkte sind die Miniaturisierung von Cochlea-Implantaten und die Verbesserung der körperlichen Reaktionen auf die Implantate. Die Universitätsklinik Jena implantierte 2017 ein Cochlea-Implantat vollständig, so dass dieses von außen nicht mehr sichtbar war. Damit der Körper das Implantat nicht abstößt, untersuchen Forscher, wie sich das Zellwachstum steuern lässt. Zukünftig soll dies über eine Oberflächenbeschichtung mit Nanopartikeln realisiert werden. Michael Schwaninger, Vorstandsmitglied der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft, begrüßt die Fortschritte in der Forschung. Er erwartet, dass die neuen Technologien die Versorgung von Menschen mit Hörminderung weiter verbessern.

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