Herzrasen, Atemnot, Schwindel und überwältigende Angst: Eine Panikattacke kommt oft aus dem Nichts. Sie verunsichert zutiefst – ist aber verstehbar, erklärbar und behandelbar.
Es kommt ohne Vorwarnung. Das Herz rast plötzlich, als würde es aus der Brust springen. Die Luft wird knapp, die Brust eng, der Schwindel überwältigend. Hände und Füße kribbeln, der Körper zittert, ein Gefühl von Unwirklichkeit breitet sich aus – und darunter eine Angst, die alles überflutet. Die Angst zu sterben. Die Angst, verrückt zu werden. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Eine Panikattacke dauert in der Regel nur wenige Minuten. Aber diese Minuten können sich anfühlen wie eine Ewigkeit – und sie hinterlassen Spuren, die weit über den Moment hinausreichen. Viele Menschen, die zum ersten Mal eine Panikattacke erleben, landen in der Notaufnahme, überzeugt, einen Herzinfarkt zu erleiden. Wenn alle körperlichen Befunde unauffällig sind, folgt oft eine tiefe Verunsicherung: Was war das? Warum passiert mir das? Und vor allem: Wann passiert es wieder? Panikattacken Therapie Wien beginnt genau mit diesen Fragen – und mit der Erkenntnis, dass Panik verstehbar, erklärbar und behandelbar ist.
Was bei einer Panikattacke im Körper passiert
Eine Panikattacke ist keine Einbildung. Sie ist eine reale, messbare körperliche Reaktion – ausgelöst durch das Gehirn, aber im gesamten Körper spürbar. Um sie zu verstehen, hilft ein Blick auf das Nervensystem.
Das autonome Nervensystem reguliert alle körperlichen Prozesse, die nicht bewusst gesteuert werden: Herzschlag, Atmung, Verdauung, Schweißproduktion. Es besteht aus zwei gegensätzlichen Anteilen – dem Sympathikus, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, und dem Parasympathikus, der Ruhe und Erholung ermöglicht. Im Alltag wechseln sich beide ab. Bei einer Panikattacke übernimmt der Sympathikus schlagartig das Kommando.
Der Fehlalarm des Nervensystems
Die Amygdala – das Alarmzentrum des Gehirns – bewertet eine Situation als lebensbedrohlich und löst die klassische Kampf-oder-Flucht-Reaktion aus. Adrenalin wird ausgeschüttet, der Herzschlag beschleunigt sich, die Atmung wird schneller und flacher, Muskeln spannen sich an, die Durchblutung der Extremitäten verändert sich. All das ist sinnvoll, wenn tatsächlich eine Gefahr droht. Das Problem bei der Panikattacke: Es gibt keine reale Bedrohung. Der Alarm ist falsch – aber das Nervensystem weiß das nicht. Es reagiert auf ein inneres Signal mit der ganzen Kraft einer lebensrettenden Notfallreaktion.
Die körperlichen Symptome sind also keine Einbildung, sondern die direkte Folge dieser Alarmreaktion. Das Herzrasen entsteht durch Adrenalinausschüttung. Die Atemnot ist oft eine Hyperventilation – zu schnelles, zu flaches Atmen, das den CO?-Spiegel im Blut senkt und Kribbeln, Schwindel und Taubheitsgefühle erzeugt. Das Gefühl der Unwirklichkeit, die sogenannte Derealisation oder Depersonalisation, ist ebenfalls eine bekannte Folge von Hyperventilation und Stressreaktion.
Der Teufelskreis der Panik
Was eine einmalige Panikattacke zur Panikstörung macht, ist nicht die Attacke selbst – sondern die Reaktion darauf. Der entscheidende Mechanismus ist die Angst vor der Angst.
Nach einer Panikattacke richtet sich die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper. Jedes Herzstolpern, jede Kurzatmigkeit, jedes Kribbeln wird argwöhnisch beobachtet – könnte das der Beginn der nächsten Attacke sein? Diese erhöhte Aufmerksamkeit erzeugt Anspannung. Anspannung erzeugt körperliche Symptome. Die körperlichen Symptome werden als Bedrohung interpretiert. Die Bedrohungsinterpretation löst Angst aus. Die Angst steigert die Körpersymptome. Und schon ist der Teufelskreis in Gang.
Hilfe bei Panikattacken Wien setzt an genau diesem Kreislauf an – nicht durch Vermeidung, sondern durch Verständnis und schrittweise Exposition.
Panikstörung und Agoraphobie
Wenn Panikattacken wiederholt auftreten und die Angst vor weiteren Attacken das Verhalten zu bestimmen beginnt, spricht man von einer Panikstörung. Viele Betroffene entwickeln zusätzlich eine Agoraphobie – die Angst vor Situationen, aus denen eine Flucht schwierig oder peinlich wäre, oder in denen Hilfe nicht schnell erreichbar wäre. Typische Vermeidungssituationen sind:
– Öffentliche Verkehrsmittel, besonders U-Bahn und Zug
– Menschenmengen, Einkaufszentren, Warteschlangen
– Weite Plätze oder das freie Gelände ohne Rückzugsmöglichkeit
– Situationen, in denen man nicht sofort fliehen kann: Kino, Restaurant, Konzerte
– Autofahren, besonders auf Autobahnen oder in Tunneln
– Allein sein, aus Angst, im Notfall keine Hilfe zu bekommen
Mit zunehmender Vermeidung schrumpft der Lebensraum. Was als gelegentliche Panikattacke begann, kann dazu führen, dass Betroffene kaum noch das Haus verlassen. Diese Einschränkung erzeugt Isolation, Scham und oft eine begleitende Depression. Depression Therapie Wien und Panikstörung Behandlung Wien greifen in solchen Fällen eng ineinander.
Was Panikattacken auslöst – und was sie aufrechterhält
Panikattacken entstehen nicht aus dem Nichts, auch wenn sie sich so anfühlen. Häufige Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren sind chronischer Stress und Überforderung, die das Nervensystem dauerhaft sensibilisieren. Schlafmangel senkt die Reizschwelle erheblich. Koffein und bestimmte Substanzen können die Alarmbereitschaft des Nervensystems erhöhen. Körperliche Empfindungen wie Herzrasen durch Sport oder Erschöpfung werden als bedrohlich fehlinterpretiert. Und nicht zuletzt spielen tiefere psychische Faktoren eine Rolle: unverarbeitete Belastungen, unterdrückte Emotionen oder existenzielle Unsicherheiten.
Die existenzanalytische Perspektive auf Panik
Aus der Sicht der Existenzanalyse nach Alfried Längle ist Panik oft ein Ausdruck einer erschütterten ersten Grundmotivation: „Kann ich in dieser Welt sein?“ Der Körper reagiert auf eine fundamentale Unsicherheit, die sich nicht in Worte fassen lässt. Menschen, die unter Panikattacken leiden, tragen oft ein tiefes, diffuses Gefühl der Bedrohung in sich – das Gefühl, dass die Welt unzuverlässig ist, dass sie keinen sicheren Platz darin haben und dass sie im Ernstfall allein sind.
Die Panikattacke ist dann nicht der eigentliche Kern des Problems, sondern das sichtbare Symptom einer tieferen existenziellen Verunsicherung. Hilfe bei Angststörung Wien, die nur auf die Symptome zielt, ohne diese Tiefe zu berühren, bringt oft nur kurzfristige Erleichterung. Die Logotherapie Wien und die existenzanalytische Psychotherapie gehen einen Schritt weiter und fragen: Was erschüttert diesen Menschen in seinem Fundament? Was würde ihm helfen, wieder Halt zu finden?
Was in der Therapie bei Panikattacken wirkt
Panikstörungen gehören zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Mit der richtigen Unterstützung erholen sich die meisten Betroffenen vollständig – auch nach Jahren des Leidens.
Psychoedukation: Panik verstehen
Der erste und oft bereits wirksamste Schritt in der Panikattacken Therapie Wien ist Verstehen. Wenn Betroffene begreifen, was bei einer Panikattacke körperlich passiert, verliert sie einen Teil ihrer Bedrohlichkeit. Das Herzrasen ist kein Herzinfarkt. Die Atemnot ist keine echte Erstickungsgefahr. Das Kribbeln ist eine Folge von Hyperventilation. Dieses Wissen macht die Symptome nicht angenehm – aber es macht sie weniger beängstigend. Und weniger Angst vor den Symptomen bedeutet weniger Symptome.
Atemtechniken und Körperarbeit
Da Hyperventilation einen erheblichen Anteil der Paniksymptome verursacht, ist die Arbeit mit der Atmung ein zentrales therapeutisches Mittel. Tiefe, langsame Bauchatmung aktiviert den Parasympathikus und signalisiert dem Nervensystem: Es ist sicher. Diese Technik lässt sich erlernen und trainieren – und sie wirkt, wenn sie geübt wurde, auch mitten in einer Panikattacke. In der Stressbewältigung Wien ist Atemarbeit ein grundlegendes Instrument.
Kognitive Umstrukturierung
Panikattacken werden durch katastrophisierende Gedanken verstärkt: „Ich sterbe“, „Ich werde verrückt“, „Ich verliere die Kontrolle.“ Diese Gedanken sind falsch – aber das Nervensystem glaubt ihnen. In der Gesprächstherapie Wien wird daran gearbeitet, diese automatischen Bewertungen zu erkennen, zu hinterfragen und durch realistischere Interpretationen zu ersetzen. „Mein Herz rast – das ist unangenehm, aber nicht gefährlich“ ist keine Verdrängung, sondern eine korrektere Einschätzung der Situation.
Exposition: Der mutige Schritt zurück ins Leben
Das Wirksamste gegen Vermeidung ist Konfrontation. In der Angststörung Therapie Wien erfolgt die Exposition schrittweise und geplant: Betroffene nähern sich den gemiedenen Situationen graduell an, beginnend mit weniger beängstigenden Situationen und langsam steigernd. Jede bewältigte Situation zeigt dem Nervensystem: Diese Situation ist sicher. Ich kann das aushalten. Diese Erfahrung ist nachhaltiger als jede Erklärung.
Die existenzielle Arbeit
Ergänzend zur symptomorientierten Arbeit steht in der existenzanalytischen Psychotherapie die tiefere Frage im Mittelpunkt: Was erschüttert diesen Menschen in seinem Grundvertrauen? Wo fehlt der Halt? Was würde helfen, wieder einen sicheren Platz in der Welt zu finden? Diese Fragen führen oft zu bedeutsamen Einsichten – und zu Veränderungen, die weit über die Panikattacken hinausgehen.
Panikattacken sind kein Schicksal
Wer unter Panikattacken leidet, entwickelt oft eine tiefe Überzeugung, dass das Leben so bleiben wird – eingeschränkt, ängstlich, unberechenbar. Diese Überzeugung ist falsch. Panikstörungen sind behandelbar, auch wenn sie seit Jahren bestehen, auch wenn sie das Leben stark eingeschränkt haben, auch wenn bisherige Versuche, sie zu überwinden, gescheitert sind.
In der Praxis für Existenzanalyse und Logotherapie in der Kalvarienberggasse 57/18 in Wien Hernals werden Menschen begleitet, die gelernt haben, ihr Leben um die Panik herum zu organisieren – und die bereit sind, dieses Muster zu verändern. Bernd Thell verbindet in seiner Arbeit bewährte Methoden der Angstbehandlung mit dem existenzanalytischen Blick auf das, was dem Leben Halt gibt. Das erste Gespräch ist kostenlos und kann auch per Videokonferenz stattfinden – ein erster Schritt, der keine Überwindung einer U-Bahnfahrt erfordert.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Psychotherapeut Dipl. Päd. Bernd Thell
Herr Bernd Thell
Kalvarienberggasse 57
1170 Wien
Österreich
fon ..: +4369913677500
web ..: https://www.existenzanalyse-wien.at/
email : pr@bernd-thell-existenzanalyse.at
Dipl. Päd. Bernd Thell ist Experte für Existenzanalysen und Psychotherapie in 1170 Wien. Zu seinen Fachgebieten zählt die Psychotherapie, Existenzanalyse und Logotherapie.
Pressekontakt:
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