Nur wer sich einmischt, kann etwas verändern

Nur wer sich einmischt, kann etwas verändern

Neue Wissensplattform #DeinRatzählt vermittelt Praxis-Wissen rund um Kommunalpolitik, politische Teilhabe und lokale Behindertenpolitik.

Nur wer sich einmischt, kann etwas verändern

Noch gibt es in der Kommunalpolitik wenig aktive Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Dabei ist es so wichtig, dass sie als Expert*innen in eigener Sache mitdenken, mitreden, mitentscheiden und ihre Perspektiven in die Politik einbringen. Viele wissen aber gar nicht, dass sie sich beteiligen können oder wie. #DeinRatzählt will das ändern. Die neue Online-Wissens-Plattform des Projekts „Politische Partizipation Passgenau!“ der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW e. V. und der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW steht für Praxis-Wissen rund um Kommunalpolitik, politische Teilhabe und lokale Behindertenpolitik, vornehmlich in Nordrhein-Westfalen.

„Wir sind überzeugt, dass nur eine vielfältige Kommunalpolitik auch eine Politik ist, die für alle Menschen da ist“, sagt Christina Baum vom Redaktionsteam #DeinRatzählt. Ihre Kollegin, Johanna Hülskamp, ergänzt: „Unser Ziel ist es, lokale Behindertenpolitik und Kommunalpolitik zusammenzubringen und aufzuzeigen, wie jede*r selbst etwas im eigenen Wohnort bewegen kann.“

Information und Erfahrungen

Die Webseite bietet vielfältige Informationen von „Was ist eigentlich Kommunalpolitik?“ über „Was macht ein Behindertenbeirat?“ bis „Wie gründe ich eine Interessensvertretung?“. Darüber hinaus gibt es aktuelle Nachrichten, Berichte, Reportagen, Interviews und Erfahrungsberichte von und über Menschen, die sich in der Kommunalpolitik bereits engagieren oder es demnächst wollen. „Darüber hinaus freuen wir uns über alle, die aktiv unsere Plattform mitgestalten wollen. Die zum Beispiel Interessantes in Sachen Behinderten- und Kommunalpolitik aus ihrem Wohnort berichten können oder sich einfach mit Fragen an uns wenden, die wir wiederum auf unseren Seiten aufgreifen können“, so Christina Baum.

Abgerundet wird das Internet-Angebot durch umfangreiche Social-Media-Aktivitäten auf Facebook (@DeinRatZaehlt) und Instagram (@dein_rat_zaehlt). Geplant ist zudem ein monatlicher Newsletter rund um das Thema „Politische Teilhabe im kommunalen Raum“. „Wir wollen mit interessanten und spannenden Inhalten und auf diversen Kanälen möglichst viele Menschen und Zielgruppen erreichen“, erklärt Michael Kalthoff-Mahnke vom Redaktionsteam. Der Titel von Plattform und Social Media-Aktivitäten #DeinRatzählt ist somit Programm. „Wir setzen bei der Vermittlung auf die vielfältigen Erfahrungen von bereits Aktiven“, so Kalthoff-Mahnke. So könne man aus guten Beispielen lernen. Aber auch Defizite und Mängel sollen nicht verschwiegen werden. „Wir wollen aber nicht anklagen, sondern im Idealfall Impulse geben, wie man etwas besser machen kann.“

Politische Partizipation Passgenau!
Das Projekt „Politische Partizipation Passgenau!“ unterstützt NRW-Kommunen dabei, Wege und Lösungen zu finden, wie politische Partizipation in der Kommunalpolitik im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ermöglicht werden kann. Dabei steht der enge Austausch aller Beteiligten im Fokus. Vertreter*innen aus der örtlichen Selbsthilfe, Politik und Verwaltung ermitteln gemeinsam die jeweiligen Bedarfe und formulieren Handlungsschritte. Trägerin des Projekts ist die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW e. V. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) unterstützt das Projekt finanziell.

Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL.NRW)
Das Land Nordrhein-Westfalen hat Anfang 2016 sechs Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) eingerichtet. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen behinderter Menschen in Nordrhein-Westfalen. Die KSL sind ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Sie sammeln die Erfahrungen behinderter Menschen und fördern Selbstbestimmtes Leben in ganz NRW. Die KSL.NRW werden unterstützt vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales (MAGS) und vom Europäischen Sozialfonds ESF.

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