Letzter Teilbetrieb der GOAB erfolgreich gerettet

naviduo gemeinnützige GmbH übernimmt Garten- und Landschaftsbau

Der Bereich Garten-und Landschaftsbau der Gemeinnützigen Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH (GOAB) ist gerettet: Die naviduo gemeinnützige GmbH übernimmt die Sparte und alle Mitarbeiter. Somit wurde auch für den letzten verbliebenen Teilbereich der insolventen GOAB eine positive Zukunftslösung gefunden.

Im Garten- und Landschaftsbau arbeiten drei festangestellte Mitarbeiter, ein befristeter Arbeitnehmer und 23 AGH-Kräfte, also arbeitsuchende Menschen, die über diese Gelegenheit wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen. “Wir freuen uns sehr, den betroffenen GOAB-Mitarbeitern bei naviduo einen sicheren und guten Arbeitsplatz geben zu können. Offenbach bleibt so eine wichtige soziale Einrichtung erhalten”, sagt Manuela Heinze, Geschäftsführerin der gemeinnützigen naviduo GmbH. Karl-Heinz M. Sohn, ebenfalls naviduo-Geschäftsführer ergänzt: “Wir verstehen uns als sozialer Dienstleister und sind als solcher bereits in mehreren sozialen Bereichen aktiv. Die neuen Kolleginnen und Kollegen aus dem Garten- und Landschaftsbau geben naviduo inhaltlich sowie für zukünftig weiteres Engagement im Raum Offenbach neue Perspektiven, über die wir uns sehr freuen.”

Der Verkauf des Garten- und Landschaftsbaus ist der erfolgreiche Schlusspunkt des Sanierungsprozesses der unterschiedlichen GOAB-Betriebsteile innerhalb des Insolvenzverfahrens. Mit dem Ergebnis ist der Offenbacher Sozialdezernent Dr. Felix Schwenke hoch zufrieden: “Sanierungsexpertin Petra Heidenfelder hat unglaublich engagiert für die Mitarbeiter der GOAB gekämpft. Das zahlt sich sehr positiv für Offenbach aus.” Fast alle der ursprünglich 210 GOAB-Mitarbeiter konnten mit der Übergabe der GOAB-Betriebsteile an neue Eigentümer übernommen werden. Rund ein Drittel der 29 Mitarbeiter, die in eine Transfergesellschaft gewechselt sind, konnte bereits in neue Jobs vermittelt werden.

Das Recyclingzentrum ging mit allen 31 Mitarbeitern an die Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH ESO. Die Ausbildungswerkstatt mit acht Mitarbeitern und 55 Auszubildenden ging an den neu gegründeten Verein VTBO und auch der Wohnservice wurde erfolgreich verkauft. Die Projekte rund um die Eingliederung junger Mütter zurück ins Berufsleben, die Vermittlung jugendlicher Männer in Pflegeberufe sowie die Schwerbehindertenvermittlung wurden an andere soziale Einrichtungen übertragen.

Insolvenzverwalterin Petra Heidenfelder sieht zwei wesentliche Gründe für den Erfolg des Insolvenzverfahrens: “Zum Einen ist klar der rechtzeitige Insolvenzantrag der GOAB im September 2013 zu benennen. So war noch ausreichend Zeit und Substanz für die Sanierung. Hinzu kam die konstruktive Zusammenarbeit von Geschäftsführung, Betriebsrat sowie den Vertretern der Stadt Offenbach rund um Dr. Felix Schwenke. Für ihre Loyalität gilt großer Dank auch den Auftraggebern MainArbeit unter Führung von Dr. Matthias Schulze-Böing und Thomas Iser von der Bundesagentur für Arbeit.”

Die GOAB engagierte sich über viele Jahre für sozial benachteiligte Menschen in der Region Offenbach. “Als Name wird die GOAB nicht mehr zu sehen sein. Aber wichtig ist doch etwas anderes: Die Anlaufstellen für Ausbildung und Arbeit bleiben und sozial Benachteiligte haben dank der erfolgreichen Arbeit von Petra Heidenfelder auch weiterhin eine sichere Perspektive in Offenbach”, freut sich Dr. Felix Schwenke.

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