Karies: Was ist das eigentlich?

Karies entsteht durch den Stoffwechsel bestimmter, krankmachender Bakterien, die sich im Zahnbelag ansiedeln können.

Zahnbelag bildet sich täglich neu und wenn die Mundhygiene nicht ausreicht, wandeln Karies-Bakterien insbesondere Zucker aus Speisen und Getränken in zahnschädigende Säuren um. Langfristig kann durch diese Säureeinwirkung ein Defekt an der Zahnoberfläche, also eine Karies, entstehen.

In unserem Mundraum leben mehrere hundert verschiedene Bakterienarten. Während die meisten harmlos und für den Menschen sogar lebenswichtig sind, können bestimmte Bakterien Ursache für Krankheiten wie z.B. Karies sein.

Zahnbelag erhöht das Risiko für Karies
„Nach dem Zähneputzen bildet sich auf dem Zahnschmelz zunächst ein dünner Film aus verschiedenen Eiweißen des Speichels, die sogenannte Pellikel“, erklärt Prof. Dr. Elmar Hellwig, Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Freiburg. „Der Film schützt den Zahnschmelz vor Säuren und Abrieb. Speichel enthält zudem wichtige Mineralien, die sich in den Zahnschmelz einlagern können. Fluorid aus Zahnpasta verstärkt diesen vor Karies schützenden Effekt zusätzlich.“ Erst ist die den Zahnschmelz schützende Schicht bakterienfrei. Mit der Zeit heften sich jedoch Bakterien aus dem Mundraum an den Film an. Werden die Zähne durch unzureichende Mundhygiene nicht ausreichend gesäubert, kann sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein Biofilm aus Nahrungsresten und verschiedenen Bakterien auf den Zähnen, am Zahnfleischrand und im Zahnzwischenraum bilden. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt spricht bei diesem bakteriellen Biofilm von einer ausgereiften Plaque. In dieser Plaque können sich auch Karies-Bakterien befinden.

Karies-Bakterien: Säuren entkalken die Zahnsubstanz
Bei häufigem Verzehr zuckerhaltiger Nahrungsmittel vermehren sich die Karies auslösenden Bakterien verstärkt. Sie wandeln insbesondere Zucker aus der Nahrung in zahnschädigende Säuren um. Die Säuren lösen Mineralien aus dem Zahnschmelz und entkalken ihn. Dadurch entstehen weiße Flecken (white spots) als Zeichen einer beginnenden Karies auf der Zahnoberfläche. Gleichzeitig sinkt durch die Säuren der pH-Wert. Im sauren Umfeld verdrängen die Karies-Bakterien zunehmend die für den Menschen nützlichen Bakterien. Für Karies-Bakterien sind die Wachstumsbedingungen hingegen ideal. Sie vermehren sich weiter. Zuckerreiche Ernährung fördert das Wachstum von krankmachenden Bakterien zusätzlich und beschleunigt die Entkalkung von Zahnschmelz und anderer Zahnsubstanz. Nach längerer Zeit kann ein Loch im Zahn entstehen. In der zahnmedizinischen Fachsprache heißt dies Kavität. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt kann die Karies mit einem Spiegel oder einer Sonde bzw. auf einem Röntgenbild erkennen und eine Behandlung durchführen.

Ohne Behandlung droht bei Karies Zahnverlust
Unbehandelt können die Karies-Bakterien vom Zahnschmelz immer weiter in das Innere des Zahns vordringen. Eine Röntgenaufnahme macht die Karies sichtbar. Ist auch das Zahnbein, in der Fachsprache Dentin genannt, von Karies betroffen, reizt dies die empfindlichen Nervenzellen im Zahnmark. So entstehen gelegentliche oder dauerhafte Zahnschmerzen – vor allem bei Heißem, Kaltem oder Süßem. Dringen die Karies-Bakterien über das Dentin hinaus sogar bis in den Zahnnerv vor, kann sich dieser entzünden. Greift die Entzündung über die Wurzelspitze bis in den Kieferknochen und das umliegende Gewebe über, kann sich eine schmerzhafte geschwollene „dicke Backe“ mit Eiteransammlung (Abszess) zeigen. Eine Wurzelbehandlung und eine Öffnung der Schwellung sind dann notwendig. Ohne Behandlung kann im schlimmsten Fall der Verlust des Zahns drohen.

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