Institutionalisierung des Friedens als Kultur kollektiven Handelns

Institutionalisierung des Friedens als Kultur kollektiven Handelns

Um den jüngsten Bedrohungen von Leben und Stabilität durch Kriege und Konflikte gegenüber zu treten, fand am 25. Mai 2022 die „9. Jahresgedenkfeier zur Erklärung des Weltfriedens“ von HWPL im Rahmen einer Online-Veranstaltung statt. Mit 3.000 Teilnehmern aus Politik, Religion, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft, wurden unter dem Thema “Institutionalisierung des Friedens: Verwirklichung des kollektiven Willens zum Frieden” die Fortschritte der internationalen Zusammenarbeit zur Verwirklichung eines nachhaltigen, rechtlich gesicherten Friedens beleuchtet.

Die Erklärung des Weltfriedens wurde im Jahr 2013 von dem Veranstalter “Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light” (HWPL) ausgerufen und umfasst die Unterstützung nationaler Führungspersönlichkeiten, das Engagement von Frauen und Jugendlichen, die Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft sowie die expandierende  Medienberichterstattung für und über den Frieden. Später wurde sie zur „Deklaration des Friedens und zur Beendigung der Kriege“ (Declaration of Peace and Cessation of War, DPCW) weiterentwickelt, um internationale Rechtsinstrumente für den globalen Frieden zu schaffen.

Young Min Chung, der Generaldirektor der International Peace Youth Group (IPYG), einer HWPL zugehörigen Gruppe, sagte in seinem Fortschrittsbericht: “730.000 Bürger aus 176 Ländern haben in den letzten neun Jahren zur Unterstützung der DPCW unterschrieben, und konnten ihre Meinung somit auf die unmittelbarste Weise zum Ausdruck bringen. Seit kurzem führt die IPYG den Youth Empowerment Peace Workshop (YEPW) durch, bei dem Themen wie Bildung, Menschenrechte und Konflikte diskutiert und gemeinsame Aktionen sowie politische Vorschläge umgesetzt werden.”

Die 10 Artikel und 38 Klauseln des DPCW umfassen ‚die Prävention und Beilegung von Konflikten‘, ‚die schrittweise Reduzierung des Kriegspotenzials und die Umwandlung von Waffen in alltägliche Werkzeuge‘, ‚die Berücksichtigung und Beilegung von Konflikten verursacht durch Religion und ethnische Identität‘ sowie ‚die Verbreitung einer Kultur des Friedens‘. Die Erklärung ist darauf ausgerichtet, Staaten, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und einzelne Bürgerinnen und Bürger dahingehend zu bewegen, sich für eine friedliche Welt einzusetzen.

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit bei der Friedenskonsolidierung appellierte der Vorsitzende von HWPL, Man Hee Lee, an die Teilnehmer, sich als “Friedensboten” zu vereinen, “um zukünftigen Generationen Freiheit und Frieden zu bringen”. “Dieses Mal ist (Russland) in die Ukraine eingefallen und hat den Krieg begonnen. Aus diesem Grund fordern HWPL und die Familien des Friedens seit langer Zeit die Schaffung eines internationalen Rechts, um Kriegspotentiale zu verhindern. Also haben wir weltweit Experten für internationales Recht versammelt … und die Erklärung mit 10 Artikeln und 38 Klauseln verfasst.”

Als Beispiel von Friedensaktivitäten zur Lösung von Konflikten in Indien, wurden „MOUs“ zwischen religiösen Führern unterzeichnet, um eine weiterführende Zusammenarbeit zum gegenseitigen Verständnis zwischen den Religionen auf Grundlage eines religiösen Schriftenvergleichs zu ermöglichen. Insbesondere die Partnerschaft zwischen HWPL und der „Internationalen Organisation für Religion und Wissen“ in Lampur führte zur Errichtung eines Friedensdenkmals, um den Bürgern vor Ort die Werte des Friedens zu vermitteln.

Auch die Beteiligung von Pädagogen an friedensbezogenen Aktivitäten wurde auf der Veranstaltung thematisiert. Die Lehrmethodik mit dem Einsatz von Metaversen, wurde als Plattform für eine virtuelle Welt demonstriert, in der SchülerInnen Frieden erleben können, indem sie Inhalte über den Frieden sowie verschiedene Friedensaktivitäten lesen und beobachten können, wie sie in vielen Teilen der Welt durchgeführt werden.

Einer der teilnehmenden Studenten sagte: “Ich habe gelernt, dass wir ein internationales Gesetz brauchen, um Frieden zu erreichen. Wir brauchen ein Gesetz, das Frieden schaffen kann. Es ist wichtig, dass die Menschen sich an das Gesetz halten, und wenn alle Menschen Bürger des Friedens werden, würden wir das Gesetz nicht einmal mehr benötigen.”

Supalak Ganjanakhundee, Gastprofessor am Pridi Banomyong International College der Thammasat Universität und ehemaliger Chefredakteur der thailändischen Zeitung The Nation, sagte in seinem Bericht über die Veranstaltung, dass die Grundlage des Friedens eng mit der Demokratie verbunden ist, die als offener Raum für die Beteiligung der Zivilgesellschaft am Friedensprozess dient. Mit Blick auf den gegenwärtigen Stillstand des Friedensprozesses in Südthailand sagte er: “In jedem Friedensprozess, der zu einem dauerhaften Frieden führen soll, muss das Problem an der Wurzel gepackt werden und entlang der Demokratisierung unter intensiver Beteiligung der Zivilgesellschaft geführt werden, und nicht nur seitens der Interessenvertreter.“

HWPL hat die globale Zusammenarbeit für den Frieden sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene entwickelt, indem sie die Unterstützung internationaler Organisationen für die DPCW gewonnen hat und Hand in Hand an der Stärkung internationaler Normen zur Verwirklichung des Friedens arbeitet. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen hat die HWPL Aktivitäten für das öffentliche Gemeinwohl durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Frieden Wurzeln schlägt.

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