Hotelstandort Berlin: Platz 3 in der European Champions League

(ddp direct) Die Positionierung der deutschen Bundeshauptstadt als Reisedestination trägt Früchte: 22,4 Millionen Übernachtungen konnten die Berliner Hoteliers im vergangenen Jahr verbuchen. Das sind 170% mehr als 1998. Berlin hat sich deutlich besser entwickelt als die übrigen europäischen Top-Metropolen. So belegt die Bundeshauptstadt inzwischen hinter London (51,6 Mio. ÜN) und Paris (36,9 ÜN) den dritten Platz und befindet sich damit noch vor Rom (22 Mio. ÜN), Madrid (16,4 Mio. ÜN), Wien (11,4 Mio. ÜN) und Amsterdam (9,7 Mio. ÜN). Berlin ist somit endgültig in die Champions League der europäischen Top-Reisedestinationen aufgerückt. Gleichwohl hinkt die durchschnittliche Zimmerauslastung im internationalen Vergleich hinterher, auch bei den Logiserlösen gelingt es den Hoteliers in Berlin nicht, zu Rom, Amsterdam oder Wien aufzuschließen. Ursächlich dafür ist u.a. der hohe Wettbewerbsdruck, der durch das wachsende Marktsegment der so genannten Grauhotellerie zusätzlich an Dynamik gewinnt. Das geht aus einer aktuellen Langzeitanalyse der Frankfurter HOTOUR Hotel Consulting GmbH zum Hotelmarkt Berlin hervor.

Der erhebliche Anstieg der Übernachtungsnachfrage ist eng verbunden mit der seit der Wiedervereinigung kontinuierlichen Ausweitung des Angebotes, erläutert HOTOUR-Consultant Philipp Linder. Eine Vielzahl an verfügbaren, preisgünstigen und großen innerstädtischen Grundstücken sowie die vergleichsweise geringe Büronachfrage hat die Realisierung von Hotelprojekten begünstigt in Teilen sogar erst ermöglicht. 2011 wurden in Berlin mit knapp 124.000 Betten in rd. 770 Betrieben so viel angeboten wie noch nie. Doch wo Licht, da ist auch Schatten: Im internationalen Vergleich ist die Performance der Berliner Hotels etwas schwächer, sagt Linder. Mit einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von knapp unter 70% befinden sich die führenden Hotels in der deutschen Hauptstadt immer noch im Mittelfeld europäischer Großstädte. Beim durchschnittlichen Netto-Zimmererlös (ARR) liegt Berlin mit unter 90,- deutlich hinter Städten wie Rom (ARR < 140,- ), Amsterdam (ARR < 130,- ) oder Wien (ARR < 95,- ) sowie den Spitzenreitern Paris (ARR < 230,- ) und London (ARR < 150,- ).

Viel Hauptstadt für wenig Geld

Berlin profitiert touristisch seit Jahren vom Boom der Low Cost Carrier. Ganz gleich ob Air Berlin, Germanwings oder Easy Jet, Berlin ist heute von fast überall in Europa zum günstigen Tarif erreichbar, so der HOTOUR-Consultant.

Und darauf haben sich auch die Hoteliers eingestellt: So wird das vielfältige Angebot durch nationale und internationale Budget-Marken wie IBIS, Motel One oder Meininger geprägt, die mittlerweile mit zumeist mehreren Häusern flächendeckend in Berlin vertreten sind. Mit der Kombination aus Low Cost Flug, modernen Budgethotels und vergleichsweise geringen Nebenkosten sticht Berlin die übrigen europäischen Metropolen im Kampf um Städtetouristen aus, heißt es dazu in der HOTOUR-Analyse.

Wachstumssegment Grauhotellerie

Der Berliner Hotelmarkt hat aufgeholt. Und mit jedem neuen Hotel steigt der Wettbewerbsdruck. Hinzukommt, dass die Situation durch das Betten-Angebot privater Anbieter zusätzlich erschwert wird. Die in Branchenkreisen so genannte Grauhotellerie ist auch in Berlin auf dem Vormarsch, sagt Philipp Linder. Die zu Ferienwohnungen umgenutzten Mietwohnungen erfreuen sich vor allem bei preissensiblen Gästen einer wachsenden Beliebtheit. Über zahlreiche Online-Portale lassen sich inzwischen mehrere Tausend Wohnungen in Szenebezirken und nahe von Sehenswürdigkeiten anmieten, weiß Linder. Offizielle Statistiken dazu gebe es jedoch nicht, der Markt gelte als intransparent. Schätzungen zufolge soll das Gästepotential bei über 3 Millionen liegen.
Bereits heute entfallen 8% aller Übernachtungen in Deutschland auf die Bundeshauptstadt – Tendenz steigend. Berlin bleibt ein Wachstumsmarkt und ist nicht nur für Kettenbetrieb von Interesse, sondern bietet auch pfiffigen Individualhotels und smarten, kleineren Hotelgesellschaften Chancen, so das Fazit der HOTOUR-Analyse.

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