HanseWerk: Bundesverkehrsministerium fördert Wasserstofftankstelle für Schwerlastverkehr in Neumünster

Tochter der HanseWerk-Beteiligung Hypion erhält Förderbescheid über 4,9 Mio. Euro

BildZur Beschaffung einer öffentlich-zugänglichen Wasserstofftankstelle für Nutzfahrzeuge erhält die Betreibergesellschaft Hypion Motion Neumünster GmbH & Co. KG, an der auch HanseWerk beteiligt ist, eine Zuwendung aus dem “Klima- und Transformationsfonds” des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) in Höhe von 4,9 Mio. Euro.

Ziel des Vorhabens, das im Januar 2022 in der 2. Phase des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP-11) beantragt wurde, ist es, einen Beitrag zur Marktaktivierung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Verkehrssektor zu liefern.

Unter der Federführung der Hypion GmbH, an der die HanseWerk AG beteiligt ist, und in enger Zusammenarbeit mit der Logistik Initiative Schleswig-Holstein e. V. wird ein H2-Hub in Neumünster (Schleswig-Holstein) aufgebaut. Namhafte Unternehmen aus Handel, Bauwirtschaft und Logistik, wie die EDEKA Handelsgesellschaft Nord (Neumünster), EDEKA AG (Hamburg), Ernst Krebs (Neumünster), F. A. Kruse jun. (Brunsbüttel), Herbert Voigt (Neumünster) und Netto Marken-Discount (Standort Henstedt-Ulzburg) sind ebenso Teil des Unternehmensclusters, wie der Fahrzeugumrüster Clean Logistics (Hamburg). In Summe investieren alle Akteure einen zweistelligen Millionenbetrag, um nachhaltig die Dekarbonisierung der Transportsysteme voranzutreiben.

,,Wir freuen uns sehr über die Förderung”, sagt Dr. Stefan Rehm, Projektverantwortlicher der Hypion GmbH. ,,Die Zusage unterstreicht, dass das vorgestellte Konzept, welches die Produktion von grünem Wasserstoff, dessen Verteilung an einer leistungsfähigen Tankstelleninfrastruktur sowie die Nutzung in 40-Tonnen-Sattelzugmaschinen umfasst, überzeugt hat”, ergänzt Rehm.

Die technische Auslegung der bestellten Tankstellentechnologie wird in der Lage sein, bis zu 2.000 kg Wasserstoff pro Tag zu vertanken. Der erste wasserstoffbasierte Transport-Hub in dieser neuen Größenordnung wird eine Blaupause sein und Vorbildcharakter für weitere Standorte in Deutschland und Europa haben. Denn die Ausgestaltung greift einerseits die notwendigen Anforderungen der Transportbranche auf und erlaubt andererseits wirtschaftliche Tragfähigkeit zu erreichen.

Die Investitionsförderung des BMDV in der frühen Marktetablierungsphase hilft, bereits heute ein wettbewerbsfähiges Angebot für schadstoff-emissionsfreie Verkehre im realen Marktumfeld auszugestalten. Das Team der Hypion geht dabei konkret voran, lädt die Transportbranche zum Einstieg in grüne Transporte ein und möchte einen relevanten Impuls mit Hebelwirkung hin zu sauberem Güterverkehr geben.

Hypion GmbH

Hypion ist befasst mit dem Aufbau integrierter grüner Wasserstoffwirtschaften, um die Mobilität, Industrie, Gebäude und den Strommarkt mit sauberer Energie zu versorgen. Die Sektoren werden dabei über nachhaltigen Wasserstoff und eine systematische Verknüpfung spezifischer Standortfaktoren energetisch gekoppelt. Bereits heute kann die wirtschaftliche Nutzung auf Basis von H2 als stofflicher Energiespeicher, Energieträger oder Grundstoff im industriellen Bereich gelingen. Die Kernkompetenz der Hypion als Spezialist für die grüne Wasserstoffwirtschaft liegt heute im umsetzungsorientierten Projektengineering.

Hypion ist ein junges gemeinsames Joint Venture Unternehmen des Ingenieurbüros IPP Projects GmbH, der Entwicklungsagentur Region Heide AöR, der EDF Deutschland GmbH sowie der HanseWerk AG.

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Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.

Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren mehrere zehntausend Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 850 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungsprojekten zur Energiewende, wie zum Beispiel im Norddeutschen Reallabor. Bis 2030 wird die HanseWerk-Gruppe klimaneutral sein: Dazu werden ihre insgesamt 47 Standorte, die mehrere hundert Fahrzeuge umfassende Flotte, der Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung bis 2030 klimaneutral gestellt.

Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie mehr als 450 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

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