Grabenkrieg um Leistungsschutzrecht eskaliert; Hintergründe und Antworten zum geplanten Gesetz

Grabenkrieg um Leistungsschutzrecht eskaliert; Hintergründe und Antworten zum geplanten Gesetz (NL/6334739772) Wir hatten in der Vergangenheit schon öfter über das «Leistungsschutzrecht für Presseverlage» (LSR) geschrieben. Das geplante Gesetz erlaubt Verlagen, Geld für die Nutzung ihrer Inhalte durch externe Unternehmen zu verlangen.

Unsere Meinung zum LSR hat sich nach eigenen Recherchen jedoch geändert. Deshalb zeigen wir einige Missverständnisse auf und erläutern, warum dieses Gesetz unseres Erachtens doch notwendig ist.

öffentliche Diskussion zum LSR ist nicht mehr konstruktiv

Verfolgt man die Meinungen in Medienberichten oder in sozialen Netzwerken, wird schnell klar, dass vielen Diskussionsteilnehmern das sachlich-konstruktive Niveau abhanden gekommen ist. Außerdem gibt es viele ungeprüfte Behauptungen.

Gesetzestexte oder Vorlagen lassen sich zwar auslegen, aber es gibt auch Formulierungen, die kaum Interpretationsspielraum lassen.

Viele der Beteiligten machen sich kaum die Mühe, selbst zu recherchieren, schreiben nur bei anderen ab oder greifen einzelne Aussagen auf, die ein hohes Sensationspotenzial haben. Wir haben bei den beteiligten Streitparteien selbst nachgefragt.

Geschäftsmodelle im Wandel: von der Zeitung zum Onlineportal und externen Anbietern

Um das Kernproblem zu erkennen, muss man ein paar Jahre zurückschauen. Verlage beschäftigten Journalisten und Redakteure, die Inhalte für Zeitungen erstellten. Im Laufe der Zeit wurde das Internet zu einem omnipräsenten Medium. Die Zeitungen richteten für den Benutzer kostenlose Online-Angebote mit ihren Inhalten ein, die durch Werbung finanziert waren.

Früher wusste jeder: Eine Zeitung muss bezahlt werden. Durch die Verlagerung des Informationsbedürfnisses ins Netz, werden allerdings immer weniger Zeitungen verkauft. Das hier viele Verlage die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben, steht außer Frage, hat aber mit dem LSR nur sekundär zu tun.

Die zunehmenden Nachrichten-Portale eröffneten für viele Unternehmen die Möglichkeit, mit dem Geschäftsmodell der Nachrichten-Aggregation Geld zu verdienen. Elektronische Programme, formal aufgebaut, wie die Bots der Suchmaschinen, durchsuchen für den Aggregator das Web und stellen Nachrichten konsolidiert mit Titel und Textauszügen (Snippets) den eigenen Lesern zur Verfügung. Teilweise eben kostenpflichtig.

So ist es für den Leser möglich, die aktuelle Nachrichtenlage in kurzer Zeit zu erfassen und nur jene Artikel im Detail zu lesen, die für ihn relevant oder interessant sind.

Übertragen wir das auf die Old-School-Variante: Ein Unternehmen geht zum Kiosk, kauft keine Zeitung, liest aber alle Artikel und fasst diese mit der Überschrift und einem Textauszug zusammen, um diese Zusammenfassung letztendlich zu veräußern. Die Folge: es werden weniger Zeitungen verkauft.

Lesen Sie den gesamten Artikel mit den weiteren unten genannten Themenblöcken unter:
http://psrd.de/@954895

User wollen kostenlose Inhalte – Verlage müssen jedoch wirtschaftlich funktionieren
LSR verschärft Diskussion um Kostenlos-Kultur und Urheberrecht
Paradigmenwechsel: Demokratisierung der Medienlandschaft durch Blogger und andere
Nur wenige sind vom Leistungsschutzrecht betroffen
Streitpunkt: Sind Verlinkungen und Zitate noch erlaubt?
Trotz Unsicherheiten: wirtschaftliche Interessen stehen im Vordergrund
Fazit

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Björn-Lars Kuhn
Meisenweg 5

78549 Spaichingen

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