Florian Gnägi im Gespräch über Trends, Realität und Zukunft

Florian Gnägi im Gespräch über Trends, Realität und Zukunft

20 Jahre E-Learning-Erfahrung, KI im Lernkontext und die Zukunft digitaler Bildung: Florian Gnägi spricht über Trends, Herausforderungen und die Vision hinter OpenOlat.

BildMehr als ein LMS “ Florian Gnägi im Gespräch über Trends, Realität und Zukunft

Florian Gnägi ist die treibende Kraft hinter OpenOlat sowie Gründer und Geschäftsführer der frentix GmbH. Seit über 20 Jahren prägt er die Entwicklung digitaler Lernlösungen und teilt im Gespräch seine Einschätzungen zu Trends, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Bildungstechnologie.

Wir haben mit Florian über die Entwicklung digitaler Lernplattformen, den Einfluss neuer Technologien auf die Bildungslandschaft und seine Perspektiven für die Zukunft des digitalen Lernens gesprochen. Dabei teilt er wertvolle Erfahrungen aus mehr als zwei Jahrzehnten an der Schnittstelle von Bildung und Technologie.

Frage: Florian, die Bildungstechnologie hat in den letzten Jahren viele Hype-Zyklen durchlaufen. Mit OpenOlat ist frentix seit 20 Jahren Teil dieser Entwicklung. Welche Trends haben sich durchgesetzt?

„Der Wunsch nach E-Learning war schon immer da. Technologie fasziniert, und Early Adopters treiben Entwicklungen voran. Lange galt das Versprechen: Mit E-Learning läuft Lernen fast von selbst. Doch oft blieb unklar, was das «e» konkret unterstützt “ Administration, Lehre, Lernen oder Prüfungen?

In der Administration und im Assessment sind die Vorteile klar: Prozesse lassen sich effizient digital abbilden, das hat sich längst etabliert. In der Wissensvermittlung ist die Bilanz gemischt. Hochwertige Selbstlernangebote sind aufwändig, teuer und schnell veraltet.

Den wirklich disruptiven Moment brachte Corona: Online- und Hybrid-Formate wurden plötzlich selbstverständlich. Der Trend zu «alles online» hat sich durchgesetzt “ oft unabhängig vom tatsächlichen Mehrwert. Online bedeutet heute: flexibel, jederzeit verfügbar und selbstgesteuert.

Gleichzeitig bleibt die grosse Herausforderung: individuelle, qualitativ hochwertige Lerninhalte effizient bereitzustellen. Genau hier entsteht eine neue Perspektive “ der Übergang vom curricularen zum individualisierten Lernen. Lernziele bleiben gleich, aber der Weg dorthin wird individuell gestaltet. KI macht diese Vision erstmals praktikabel.“

Frage: Ihr nennt OpenOlat «mehr als ein LMS» “ ein LMS+. Das klingt nach einem grossen Versprechen “ was steckt konkret dahinter?

„LMS steht für Learning Management System. Klassisch geht es darum, Kurse bereitzustellen, Inhalte zu organisieren und Lernprozesse zu begleiten. OpenOlat erweitert dieses Verständnis gezielt.

In der Bildungsadministration wird die Plattform zur Planungs- und Buchungslösung: Der Course Planner unterstützt die Organisation, während der Katalog als Bildungs-Webshop funktioniert.

Auf der Inhaltsseite ist OpenOlat ein LCMS. Mit Content Editor, Fragenpool und Testeditor lassen sich Inhalte und Prüfungen erstellen und verwalten. Prüfungsmodus, Korrekturwerkzeug und SafeExam-Browser ergänzen dies zu einem integrierten Prüfungssystem.

Auch medial geht OpenOlat über ein klassisches LMS hinaus: Die Video Collection mit Transcoding und Video Editor ermöglicht interaktives, videobasiertes Lernen.

Im Arbeitsalltag unterstützt die Plattform konkrete Prozesse: Kursbausteine wie Aufgabe oder Terminplanung, die Projektbörse und das Projekt-Tool strukturieren Zusammenarbeit. Gruppen sowie OnlyOffice- und Office-Online-Integrationen erweitern OpenOlat zur kollaborativen Arbeitsumgebung, ergänzt durch das Media Center.

So entsteht eine Plattform, die Administration, Inhalte, Prüfung, Zusammenarbeit und individuelle Lernprozesse in einem System verbindet “ ein LMS+.“

Frage: KI ist überall Thema “ wo siehst du echten Mehrwert im Lernkontext?

„KI ist ein Sammelbegriff für verschiedene Technologien. In der Praxis sind vor allem Sprachmodelle sichtbar geworden, die Inhalte verstehen und generieren können.

Der entscheidende Punkt: KI ist leistungsfähig, aber kein Selbstläufer. Du musst sie gezielt einsetzen, richtig anleiten und Ergebnisse prüfen. Die Verantwortung bleibt beim Menschen.

Der grösste Mehrwert liegt dort, wo Aufgaben repetitiv oder aufwändig sind. KI hilft, Inhalte zu strukturieren, zu klassifizieren, barrierefrei aufzubereiten oder Testfragen zu generieren. Das spart Zeit und macht es einfacher, grosse Mengen an Inhalten zu bearbeiten.

Für Lernende wird KI besonders spannend durch die Individualisierung. Sie kann als persönlicher Übungscoach wirken, Fragen stellen, Feedback geben und Inhalte unterschiedlich erklären “ genau so, wie es für die einzelne Person passt.

So entsteht ein klarer Nutzen: weniger Aufwand in der Erstellung und mehr individuelle Unterstützung im Lernen.“

Von KI-gestützter Individualisierung über digitale Prüfungen bis hin zu modernen Lernprozessen – viele der im Interview angesprochenen Themen stehen auch bei den OOTalks im Mittelpunkt. Nutzen Sie die Gelegenheit, OpenOlat live zu erleben und mit Expertinnen und Experten aus der Community in den Austausch zu treten.

OOTalks 2026: Lernen Sie uns kennen!

Am 23. Juni 2026 trifft sich die OpenOlat-Community zu den OOTalks. Nehmen Sie an Workshops teil, lernen Sie die Funktionen kennen und tauschen Sie sich mit dem Team aus, das hinter dem erfolgreichen LMS+ steckt. Genauere Informationen finden Sie hier: https://go.openolat.com/OOtalks

Lernen Sie OpenOlat live kennen – in einer unserer kostenlosen OOteach-Veranstaltungen!

Programm und Anmeldung unter: https://www.openolat.com/ooteach/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

frentix GmbH
Herr Florian Gnägi
Okenstrasse 6
8037 Zürich
Schweiz

fon ..: +41 (0)43 544 9000
web ..: https://www.openolat.com/
email : gnaegi@frentix.com

Über OpenOlat

OpenOlat ist ein ausgereiftes webbasiertes Learning Management System für Lehre, Lernen, Bewertung, Kommunikation und Administration. OpenOlat steht für Open Online Learning And Training, und wird von Universitäten, Bildungsinstitutionen und Unternehmen weltweit eingesetzt, um E-Learning Inhalte bereit zu stellen, Wissen zu testen, kollaborative Arbeit in verschiedenen synchrone und asynchrone Lernszenarien zu ermöglichen und die Bildungsadministration zu vereinfachen.
Ein Baukastensystem bietet Kursautoren ein breites Spektrum didaktischer Möglichkeiten. Neben den didaktischen Möglichkeiten bietet OpenOlat viele Möglichkeiten um viele Lehr- und Lernbegleitende Prozesse digitalisiert zu unterstützen wie z.B. das integriertes Testwerkzeug mit Fragenpool und einem speziellen Prüfungsmodus, das Lektions- und Absenzenmanagement mit Stundenplan oder ein System für die umfassende Qualitätssicherung oder die Projektdokumentation.
Jede OpenOlat Installation ist individuell erweiterbar und kann damit organisatorischen Bedürfnissen angepasst und in bestehende IT-Strukturen eingebunden werden. Die auf minimalen Ressourcenverbrauch, Skalierung und Sicherheit konzipierte Architektur garantiert einen zuverlässigen Betrieb.
OpenOlat ist eine in Java implementierte Web-Applikation, die von frentix GmbH entwickelt und unter der Apache 2.0 Open Source Lizenz veröffentlicht wird. Das System ist eine Weiterentwicklung von OLAT, welches im Jahr 1999 an der Uni Zürich unter anderem von dem Gründer der Firma frentix initiiert wurde. Heute entwickelt frentix das System unter dem Namen OpenOlat als eigenständige und unabhängige Open Source Lösung weiter.

Über frentix GmbH

Die in Zürich ansässige Firma frentix GmbH ist als Spin-Off Firma der Uni Zürich entstanden. Sie ist spezialisiert auf das Entwickeln und den Betrieb von E-Learning- und Bildungsprodukten auf der Basis des Open Source Lernmanagement Systems „OpenOlat“.
Mit dem zweiten Produkt „Selectus“ bietet frentix zudem eine attraktive Lösung zur Unterstützung von akademischen Entscheidungsprozessen wie z.B. Faculty-Recruiting, Project Evaluation, Awards oder Grants Vergaben an.
frentix bietet Dienstleistungen rund um das E-Learning System OpenOlat und das Entscheidungstool Selectus an: Hosting, ASP, Betrieb, Support, Schulungen, Anpassung, Entwicklung und Beratung. Beide Produkte werden von frentix in-House entwickelt und auf Servern in der Schweiz betrieben.

Pressekontakt:

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Herr Timo Kind
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