Enkel Henry Berg weiht die Gedenktafel für Paul Hertz ein

Besonderer Gast für die Paul-Hertz-Siedlung in Charlottenburg am 6. Oktober

– Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „50 Jahre Paul-Hertz- Siedlung“ lädt die Gewobag Henry Berg nach Berlin ein
– Begegnung mit Erstmietern der Paul-Hertz-Siedlung
– Einweihung einer Gedenktafel für den engagierten jüdischen Sozialdemokraten Paul Hertz, der 1949 aus dem Exil zurückkehrte und in Berlin Wirtschaftssenator war

Ein Herzenswunsch geht in Erfüllung: Bei seinem letzten Berlinbesuch im Sommer 2014 suchte Henry Berg, amerikanischer Architekt mit deutsch-jüdischen Wurzeln und Kindheitserinnerungen an das Berlin der 1950er Jahre, die Paul-Hertz-Siedlung in Charlottenburg auf. Dort bewirtschaftet die Gewobag seit 50 Jahren 3.600 Wohnungen. Was der kalifornische Gast auf den Spuren seiner Familiengeschichte vermisste, war eine Gedenktafel für seinen jüdischen Großvater Paul Hertz (1888- 1961), der 1961 in West-Berlin verstarb. In der Siedlung befindet sich zwar seit Mitte der 1960er Jahre eine Büste von Paul Hertz mit Geburts- und Todesdatum. Darüber hinaus wies allerdings nichts auf die bewegte Biographie und das Lebenswerk des couragierten jüdischen Sozialdemokraten hin. Paul Hertz musste während der NS- Zeit aus Deutschland flüchten und engagierte sich nach seiner Rückkehr aus dem amerikanischen Exil als Wirtschaftssenator für den Wiederaufbau in West-Berlin.

Die Gewobag hat die Wünsche des Enkels von Paul Hertz nun mit Hilfe von Partnern umgesetzt. Am 6. Oktober um 10 Uhr wird eine Gedenktafel mit Informationen zum Leben von Paul Hertz am Heckerdamm 236 in Charlottenburg eingeweiht. Sie trägt die Inschrift: „Paul Hertz – Senator für Wirtschaft und Kredit. Sozialdemokratischer Politiker. Nach Rückkehr aus dem Exil im Jahre 1949 bis zu seinem Tode war er unermüdlich für den Wiederaufbau Berlins tätig. Er überzeugte die Amerikaner und die Bundesregierung von der politischen Notwendigkeit, die Westberliner Wirtschaft durch die Marshallplanhilfe aufzubauen.“

Finanziell ermöglicht wurde die neue Gedenktafel maßgeblich durch einen Beitrag der Gewobag. Frederic Verrycken, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (SPD), Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf sowie der Bundestagsabgeordnete Sven Schulz (SPD) haben sich mit Spenden beteiligt. Unterstützt wird Henry Bergs Berlin-Besuch vom 2. bis 8. Oktober 2014 weiterhin durch die Bürgermeister Reuter Stiftung, die eine Unterkunft in ihrem Paul- Hertz-Haus in Wedding zur Verfügung stellt. Aus Anlass der Einweihung der Gedenktafel wurde auch gleich die Büste von Paul Hertz restauriert. Bislang wird in Berlin an Paul Hertz mit einer Tafel im Reichstag gedacht, weil er 1933 mit der SPD-Fraktion zu denen wenigen gehörte, die gegen das Ermächtigungsgesetz stimmten.

Danach war er im Widerstand gegen das NS-Regime aktiv.

Presseeinladung zur Einweihung der Gedenktafel für Paul Hertz
Montag, 6. Oktober 2014, 10 bis 11 Uhr
Ort: Heckerdamm 236/Ecke Bernhard-Lichtenberg-Straße, 13627 Berlin
U 7, U-Bahn Jakob-Kaiser-Platz

Teilnehmer:
– Henry Berg, Enkel von Paul Hertz
– Peter Burgfried, Prokurist der Gewobag
– Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-
Wilmersdorf
– Frederic Verrycken, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses

Anmeldung bei Dr. Gabriele Mittag, g.mittag@gewobag.de

Im Dialog: Henry Berg besucht die Helmuth-James-von-Moltke Grundschule in der Paul-Hertz-Siedlung
Auf Anregung von Frederic Verrycken besucht Henry Berg im Anschluss an die Einweihung der Gedenktafel eine Schule in der Paul- Hertz-Siedlung und wird über das Leben seines Großvaters erzählen. Interessierte Journalisten, die beim Gespräch mit den Grundschülerinnen und -schülern dabei sein möchten, sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist hier unbedingt erforderlich: Dr. Gabriele Mittag, g.mittag@gewobag.de

Kurzbiographische Informationen: Henry Berg
Henry Berg wurde 1944 in den USA geboren. In Folge eines Auftrags durch das amerikanische Außenministerium zieht die ganze Familie Berg in den 1950er Jahren für einige Jahre nach Berlin. Der Großvater Paul Hertz kehrte bereits 1949 auf Bitten Ernst Reuters aus dem Exil nach Deutschland zurück. Die Familie Berg wohnt bei Paul und Hanna Hertz in Charlottenburg, dort besucht Henry Berg die Waldschule. Einen weiteren Teil seiner Kindheit und Jugend verbringt Henry Berg in der Nähe von Los Angeles, dort, wo auch sein Großvater Paul Hertz in den Kriegs- und ersten Nachkriegsjahren gewohnt hat. Er ist eins von insgesamt fünf Enkelkindern von Paul Hertz, die alle in den Vereinigten Staaten wohnen.

Henry Berg, Architekt und diplomierter Politikwissenschaftler, hat überall in den Vereinigten Staaten Instandsetzungs- und Modernisierungsprojekte betreut und war auch mit Neubauten befasst, darunter zwei Projekte in der Nähe von Stuttgart. Von 1986 bis 2013 leitete er ein eigenes Architekturbüro. Inzwischen ist Henry Berg im Ruhestand. Er lebt mit seiner Frau in San Francisco und hat eine Tochter und zwei Enkelkinder.

Die Welt im Kiez – 50 Jahre Paul-Hertz-Siedlung
Seit 2013 feiert die Gewobag das 50-jährige Jubiläum der Paul-Hertz- Siedlung. Eingeläutet wurde die Veranstaltungsreihe mit einem großen Geburtstagsfest im September 2013. Eine im November 2013 eröffnete Ausstellung mit Archivbildern und persönlichen Geschichten der Bewohner dokumentierte 50 Jahre Geschichte, Leben und Nachbarschaft. Führungen durch das Quartier gaben besondere Einblicke in die geheimen Orte des Kiezes. Im Frühjahr 2014 sorgte eine große Bepflanzungsaktion für ein Blumenmeer in der Siedlung. 2014 finden die Feierlichkeiten nun ihren Abschluss: Am 5. Oktober 2014 wird Henry Berg im Rahmen einer Mieterveranstaltung Gelegenheit haben, mit Erstmietern der Siedlung zu sprechen.

Die Gewobag ist eines der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. Die Bestände befinden sich in Berlin und Brandenburg und umfassen rund 58.000 Mietwohnungen sowie 1.500 Gewerbeeinheiten. Spezielle Serviceleistungen, unter anderem für Senioren, ergänzen das Angebot. Der Immobilienbestand der Gewobag steht für die Vielfalt der Stadt und bietet eine solide Basis auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind für die Gewobag bei der Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte gleichermaßen wichtig.

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