Zu italienischen Kolonialzeiten erlebte Eritrea zweimal einen Goldrausch. Danach legte sich für Jahrzehnte der Schleier von Krieg und Instabilität über die Vorkommen des Landes. Ein dortiger Explorer hält eine Lizenz über ein Gebiet größer als Bremen – und legt überzeugende Bohrergebnisse vor.
Der Goldexplorer Alpha Exploration (ISIN: VGG3198S1074, WKN: A3DLBX) legte Anfang Oktober zum wiederholten Male Bohrergebnisse für das Goldprojekt Aburna vor. Unter den Ergebnissen: 19 Meter mit 3,18 Gramm Gold pro Tonne, inklusive 7 Meter mit 7,09 Gramm Gold.
Es ist kein Zufallstreffer: Sämtliche Bohrungen befinden sich innerhalb des äußerst aussichtsreichen, bislang jedoch unzureichend erkundeten Aburna-Korridors. In diesem Goldkorridor hat Alpha bereits die Prospekte Hill 52, Central, Northeast und Obok entdeckt, die zahlreiche oberflächennahe, hochgradige Goldabschnitte aufweisen.
Alpha Exploration sieht bei Aburna Potenzial für Erweiterung
Diese Bohrlöcher zeigen das Wachstum des Footprints der Goldmineralisierung am Prospekt Northeast und das Potenzial für eine fortgesetzte Erweiterung in ungetestete Bereiche. Zudem hat das Bohren neue oberflächennahe Zonen der Goldmineralisierung im Westen des Prospekts identifiziert, zeigt sich CEO John Wilton zufrieden mit dem Fortschritt der Exploration.
Das Aburna-Goldprojekt liegt innerhalb 514 km² großen Kerkasha-Projekts in Eritrea. Das Land zählt nicht zu den Tier-1-Explorationsstandorten – jedenfalls, wenn es nach einschlägigen Statistiken zu Explorationskapital, zurückgelegten Bohrmetern und Machbarkeitsstudien geht. Die Vorzüge des Standorts sind im wahrsten Sinne des Wortes viel grundlegender: Explorer setzen auf die reichhaltige Geologie des Landes. Diese Geologie löste in früheren Zeiten bereits mehrfach einen Goldrausch aus, geriet dann aber in Vergessenheit. Moderne Explorer stoßen heute auf weitreichend unterexplorierte Landstriche, die schon mit den Methoden von vor mehr als einem Jahrhundert Potenzial versprachen.
Die italienische Kolonie Eritrea umfasste das heutige Gebiet des Staates und bestand von 1890 bis 1936, bis 1941 dann als Teil der italienischen Kolonie Italienisch-Ostafrika. 1897 wurde in der Nähe von Asmara ein Quarzblock mit nennenswertem Goldgehalt gefunden. Das Ereignis löste einen kleinen Goldrausch aus. 1900 wurde die Società Eritrea per le Miniere dOro gegründet, die Konzessionen nördlich von Asmara erhielt. Die Entwicklung des börsennotierten Unternehmens enttäuschte jedoch, 1914 kam es zum Bankrott.
Nach der Weltwirtschaftskrise 1929 setzte die nächste Welle ein. Vor allem ab etwa 1931 strömten wieder Interessierte zu den bekannten Stellen nördlich von Asmara. 1932 berichtete die New York Times aus Rom. In der italienischen Kolonie Eritrea sei Gold in nennenswerten Mengen an zahlreichen Stellen im Umkreis von etwa 15 Meilen nördlich und westlich von Asmara gefunden worden. Es seien bereits 38 Abbaulizenzen vergeben worden, weitere Anträge träfen ein. Die Banca dItalia habe bereits rund 25 Pfund (ca. 11 kg) eritreisches Gold angekauft.
Eritrea erlebte bereits zweimal einen Goldrausch
1936 gründete der Staat die AMAO (Azienda Miniere Africa Orientale), modernisierte Anlagen für Amalgamation und Cyanidierung und übernahm große Teile. Die Produktion in den späten 1930ern lag bei mehreren hundert Kilo Rohgold pro Jahr. 1941 endete alles abrupt mit der britischen Besetzung: Die großen Minen wurden geschlossen, Anlagen demontiert oder zerstört. Die Produktion fiel von über 500 Kilo (1940) auf 65-130 Kilo pro Jahr in den späten 1940ern. Bis in die 1960er blieben nur Restaktivitäten. Organisierter industrieller Bergbau kam dagegen praktisch zum Erliegen. Infolge der Unabhängigkeitskriege gegen Äthiopien folgte auf die Schwächephase ein bis in die 1990er andauernder Stillstand des Bergbaus im Land.
Nach der Unabhängigkeit 1993 öffnete Eritrea sich für ausländische Explorationsgesellschaften. Ein Meilenstein für den Bergbau im Land war die Entdeckung des Hauptvorkommens bei der heutigen Mine Bisha im Jahr 2002. Die Mine startete 2011 die kommerzielle Goldproduktion, später wurde zunächst auf Kupfer, dann auf Zink umgestellt. Bisha wurde 2019 mehrheitlich durch Zijin Mining (ISIN: CNE100000502 , WKN: A0M4ZR) übernommen.
Dass sich moderne Explorer wie Alpha Exploration für Eritrea interessieren, geht zum einen auf die italienische Vorgeschichte, zum anderen auf die breite Geologie des Arabisch-Nubischen Schildes zurück. Der Arabisch-Nubische Schild ist eine große präkambrische geologische Provinz, die sich über das Rote-Meer-Gebiet erstreckt: Die Ostwüste Ägyptens, Nordsudan, Teile Eritreas und Äthiopiens sowie die arabische Seite mit Saudi-Arabien und Jemen.
Schon die Pharaonen suchten am Roten Meer nach Gold
Die Historie des Schildes in der Goldproduktion reicht wesentlich weiter zurück als in die Kolonialzeit. Bereits die Pharaonen suchten auf dem Schild nach dem gelben Edelmetall. Vor allem in der ägyptischen Ostwüste und im heutigen Sudan zeugen hunderte antike Abbaustellen von der Aktivität. Die zahlreichen historischen und antiken Abbaustätten ändern nichts daran, dass der Arabisch-Nubische Schild als eine der weltweit produktivsten und zugleich modern am wenigsten explorierten Krusteneinheiten des Präkambriums gilt.
Während vergleichbare Schilde in Kanada oder Westaustralien seit über einem Jahrhundert mit modernsten Methoden und durch eine Vielzahl kapitalstarker Akteure untersucht werden, ist der größte Teil der Ressourcenkarte am Roten Meer noch weiß. So viel ist bekannt: Der Schild beherbergt riesige orogene Goldsysteme, VMS-Vorkommen (vulkanogene Massivsulfide mit Kupfer, Zink, Gold und Silber) sowie gewaltige Kupfer-Gold-Porphyre.
Der massive Rückstand bei der modernen Exploration ist auch für Alpha Exploration entscheidend. Bislang wurden nur etwa 20 % des Aburna-Korridors durch signifikante Bohrungen getestet. Dies unterstreicht zusammen mit den neuen Ergebnissen den unterexplorierten und aussichtsreichen Charakter des Gebiets, heißt es im jüngsten Bericht der Geologen zu den Bohrergebnissen.
Aburna entwickelt sich zu einem orogenem Goldsystem mit mehreren Kilometern Streichlänge. Die Bohrungen zielen auch auf eine erste Ressourcenschätzung ab. Doch die Kerkasha-Lizenz enthält noch zwei weitere Großentdeckungen. Zum einen gibt es Anagulu, wo die Geologen ein ausgedehntes Kupfer-Gold-Porphyr-System vermuten. Zum anderen gibt es mit Tolegimja noch ein VMS-Vorkommen.
Goldexploration in Eritrea bedeutet, unter besonderen Umständen nach besonderen Vorkommen zu suchen. Die Aktie des Unternehmens hat sich durch die gemeldeten Fortschritte der letzten Monate zunächst nachhaltig erholt, tendiert aktuell aber wieder in der Nähe ihres Tiefs vom November 2025. Kursgewinne sind für risikotolerante Anleger bei anhaltendem Explorationserfolgen daher wahrscheinlich.
Weitere Informationen zu Alpha Exploration finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:
www.miningscout.de/minenaktien/alpha-exploration-ltd
Unternehmen: Alpha Exploration Ltd.
TSXV: ALEX
ISIN: VGG3198S1074
WKN: A3DLBX
Webseite: alpha-exploration.com/
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