CYBER- SCHUTZGELDERPRESSUNG, das neue Riesen-Geschäft?

Dr. Erwin Annau deckt Mafia-Praktiken im Internet auf.

Hier geht es um Geld – um viel Geld. Ein neues Geschäft scheint im Internet zu entstehen, bei dem man mit der Unfähigkeit der Behörden, der Trägheit der Suchmaschinenbetreiber, dem Fehlen von europaweit eingerichteten Presse-Schnellrichtern und der Leichtgläubigkeit der Surfer offenbar Millionen verdienen kann.

Just in der Woche in der eine selbsternannte “Enthüllungs- und Konsumentenschutz- Report-Seite” verleumderische und an den Haaren herbei gezogene Horrorgeschichten über Unternehmen und deren Vorstände groß im Internet zu verbreiten beginnt, meldet sich ein hilfsbereites “Consulting Unternehmen” mit einem Titel wie “Internet Reputation Consulting” und bietet an, die bösen Webseiten auf Knopfdruck zu entfernen.

Klingt wie der Brandstifter der sich als Feuerwehr anbietet, oder?

Aus dem Email (Rechtschreibfehler wurden korrigiert)
“Wir sind ein Unternehmen, das nicht ganz in der grünen Zone arbeitet. Dennoch gibt es keine andere Wahl heuzutage Rufschädigung im Internet zu stoppen. Für einen Probe Monat verlangen wir generell 10.000EUR, eine Demonstration vorab ist natürlich kostenlos, wie gesagt. Wenn Sie eine Rechnung benötigen, werden wir Ihnen 20% mehr berechnen müssen da wir unsere Ausgaben nicht absetzen können. Wir rechnen grob für diese Arbeit, dass wir diese sofort entfernen können und Ihre andere Anliegen ~80.000EUR. Natürlich nicht auf einen Schlag sondern als Jahresvertrag total, wären 6-7.000EUR monatlich.

Haben Sie bedanken oder möchten ein möglichst günstiges Angebot erhalten. Können Sie uns gerne vorab einen Client weiter vermitteln und sich von den Resultaten selbst überzeugen, bevor Sie unseren Service in Anspruch nehmen.”

Einer der Geschädigten, der wegen seiner Erfolge wohl ganz besonders intensiv verleumdet wurde, hätte für die “nicht ganz legale” Arbeit 250.000 Euro im Jahr – schwarz, ohne Rechnung versteht sich – berappen müssen.

Erst durch intensive telefonische Verhandlung gelang es ihm, das Schutzgeld auf den oben genannten Betrag zu verhandeln.

Eine Demonstration erfolgte auch live am Computer:
Tatsächlich, die rufschädigenden Webseiten verschwanden für einige Minuten aus Google!

Die Vorgangsweise ist nicht legal, daher hat der Geschädigte das Angebot auch nicht angenommen, sondern hat das gemacht, was jeder machen würde, der sich gesetzeskonform verhält:
Anzeige wegen Schutzgelderpressung.

Die Hintermänner und die Informanten sind bekannt, die Staatsanwaltschaft ist am Zug.

“Es ist entsetzlich, wie der Rechtsstaat in der E.U. zu einer Wild-West-Kultur verkommen ist,” meint der Geschäftsführer einer der betroffenen Gesellschaften.

“Vor 23 Jahren hatte ich einmal einen Artikel in einer Wochenzeitschrift mit verleumderischem Inhalt.

Damals gab es einen 7-Tage, 24-Stunden Dienst von Presse-Richtern. Ein Presserichter las den Artikel und die Dokumente, die die Verleumdung belegen und binnen 24 weiterer Stunden sind über 600 Polizisten ausgerückt und haben diese Wochenzeitschrift im ganzen Land eingesammelt. Die Zeitschrift musste neu herausgegeben werden – diesmal mit einem richtiggestellten Artikel.”

In Zeiten des Internets und der “Sofort- Kommunikation” gibt es jedoch keine Presse-Schnellrichter mehr! Unternehmer sind der neuen Form der Schutzgelderpressung hilflos ausgeliefert.
Bis die Lügen richtig gestellt sind, sind der Ruf und oft auch das Unternehmen ruiniert.

Verleumdungen stehen wochenlang, oft jahrelang im Internet. Google stellt sich taub und reagiert nicht auf Löschungsersuchen. Links, die den Ruf von Menschen und damit Menschenleben zerstören, stehen Jahrzehntelang in der Suchmaschine ganz oben und bleiben oben, weil die meisten Menschen es vorziehen, negative News zu lesen.

In der E.U. gilt das “right to be forgotten”. Damit wollte man verhindern, dass Menschen wegen etwas, das sie in ihrem Leben einmal gemacht haben, lebenslang stigmatisiert werden.
https://en.wikipedia.org/wiki/Right_to_be_forgotten

Berichte die viele Jahre her sind und keine Relevanz für das gegenwärtige Leben des Betroffenen haben, können gemäßt einer E.U. Direktive vom Betroffenen gelöscht werden bzw. kann der Suchmaschinenlink gekappt werden.

Der Europäische Gerichtshof wertet dieses Recht als Menschenrecht und die E.U. erließ daher die Europäische Datenschutz-Direktive (European Data Protection Directive (Directive 95/46/EC).
Google jedoch erklärte, dass sie nicht mitmachen und ignoriert E.U. Recht. Soviel zur Macht der Konzerne über das Menschenrecht.

Cyber- Schutzgeld-Erpressung wird so ein boomendes Geschäft: Einfach einen Server außerhalb der E.U. mieten und wenn einer auch vor 30 Jahren irgendetwas getan hat, was man gegen ihn verwenden kann, kann man heute seinen Ruf damit beschädigen. Die Konkurrenten zahlen gut.

Das Internet wird so zum Dorado der Schutzgelderpresser. Mafia war gestern.

So war es früher bei der Mafia:
“Entweder Du zahlst, oder wir machen Dir Dein Pizzalokal kaputt.”

Heute
“Entweder Du zahlst oder wir stellen eine anonyme Webseite ohne Impressum (über eine Limited in Delaware und einen Server in Singapur) ins Netz und machen Dich über das Internet kaputt.”

Solange Internetbenützer (Surfer) nicht lernen zu unterscheiden und jeden Unsinn glauben, wird es diese Art Verbrechen geben. Nur wenn Internet-User nicht mehr jede Lüge glauben endet die neue Art der Schutzgelerpressung

Bei jeder “Enthüllungs-Webseite” oder “Konsumentenschutz-Webseite” sollte man sich fragen, wer sie finanziert. Hat eine Webseite (wie die kürzlich erschienene) keine Werbung und geht sie vorwiegend auf alternative Kapitalanlagen oder Internetbusinesses los, muss man fragen “Qui bono – wem nützt es?”

Wer würde einer Delaware- Briefkastenfirma große Summen für aufwendige Webseiten zahlen um lästige Konkurrenten zu diskreditieren? Dies wird wohl die Staatsanwaltschaft- Abteilung Cyber-Crime ermitteln müssen.

WIE schützen Sie sich davor, Opfer der neuen Schutzgelderpressung zu werden oder Ihre besten Geschäftspartner zu verlieren, weil Sie durch so eine Seite überredet werden, Ihre Geschäftsbeziehungen zu jemandem zu beenden, der Opfer einer solchen Erpressung wurde:

1. Schauen Sie bei jedem negativen Inhalt sofort, ob die Seite ein Impressum hat!

Jede Webseite muss laut Gesetz ein Impressum haben, in welchem die für den Inhalt verantwortliche Person mit Namen, physischer Adresse, Telefonnummer und Emailadresse angeführt ist.
http://www.internet4jurists.at/e-commerce/impressum1a.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Impressumspflicht

Fehlen diese Angaben, handelt es sich um kriminelle Webseiten.

Das Betreiben einer Webseite ohne Impressum ist nämlich strafbar.
https://www.google.at/search?q=Fehlen+Impressum+Strafe&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab&gfe_rd=cr&ei=h5nwWIeuLYfN8geHyIzICg

“Heute könnte jeder sich als Hans Meier ausgeben, eine Webseite über einen Server in Singapur betreiben und seinen Nachbarn als Kinderschänder verleumden,”

“Hier werden Menschen kaputt gemacht. Das ist mehr als nur Verleumdung, das ist Ruf-MORD, also ein Mord an Menschen, begangen im Internet mit Worten. Das ist kein Kavaliers-Delikt, das ist ein kapitales Schwerverbrechen.”

Jeder kann morgen selbst ein Opfer sein, speziell wenn er oder sie erfolgreich ist.

Vorgangsweise, wenn Sie auf einen Suchmaschinenlink mit Negativ-Inhalt stoßen:

1.) Das Impressum suchen. Gibt es keines, den Artikel wegklicken. Kann sein, dass der Angegriffene erfolgreich ist. (“Viel Feind – viel Ehr”.)

2.) Gibt es ein Impressum, schauen Sie, ob der für den Inhalt Verantwortliche mit Namen, physischer Adresse, Telefonnummer und Emailadresse angegeben ist. Ist dies nicht der Fall, klicken Sie die Webseite als Verleumdung und kriminelle Webseite weg. Sie werden bei diesen Webseiten z.B. eine Limited in Delaware finden, die wieder einer anderen Firma gehört, die wieder einer anderen Firma gehört. Viel Spaß beim Finden des für den Inhalt Verantwortlichen.

3.) Wird ein Name angegeben, schreiben Sie bitte diese Person an, schicken Sie ein Email UND rufen Sie bei der Person an. Dies wird bei verbrecherischen Webseiten nicht erfolgreich sein. Sie werden den Verantwortlichen niemals persönlich erreichen.

4.) Können Sie den Verantwortlichen wider Erwarten persönlich erreichen, stellen Sie den Kontakt zwischen dem Betreiber der Webseite und dem in der Webseite Beschuldigten her. Dann sehen Sie in kürzester Zeit, wie solche Artikel verschwinden.

“Verleumdung ist schnell, die Wahrheit hingegen Langsam.” Voltaire

Die Wahrheit in diesem Anlassfall setzt sich bereits durch. Webseitenbetreibern, die die verleumderischen Inhalte ungeprüft übernommen haben, flattern bereits die Anwaltsbriefe der Anwälte der Opfer ins Haus….

Das Letzte Wort hat der Staatsanwalt: Erpressung, organisiertes Verbrechen, Verleumdung…
Der Stoff aus dem viele Jahre Gefängnis gemacht ist. Den Verleumdeten nützt dies jedoch auch nur wenig. Ein Mord lässt sich nicht ungeschehen machen, ein Rufmord auch nicht.

Dr Erwin Annau

SAFEfinanz Vermögens- u. Finanzierungsberatung GmbH
Erwin Annau
Wasagasse 25/12

1090 Wien
Österreich

E-Mail: web@safefinanz.at
Homepage: http://safefinanz.com
Telefon: 004369912602294

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