Zunehmende Extremwetterlagen in Deutschland aufgrund des Klimawandels.
Der Christliche Gewerkschaftsbund CGB fordert eine verpflichtende finanzielle Absicherung von Elementarschäden, wie sie in Frankreich bereits seit 1982 besteht. Während in Deutschland nur rund 50% der Privathaushalte gegen Elementarschäden versichert sind, sind im Nachbarland ca. 98% der Haushalte durch das „regime catastrophe naturelle“ finanziell abgesichert. Der Schutz kostet die Franzosen ortsunabhängig nur 26 Euro im Jahr (Stand 2024). Er ist deshalb so günstig, weil alle, die in Frankreich eine Sachversicherung abschließen, damit zugleich einen prozentualen Anteil für die Absicherung von Elementarschäden zahlen. In Deutschland bestehende Versicherungsmöglichkeiten gegenüber Elementarschäden sind um ein Vielfaches teurer und zudem abhängig von Gefährdungszonen und Tarifregionen.
Die kräftigen Gewitter zu Wochenbeginn mit schwerem Hagelschlag in Hamburg, Hannover und Teilen Mecklenburg-Vorpommerns haben einmal mehr deutlich gemacht, dass man sich aufgrund des Klimawandels in Deutschland verstärkt auf Unwetter und Naturkatastrophen einstellen muss. Dazu gehört auch eine verpflichtende finanzielle Absicherung von Elementarschäden, die Arbeitnehmer und Rentner nicht auf den Kosten von Sturm-, Hagel- und Hochwasserschäden sitzen lässt. Wie die Medienberichte zum 5. Jahrestag der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal gezeigt haben, müssen sich bis heute viele Hochwassergeschädigte mit Behelfsquartieren behelfen und mit Behörden und Versicherungen um Entschädigungsleistungen streiten. Die Deutsche Umwelthilfe sieht darüber hinaus weiterhin ein hohes Hochwasserrisiko für den Landkreis Ahrweiler.
Auf ihrer Konferenz am 25. Juni haben die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder kritisiert, dass die Bundesregierung entgegen dem Koalitionsvertrag bislang keine Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung zur Einführung einer flächendeckenden Elementarschadenpflichtversicherung vorgelegt hat. Eine weitere Verzögerung sei mit Blick auf die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterlagen nicht hinnehmbar. Dieser Auffassung ist auch der CGB.
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Der am 27. Juni 1959 in Mainz gegründete Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands ist die gewerkschaftliche Spitzenorganisation der christlichen Gewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland. Er vertritt über 270.000 Mitglieder und hat seinen Sitz Berlin. Bundesvorsitzender ist der Schweriner Henning Röders.
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