Cargo Crime: Alpensped und Volkswagen entwickeln Transportsicherheitskonzept

Cargo Crime: Alpensped und Volkswagen entwickeln Transportsicherheitskonzept

Transportdiebstähle in Rumänien gesunken

Cargo Crime: Alpensped und Volkswagen entwickeln Transportsicherheitskonzept

Christian Faggin, Geschäftsführer Alpensped (Bildquelle: Studio Kauffelt, Mannheim)

Der Mannheimer Logistikdienstleister Alpensped hat zusammen mit der Volkswagen AG ein Sicherheitskonzept für Transporte in Rumänien entwickelt. Ergebnis: Die Frachtdiebstähle bei Alpensped sanken in der Region im Vergleich von 2016 zu 2017 um über 70 Prozent. Um die Sicherheit seiner Transporte noch weiter zu erhöhen, ist der Logistikdienstleister seit Mitte des Jahres außerdem Mitglied der internationalen Transport Asset Protection Association (TAPA).

Beschädigte Anhänger, verschwundene Waren – Cargo-Kriminalität gehört europaweit zur Tagesordnung. Allein in Deutschland schlagen Kriminelle – statistisch gesehen – alle 20 Minuten zu. Das hat der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) errechnet. Dadurch verschwinden hierzulande jedes Jahr Güter im Wert von etwa 1,3 Milliarden Euro.

“Wir hatten in der Vergangenheit vor allem in Rumänien hohe Verluste zu verzeichnen”, erinnert sich Alpensped-Geschäftsführer Christian Faggin. Besonders betroffen waren Originalersatzteile, die sich auf dem Schwarzmarkt veräußern lassen. “Viele Diebstähle in Rumänien gehen auf das Konto von professionell organisierten Verbrecherbanden”, sagt Faggin. “Um nicht weiterhin tatenlos zusehen zu müssen, wie unsere Fracht verschwindet, sind wir deshalb zusammen mit unserem Kunden, der Volkswagen AG, selbst aktiv geworden”, erklärt Faggin.

Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen

Herausgekommen ist ein Sicherheitskonzept zur Diebstalvermeidung, das Alpensped seit gut einem Jahr umsetzt. Mit Erfolg: Die Frachtdiebstähle in Rumänien sind seitdem gesunken. Möglich wurde dies durch einen zweigleisigen Ansatz: Neben der genauen Erfassung und Dokumentation von Vorfällen beinhaltet das Konzept auch umfangreiche Störfallmaßnahmen.

So dürfen die Fahrer nur auf bewachten Parkplätzen Pausen machen und ihren LKW nicht unbeaufsichtigt lassen. Zudem müssen sie nach jedem Stopp die Ladung nach Auffälligkeiten überprüfen. Ein Verbot zur Mitnahme von fremden Personen gehört ebenfalls dazu wie das Verbot, die vorgegebenen Routen zu verlassen. “Insgesamt beinhaltet unser Sicherheitskonzept über 20 Störfallmaßnahmen”, so Faggin.

Seit Anfang Juli erfolgt das Monitoring sogar über ein spezielles Tool, das Alpensped und Volkswagen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn entwickelt haben. Im Anschluss an eine einjährige Testphase will Alpensped dieses nahtlos ins unternehmenseigene Transportmanagementsystem integrieren. Das soll die Transparenz weiter erhöhen und für eine noch reibungslosere Zusammenarbeit mit Volkswagen sorgen. “Beim Kampf gegen Cargo-Kriminalität müssen alle an einem Strang ziehen – OEMs, Zulieferer und Logistikdienstleister”, verweist Slawomir Georg Mrugalla, Konzern Sicherheit, Forensik – Cargo Crime bei der Volkswagen AG. Nur mit vereinten Kräften könnten Lieferketten wirksam geschützt werden – egal, ob in Deutschland, Europa oder weltweit.

Als weiteren Baustein auf dem Weg zu mehr Sicherheit sieht Faggin auch die im Juli abgeschlossene Mitgliedschaft seines Unternehmens bei der Transport Asset Protection Association (TAPA). Der Zusammenschluss von internationalen Herstellern, Logistikdienstleistern, Frachtunternehmen und Strafverfolgungsbehörden setzt sich dafür ein, Sicherheitsbedrohungen für transportierte Güter zu verringern sowie Verluste zu vermeiden und zu reduzieren.

Über Alpensped GmbH
Das internationale Logistikunternehmen, Mannheim, wurde 1993 gegründet und ist heute mit 30 Mitarbeitern Spezialist für Süd. Ost. Europa.

Wichtigste Kundenbranchen sind Automobil (38 Prozent), Konsumgüter (15 Prozent), Stahl (13 Prozent), Recycling (11 Prozent), Papier (8 Prozent), andere (15 Prozent). Das mittelständische Unternehmen zählt unter anderem Firmen wie den VW-Konzern, Rewe, Alfred Kärcher, SCA Hygiene sowie ArcelorMittal zu seinen Kunden.
2017 transportierte Alpensped 64.800 Sendungen und erzielte einen Jahresumsatz von 20,7 Millionen Euro.

Mehr als 20 Destinationen: Albanien, Benelux, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.
Das logistische Dienstleistungsangebot umfasst die Organisation und Durchführung von Teil- und Komplettpartien, Kontrakt- und Projektlogistik sowie Schwer- und Sondertransporten.

Ökonomie, Ökologie sowie soziales Engagement bilden für Alpensped die Säulen der Nachhaltigkeit. Dies spiegelt sich unter anderem durch das aktive Engagement an karitativen Einrichtungen und durch das starke Umweltengagement wider. So hat das mittelständische Unternehmen erstmalig 2011 seinen CCF Corporate Carbon Footprint nach ISO 14064 zertifizieren lassen. 2012 erfolgte die Erstzertifizierung des TCF Transport Carbon Footprint gemäß EN 16258. Seitdem wird für jede durchgeführte Sendung der spezifische TCF auf allen Einzel- und Sammelrechnungen ausgewiesen. 2018 veröffentlichte Alpensped bereits seinen vierten Nachhaltigkeitsbericht.

Mehr unter www.alpensped.de

Firmenkontakt
Alpensped GmbH
Christian Faggin
Innstraße 41
68199 Mannheim
+49 (0)621 8 44 08-0
info@alpensped.de
http://www.alpensped.de

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