Bettfedernindustrie wehrt sich gegen Branchenverurteilung

Stellungnahme zu Veröffentlichungen der Stiftung Warentest

Bettfedernindustrie wehrt sich gegen Branchenverurteilung

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Deutsche Bettfedernindustrie wehrt sich gegen Branchenverurteilung
Stellungnahme zu Veröffentlichungen der Stiftung Warentest

Nach den Herstellern von Elektrofahrrädern und der Spielzeugwarenindustrie hat die pauschalierte Branchenschelte der Stiftung Warentest auch die deutsche Bettfedernindustrie getroffen. Selbstdefinierte Prüfmethoden beim Thema Qualität, ein nicht verlässlich reproduzierbares Untersuchungsprozedere, die Expertise eines zweifelhaften Enthüllungsjournalisten und ein Tierschutz-Wunschkriterienkatalog der test-Redaktion, der bestimmten Interessengruppen als Steilvorlage für Kampagnen dient – das sind die Hauptkritikpunkte des Verbandes der Deutschen Daunen- und Federnindustrie.

Im jüngsten Produkttest vom November 2013 bewertete die Stiftung unter der Überschrift “Träumen unter Daunen” 10 Daunendecken und interessanterweise 3 Decken mit Synthetikfüllungen. Auf den Folgeseiten legte die Zeitschrift mit einem sogenannten CSR-Test nach, um die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung auf den selbst definierten Prüfstand zu stellen. “Aus der Traum” – fasste sie ihre Sicht der Dinge bereits im Vorspann zusammen: “Tierschützer werfen der Daunenindustrie Tierquälerei vor. Die Anbieter können die Vorwürfe nicht entkräften: Keiner belegt die Herkunft seiner Daunen.” Stiftung Warentest berief sich dabei vorrangig auf einen freien Journalisten, der lange für eben jene Tierschutzorganisation arbeitete, über die sie dann im Dezember-test-Heft schreibt: “Nicht einmal die Hälfte der Ausgaben floss laut Geschäftsbericht 2012 in Projekte und Kampagnen …”.

Die gelebte Realität der Bettwarenbranche sieht anders aus: “Wir arbeiten nicht nur mit NGOs wie dem Deutschen Tierschutzbund regelmäßig zusammen und setzen uns für eine tierschutzkonforme Daunengewinnung ein, sondern belegen die Herkunft des von uns verwendeten Füllmaterials aus Schlachtrupf von Enten und Gänsen lückenlos vom Produkt bis zum Ort der Federngewinnung, dem Schlachthof. Das gilt für alle unsere Mitgliedsunternehmen – gleichgültig, ob sie ihre Ware direkt ab Schlachthof oder über den Großhandel beziehen”, betont Verbandsvorstand Friedrich Verse. “Das Federnsiegel Traumpass zeigt Handel und Verbrauchern, dass in der Füllung eines so ausgezeichneten Produktes Lebendrupf zuverlässig ausgeschlossen werden kann”, ergänzt die Geschäftsführerin Dr. Juliane Hedderich.

Die Stiftung Warentest hatte eine Rückverfolgbarkeit des Füllmaterials Daunen und Federn bis zur Farm gefordert. Die Offenlegung des von der Bettfedernindustrie zu verantwortenden Teils der Lieferkette – vom Produkt über den Großhandel bis zum Schlachthof – hatte die Branche an die Zusicherung der Vertraulichkeit geknüpft – diese aber nicht erhalten. Dem Branchenverband liegen über die Weigerung entsprechende Erklärungen von Unternehmensseite vor.

Eine sach- und realitätsbezogene Auseinandersetzung wird der Branche durch ein solches Vorgehen nahezu unmöglich gemacht. “Zumal Bewertungen und Empfehlungen der Stiftung aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrades und der politischen Rückdeckung in Berichterstattung und Öffentlichkeit zumeist unreflektiert übernommen werden”, fasst der Verbandsvorstand zusammen.

Die Stiftung Warentest soll objektivierbar den Nutzen, den Gebrauchswert und die Umweltverträglichkeit von Produkten vergleichen und den Verbraucher entsprechend informieren. Wo aber hört Information auf und wo beginnt Manipulation? Als unabhängige Stiftung bürgerlichen Rechts nimmt sie für sich in Anspruch, frei zu sein bei der Testplanung und bei der Entwicklung und Anwendung ihrer Testkriterien. Wenn dies aber zu Veröffentlichungen führt, die bestimmte Interessensgruppen als Steilvorlage für ihre Kampagnen sehen, muss nicht nur die jeweils betroffene Industrie, sondern auch die Öffentlichkeit ganz genau hinschauen. Es ist an der Zeit, Aussagen und Prüfmethoden der Stiftung Warentest besonders kritisch zu hinterfragen.

Verband der Deutschen Daunen- und Federnindustrie e.V.
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Für Rückfragen steht Ihnen die Geschäftsführerin des VDFI,
Frau Dr. Juliane Hedderich unter folgenden Kontaktdaten gern zur Verfügung:
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Der VDFI – Verband der Deutschen Daunen- und Federnindustrie – ist ein Zusammenschluß von 30 industriellen Anbietern von daunen- und federngefüllten Zudecken und Kissen sowie Komponenten zur Herstellung dieser Artikel. Der VDFI beschäftigt sich neben der allgemeinen Interessenvertretung und der Öffentlichkeitsarbeit mit der Erarbeitung von Bezeichnungsvorschriften für Daunen und Federn – zusammen mit den betroffenen Verkehrskreisen, z.B. Handel- und Verbraucherorganisationen. Außerdem werden gemeinschaftliche Werbe- und PR-Maßnahmen durchgeführt und allgemeine Informationen zum Thema Daunen und Federn zur Verfügung gestellt. Darüberhinaus erstellt der Verband Kurzinformationen zu speziellen Themen wie z.B. Federbetten und Hausstaubmilbenallergie.

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