Berliner Friedensuhr für Ulrike Poppe und Gedenkstätte Hohenschönhausen

Im 25. Jahr ihres Bestehens wird die Berliner Friedensuhr an Ulrike Poppe und die Gedenkstätte Hohenschönhausen verliehen. Wie das Büro der Berliner Friedensuhr am Montag (29. September 2014) mitteilte, heißt es in der Begründung des Kuratoriums: “Die heutige brandenburgische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur steht wie kaum ein anderes Mitglied der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung der ehemaligen DDR dafür, wie man gewaltfrei Mauern niederreißt.” Dabei habe sie sich auch durch schlimmste Repressalien nicht von ihrem friedlichen Weg abbringen lassen, heißt es weiter. “Die Gedenkstätte Hohenschönhausen, die zu DDR-Zeiten die zentrale Untersuchungshaftanstalt der DDR war und in der Ulrike Poppe selbst inhaftiert wurde, überwindet durch ihre tägliche Arbeit gleichsam die früheren Gefängnismauern, hinter denen die Menschenrechte mit Füßen getreten wurden, und reißt sie nachträglich nieder und rehabilitiert die Opfer.” Die Preisverleihung findet am 11. Dezember 2014 im Atrium der Deutschen Bank in Berlin statt.

Die Berliner Friedensuhr wird seit 2003 als Preis vom Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit an Persönlichkeiten bzw. Institutionen verliehen, die auf Grundlage der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte” der Vereinten Nationen zur Überwindung von Mauern zwischen Rassen, Klassen, Völkern, Nationen, Kulturen, Ideologien, Konfessionen, Parteien und Menschen exemplarisch beigetragen haben.

Die bisherigen durch das Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit ausgezeichneten Preisträger sind der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor (2003), die Internationale Atomenergiebehörde – vertreten durch ihren Präsidenten Mohamed El Baradei (2004), Prinz El Hassan bin Talal von Jordanien (2006), der US-amerikanische Ökonom Dennis Meadows (2007), Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (2009) und der Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden, Willi Lemke. Unabhängig davon wurden für ihre Verdienste im Sinne der Berliner Friedensuhr von Initiator Jens Lorenz mit der Uhr ausgezeichnet: Michail Gorbatschow, Ronald Reagan und Helmut Kohl (1992), Mutter Teresa (1993), Papst Johannes Paul II. (1996), Georg Bush sen. (1999) sowie Rotary International (2013).

Entstanden ist die Berliner Friedensuhr am 9. November 1989. An diesem Tag präsentierte der Juwelier Jens Lorenz eine von ihm entworfene Uhr, die mit ihrem Uhrwerk aus einem westfälischen Benediktiner-Kloster fast drei Meter hoch und 2,5 Tonnen schwer ist. Die Uhr trägt die Inschrift “Zeit sprengt alle Mauern” und sollte damit ursprünglich ein Zeichen der Hoffnung auf die Überwindung der Teilung der Welt in “Ost” und “West” sein. Mitten in die Präsentation der Uhr platzte die Nachricht vom Fall der Berliner Mauer und machte damit die Uhr zur Zeitzeugin ihres eigenen Anliegens.

Die Preisverleihung 2014 wird unterstützt von: Juwelier Lorenz und Deutsche Bank sowie dem Restaurant Balthazar, dem Fotografen Christof Rieken, P2 Objekt Grün, dem Verlag Schmidt Römhild, der Kanzlei von Nieding Ehrlinger Marquardt und Werder Frucht.

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detlef.untermann@berliner-friedensuhr.de
www.berliner-friedensuhr.de (http://www.berliner-friedensuhr.de)

Entstanden ist die Berliner Friedensuhr am 9. November 1989. An diesem Tag präsentierte der Juwelier Jens Lorenz eine von ihm entworfene Uhr, die mit ihrem Uhrwerk aus einem westfälischen Benediktiner-Kloster fast drei Meter hoch und 2,5 Tonnen schwer ist. Die Uhr trägt die Inschrift “Zeit sprengt alle Mauern” und sollte damit ursprünglich ein Zeichen der Hoffnung auf die Überwindung der Teilung der Welt in “Ost” und “West” sein. Mitten in die Präsentation der Uhr platzte die Nachricht vom Fall der Berliner Mauer und machte damit die Uhr zur Zeitzeugin ihres eigenen Anliegens.

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