Aon Hewitt: Behörde begünstigt Panikmache

Stresstest zur betrieblichen Altersversorgung nicht praxisgerecht

Aon Hewitt: Behörde begünstigt Panikmache

Dr. Georg Thurnes, Chefaktuar von Aon Hewitt kritisiert die Aufsichtsbehörde EIOPA.

„Stresstests können sinnvoller Bestandteil des Risikomanagements sein. Sie müssen aber praxisgerecht sein und die Ergebnisse sollten richtig interpretiert und kommuniziert werden. Sonst können sie sich absolut kontraproduktiv auswirken und sinnvolle Altersversorgung erschweren“, kritisiert Dr. Georg Thurnes, Chefaktuar des Beratungsunternehmens Aon Hewitt, die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA). Die Behörde hatte am 14.12.2017 die Ergebnisse ihres zweiten Stresstests für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) veröffentlicht. Daraufhin waren Schlagzeilen zu lesen, die von „verheerenden Unterdeckungen“ berichteten. Bis zu 700 Milliarden Euro würden zur Abdeckung von Betriebsrentenansprüchen fehlen.

„Selbstverständlich ist die augenblickliche Niedrigzinsphase für alle EbAV belastend. Der Stresstest unterstellt aber, dass ganz extreme Belastungen an einem Stichtag plötzlich und gesammelt auftreten und die Situation sich dann auf Dauer nicht mehr verändert. Hieraus tatsächliche Bedeckungslücken oder gar bedrohliche Auswirkungen für die Trägerunternehmen dieser EbAV abzuleiten ist praxisfern“, erläutert Thurnes. Seien Sanierungsmaßnahmen erforderlich, würden diese in der Regel behutsam, möglichst frühzeitig und vorbeugend über längere Zeiträume geplant und umgesetzt.

„Was will EIOPA erreichen?“ fragt Thurnes. Die Behörde beuge Panik schürender Berichterstattung nicht aktiv vor und begünstige diese sogar durch die eigene Öffentlichkeitsarbeit. „Welche Schlüsse sollen der Normalbürger und der noch nicht Betriebsrente gewährende Unternehmer ziehen? Der oft und zurecht geforderten stärkeren Ausbreitung der betrieblichen Altersversorgung wird hier ein Bärendienst erwiesen“, stellt Thurnes abschließend fest.

Die vollständige Stellungnahme von Chefaktuar Dr. Georg Thurnes kann hier heruntergeladen werden: http://www.lbav.de/von-baeren-und-diensten/

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Aon Hewitt zählt zu den weltweit führenden Beratern im Bereich Human Resources. In Deutschland setzt das Unternehmen für seine Kunden praxisorientierte und innovative Lösungen in der betrieblichen Altersversorgung, Vergütung und im Talentmanagement um. Dabei kann sich Aon Hewitt auf exzellentes lokales Fachwissen und ein eigenes globales Expertennetzwerk stützen. Mit rund 450 Mitarbeitern an den Standorten Hamburg, Mülheim an der Ruhr, München, Stuttgart und Wiesbaden ist es das Ziel, zum nachhaltigen Erfolg unserer Kunden beizutragen. Weltweit ist Aon Hewitt mit fast 15.000 Mitarbeitern in 50 Ländern aktiv. Weitere Informationen zu Aon Hewitt finden Sie unter www.aonhewitt.de

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