Lidimba Karinto und seine Großskulptur „Mamba“: Ein Meisterwerk der Schnitzkunst der Makonde

Lidimba Karinto und seine Großskulptur „Mamba“: Ein Meisterwerk der Schnitzkunst der Makonde

Faszination der Makonde-Schnitzkunst aus Ostafrika, hier vorgestellt in einer ganz außergewöhnliche Groß-Skulptur.

BildDer in Ostafrika lebende Stamm der Makonde hat zahlreiche Meisterschnitzer hervorgebracht, die ab den 1960er-Jahren mit der als Modern Makonde Art bezeichneten Holzbildhauerei besondere internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren haben. Zu den besten und renommiertesten Schnitzern von in der Makonde-Mythologie verankerten Geisterskulpturen (Shetani) zählt bis heute Lidimba Karinto (häufig auch: Karinto Lidimba oder nur Karinto).

Karinto ist 1944 in Mosambik geboren. Im Alter von 15 Jahren hat er von seinen Verwandten das Schnitzen gelernt und darin eine Meisterschaft und – nach der Übersiedlung nach Dar es Salaam in Tansania – ab den frühen 1970er-Jahren zunehmend auch internationale Bekanntheit erlangt. Im Jahre 1988 hat Karinto begonnen, eines seiner Hauptwerke aus dem schwarzen Ebenholz zu schnitzen, eine nahezu 5 m lange, an ein Krokodil erinnernde Großskulptur, die mit dem Titel „Mamba“ bekannt geworden ist. Um sich ganz auf diese Skulptur konzentrieren zu können, hat er sich für sechs Monate abgeschieden in den Busch zurückgezogen und an diesem Werk gearbeitet. Dabei ist er – wie er in einem im Oktober 1989 aufgezeichneten Interview (was für Makonde-Schnitzer extrem selten ist) mitgeteilt hat -, besonders vom Überlebenskampf der Tiere im Busch inspiriert worden. Auf dem Rücken der Skulptur befinden sich diverse Tiere (z.B. Kröten, Insekten u.a.m.) sowie Tierszenen, in denen diese Inspirationen des Künstlers ihren Ausdruck finden.

Karinto selbst hat die „Mamba“-Skulptur als einzigartig bezeichnet und sich gewünscht, dass sie für nachfolgende Schnitzergenerationen als Anschauungsobjekt und Ansporn dienen soll.

Lidimba Karinto ist schon 1992 verstorben und hat zwei Söhne hinterlassen, die ebenfalls bekannte Makonde-Schnitzer geworden sind. https://www.openpr.de/news/1327970/Lidimba-Karinto-und-seine-Soehne-Meisterschnitzer-der-Makonde-So-fing-alles-an.html

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HMC – Hamburg Mawingu Collection
Herr Peter-Andreas Kamphausen
Seestraße 4
22607 Hamburg
Deutschland

fon ..: 040828979
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email : info@makonde.de

Die Hamburg Mawingu Collection (HMC) ist eine nicht-kommerzielle Familiensammlung und zählt zu den international führenden Sammlungen moderner ostafrikanischer Makonde-Schnitzkunst. Neben zahlreichen Meisterwerken der bekannten Makonde-Holzbildhauer (z.B. Dastani, Karinto, Anangangola, Kashimiri, Chanuo u.v.a.) repräsentiert die HMC: George Lilanga Collection einen wesentlichen Teil der Sammlung. Vertreten sind Werke aus allen Schaffensperioden dieses international renommierten Künstlers, z.B. Gemälde, Zeichnungen, Radierungen, Metallarbeiten, Skulpturen und andere Arbeiten. Im Jahre 2005 hat die Hamburg Mawingu Collection unmittelbar nach dem Tod von George Lilanga ein Werkverzeichnis vorgelegt, mit dem ein bislang einzigartiger systematisch konsistenter und thematisch gegliederter Gesamtüberblick über das komplexe Lebenswerk Lilanga’s ermöglicht wird. Ergänzt werden die HMC-Veröffentlichungen durch die Dokumentation der Lilanga-Türen für das untergegangene Kunsthaus in Dar es Salaam / Tansania und den ersten Band eines Werkverzeichnisses der Radierungen.

Neben der eigentlichen Sammlungstätigkeit werden u.a. eigene wissenschaftliche Studien durchgeführt, (Feld-)Forschungsvorhaben initiiert sowie auch andere kunst- bzw. kulturbezogene Projekte in Afrika und weltweit unterstützt.

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