10 Jahre Deutscher Hauswirtschaftsrat – die Stimme für die Hauswirtschaft

Der Deutsche Hauswirtschaftsrat (DHWiR) e. V. wurde am 19. November 2016 in Frankfurt am Main von zehn hauswirtschaftlichen Verbänden gegründet. Heute sind über 30 Organisationen im DHWiR vertreten.

Ziel des Zusammenschlusses war und ist es, als Stimme der Hauswirtschaft offizieller Ansprechpartner und Lobbyorganisation für Politik und Gesellschaft zu sein. Das zehnjährige Bestehen wurde im Rahmen der Ratsversammlung am 26. Oktober in Frankfurt gefeiert.

Nach der Begrüßung durch Vizepräsidentin Annette Heuser folgte das Grußwort von Stadträtin Ina Hauck, die in Vertretung des Frankfurter Oberbürgermeisters gekommen war. Sie hob hervor, welch wichtige Rolle die Hauswirtschaft auch in den Kommunen spielt, sei es in Kitas, Schulen oder sozialen Einrichtungen. Sie bedankte sich für das Engagement und freute sich, dass die Ratsversammlungen fast immer in Frankfurt stattfinden.

Wilma Losemann, Vizepräsidentin von 2016 bis 2020, und Sigried Boldajipour, Präsidentin von 2020 bis 2023, boten einen spannenden Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre. Wilma Losemann berichtete über die Zeit des Aufbruchs und des Enthusiasmus für die Hauswirtschaft. „Besonders deutlich wurde das beim ersten Deutschen Hauswirtschaftskongress 2019 mit 340 Teilnehmern. Wir verließen den Kongress mit dem Gefühl, dass wir die Hauswirtschaft aus dem Schattendasein herausholen können.“
Sigried Boldajipour betonte: „Der DHWiR hat es in den 10 Jahren seines Bestehens geschafft, eine anerkannte Lobbyorganisation zu werden, die sich überall dort einbringt, wo Belange der professionellen Hauswirtschaft betroffen sind. Die Herausforderungen liegen weniger im fachlichen Diskurs als vielmehr im Wandel politischer Zuständigkeiten in Bundesministerien, also in der permanenten Suche nach den „richtigen“ Ansprechpartnerinnen“

Laudatorin der Jubiläumsfeier war Prof.in i.R. Angelika Sennlaub, Vorsitzendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) e.V. Die dgh war maßgeblich an der Gründung des Dachverbundes beteiligt. Sennlaub nahm Bezug auf die Abkürzung (DHWiR) und gab den Zuhörenden mit: „Das „wir“ im Logo des Hauswirtschaftsrates ist fett und grün, denn: Gemeinsam sind wir stark. Wir alle sind der Hauswirtschaftsrat!“

„Wenn wir heute zehn Jahre Deutscher Hauswirtschaftsrat feiern, dann feiern wir nicht nur das zehnjährige Bestehen einer Organisation. Wir feiern auch die Idee, dass die Hauswirtschaft ihre Interessen gemeinsam vertritt, dass sie in Politik und Gesellschaft Gehör findet und dass sie als Profession wahrgenommen wird.“ Mit diesen Worten eröffnete Ursula Schukraft, heutige Präsidentin des DHWiR, ihre Ansprache. Sie zeigte auf, wie die Idee entstand, wer entscheidend mitwirkte, und sie schloss mit den Worten: „Zehn Jahre Deutscher Hauswirtschaftsrat sind nicht nur ein Grund zum Feiern. Sie sind auch ein Auftrag für die Zukunft!“

Auf diese Zukunft und ihre Herausforderungen blickten Moderator Peter Hammer und die Teilnehmerinnen der anschließenden Podiumsdiskussion. M. Christine Klöber, Gründungsmitglied und ehemalige Sektionssprecherin, schlug den Bogen vom UNESCO-Nachhaltigkeitsziel Bildung zur hauswirtschaftlichen Bildung. Diese befähige zu einem Management der Infrastruktur unserer Gesellschaft. Sventje Uhl, Leiterin Qualitätsmanagement, Hauswirtschaft und Hygiene beim Mitglied BeneVit, stellte das Hausgemeinschaftskonzept ihres Trägers vor und betonte, dass die Hauswirtschaft dort einen besonders hohen Stellenwert hat und in einigen Fällen zu einer Verringerung des Pflegegrades von Bewohnern beigetragen hat. Präsidentin Schukraft stellte einige der Höhepunkte des Jahres 2026 vor: das Gespräch mit Arbeitsministerin Bärbel Bas und einen neuen Runden Tisch Hauswirtschaft im Saarland. Zudem informierte sie über die neue Initiative, Hauswirtschaft explizit in den Care Deal der EU einzubringen. Einig waren sich alle auf dem Podium: Die Domäne braucht fundierte Zahlen und Daten, um die Wirkung von Hauswirtschaft für die Gesellschaft nachzuweisen. Auch das wird eine Herausforderung für die Zukunft sein.

Die anerkennenden Grußworte und Ansprachen unterstrichen die Bedeutung des Jubiläums und gaben der Veranstaltung einen würdigen und inspirierenden Rahmen.

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