Führungskräfte aus den eigenen Reihen entwickeln

Führungskräfte aus den eigenen Reihen entwickeln

Führungskräfte müssen nicht immer extern gesucht werden. Wer Potenziale im eigenen Unternehmen erkennt und gezielt entwickelt, schafft Perspektiven und bereitet Fachkräfte auf neue Verantwortung vor.

BildFachschule für Technik Kassel: Warum strategische Personalentwicklung gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten an Bedeutung gewinnt

Kassel, 01.10.2026. Die wirtschaftliche Lage in Nordhessen bleibt angespannt. Der Konjunkturbericht Frühsommer 2026 der IHK Kassel-Marburg zeigt eine deutliche Zurückhaltung der Unternehmen: Nur 7,4 Prozent der 298 an der Befragung beteiligten Unternehmen planten zusätzliche Einstellungen, 30,7 Prozent gingen von einem Personalabbau aus. Der IHK-Klimaindex sank gegenüber der vorherigen Erhebung von 98,4 auf 83,4 Punkte.

Für Unternehmen stellt sich damit eine Frage, die über die aktuelle Konjunkturlage hinausgeht: Wie lassen sich notwendige Kompetenzen und zukünftige Führungskräfte entwickeln, wenn externe Einstellungen schwieriger werden oder bewusst zurückhaltender erfolgen?

Eine Antwort kann im eigenen Unternehmen liegen. Erfahrene Fachkräfte kennen Abläufe, Produkte, Kunden und Kollegen. Sie verfügen über praktisches Wissen und sind häufig bereits fest im Unternehmen verankert. Wer bei der Besetzung zukünftiger Führungspositionen auch die eigenen Mitarbeiter in den Blick nimmt, verbindet Personalentwicklung mit der Sicherung von Wissen und Erfahrung.

Vom Fachwissen zur Führungsverantwortung

Eine gute Fachkraft wird jedoch nicht automatisch zu einer guten Führungskraft. Mit dem Wechsel der Rolle verändern sich die Anforderungen: Mitarbeiter führen, Entscheidungen treffen, Arbeitsabläufe organisieren, wirtschaftliche Zusammenhänge berücksichtigen und Verantwortung für Ergebnisse übernehmen.

„Bei der Suche nach zukünftigen Führungskräften lohnt sich deshalb immer auch der Blick in die eigenen Reihen. Viele Unternehmen haben Menschen mit großer fachlicher Erfahrung und hoher Identifikation bereits an Bord. Entscheidend ist, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und sie gezielt auf neue Verantwortung vorzubereiten“, sagt Rüdiger Krahe, Schulleiter der Fachschule für Technik Kassel.

Berufliche Aufstiegsfortbildungen können an dieser Schnittstelle ansetzen. Qualifikationen wie der Geprüfte Industriemeister oder Geprüfte Logistikmeister verbinden vorhandene Berufserfahrung mit zusätzlichen Kompetenzen unter anderem in Organisation, Betriebswirtschaft sowie Führung und Personal.

Personalentwicklung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Kurzfristige konjunkturelle Unsicherheit und langfristige Veränderungen am Arbeitsmarkt schließen sich nicht aus. Während Unternehmen aktuell zurückhaltender planen, verändert der demografische Wandel gleichzeitig das verfügbare Arbeitskräfteangebot. Die im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales erstellten Arbeitsmarkt- und Berufsprognosen bis 2030 untersuchen diese Entwicklung differenziert nach Regionen und Berufsgruppen.

Für Unternehmen lohnt sich deshalb der frühzeitige Blick auf die eigene Personalstruktur: Wer könnte künftig eine Schicht, ein Team oder einen Bereich führen? Wo wird in den kommenden Jahren Verantwortung neu verteilt? Welches Erfahrungswissen sollte im Unternehmen erhalten bleiben? Und welche Mitarbeiter haben das Potenzial, sich auf neue Aufgaben vorzubereiten?

„Personalentwicklung beginnt für mich nicht erst dann, wenn eine Stelle frei wird“, sagt Krahe. „Wenn Unternehmen frühzeitig erkennen, welche Menschen sie weiterentwickeln möchten, können sie Wissen und Erfahrung im Betrieb halten und gleichzeitig konkrete berufliche Perspektiven schaffen.“

Berufliche Entwicklung mit dem Unternehmen verbinden

Gerade berufsbegleitende Weiterbildung bietet dafür einen Ansatz. Mitarbeiter bleiben während ihrer Qualifizierung im Unternehmen und können neue Kenntnisse unmittelbar mit der betrieblichen Praxis verbinden.

Auch für die Beschäftigten entsteht damit eine Perspektive: Berufliche Weiterentwicklung muss nicht zwangsläufig mit einem Unternehmenswechsel verbunden sein. Wer im eigenen Betrieb Entwicklungsmöglichkeiten erhält, kann den nächsten Karriereschritt dort gehen, wo bereits Erfahrung und betriebliche Kenntnisse vorhanden sind.

Für die Fachschule für Technik Kassel gehört diese Verbindung von individueller Entwicklung und betrieblicher Personalentwicklung zu den zentralen Aufgaben beruflicher Weiterbildung.

Weitere Informationen zu den Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Fach- und Führungskräfte sowie zu den Beratungsangeboten der Fachschule für Technik Kassel finden Interessierte unter www.ftk-kassel.de.

Quellen

Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg: _Konjunkturbericht Frühsommer 2026 – Wirtschaft in großer Sorge_, Mai 2026. Konjunkturbericht der IHK Kassel-Marburg

IWAK – Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur, Goethe-Universität Frankfurt am Main: Demireva, Lora / Schmehl, Dennis / Larsen, Christa (2024): _Arbeitsmarkt- und Berufsprognosen für Hessen und seine Regionen von 2023 bis 2030 – 26 Regionaldossiers: Ausgangslage – Prognoseergebnisse – Handlungsansätze_. Erstellt im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Originalveröffentlichung des IWAK

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Fachschule für Technik Kassel e. V.
Herr Rüdiger Krahe
Gobietstraße 13
34123 Kassel
Deutschland

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email : r.krahe@ftk-kassel.de

Die Fachschule für Technik Kassel e. V. ist ein regionaler Anbieter beruflicher Weiterbildung mit Sitz in Kassel. Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Weiterbildungsangebote für Fachkräfte, die sich beruflich weiterentwickeln, zusätzliche Verantwortung übernehmen und neue Karriereperspektiven erschließen möchten. Mit Aufstiegsfortbildungen zur Vorbereitung auf IHK-Prüfungen und weiteren Qualifizierungsangeboten verbindet die FTK berufliche Entwicklung mit den Anforderungen der regionalen Wirtschaft.

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