Pfotenverband oder Verbände an anderer Stelle: So gehen Sie beim Hund am besten vor. Alles von Wundbehandlung bis Verband richtig anlegen.
Ob Pfotenverband, Druckverband oder Wundauflage beim Hund: Theoretisch können Sie als Hundebesitzer alles davon Ihrem Vierbeiner selbst anlegen. Verwenden Sie dafür dieselben Materialien wie beim Menschen: sterile Mullkompressen oder nicht-haftende Wundauflagen, selbsthaftende elastische Bandagen und Fixierpflaster oder Leukoplast bzw. Klebeband zur Fixierung. Vorher sollten Sie eine eventuelle offene Wunde fachmännisch säubern und desinfizieren.
Unter dem schützenden Verband schreitet die Heilung hoffentlich schnell voran. Dafür braucht der Körper unbedingt die passenden Nährstoffe, vor allem B-Vitamine und Eiweiße. Nur, wenn diese in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, können sich Wunden komplikationslos schließen. Das Ergänzungsfutter REiCO Haut&Fell+ fördert auf direktem Weg die Wundheilung und die Hautelastizität, weil es alle kostbaren Nährstoffe enthält, die dafür nötig sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Wie bereite ich die Wunde des Hundes vor dem Verband Anlegen vor?
2. Wunde beim Hund blutet noch: Wie stoppe ich die Blutung?
3. Wie lege ich einen Verband beim Hund richtig an?
4. Sonderfall: Wie lässt sich ein Pfotenverband beim Hund richtig anbringen?
5. So wichtig ist die artgerechte Ernährung für die Heilung
Wie bereite ich die Wunde des Hundes vor dem Verband Anlegen vor?
Spülen Sie die Wunde vorsichtig mit steriler Kochsalzlösung oder sauberem, lauwarmem Wasser aus, um groben Schmutz und sichtbare Fremdkörper zu entfernen. Trocknen Sie die Stelle anschließend sanft ab. Ein mildes Wunddesinfektionsmittel tötet die noch vorhandenen Keime.
Tragen Sie bei der Behandlung bevorzugt Einmalhandschuhe, um keine Kontaminationen zu übertragen. Verwenden Sie auf keinen Fall alkoholhaltige Desinfektionsmittel oder Wasserstoffperoxid! Damit tun Sie Ihrem Hund weh und schädigen das empfindliche Gewebe. Haare rund um die Wunde sollten Sie besser kürzen oder rasieren, möglichst ohne dabei die eigentliche Verletzung zu berühren. Eine von Ihrem Tierarzt empfohlene Wundsalbe können Sie nach beiliegender Anleitung benutzen.
Wunde beim Hund blutet noch: Wie stoppe ich die Blutung?
Vor dieser Behandlung muss die Wunde natürlich aufhören zu bluten. Drücken Sie eine sterile Kompresse oder ein nicht-fusselndes, sauberes Tuch auf Stelle, solange, bis das Blut nicht mehr rinnt. Starke oder schießende Blutungen stoppen Sie zur ersten Hilfe mit einem festen Druckverband, danach starten Sie unverzüglich zum Tierarzt durch.
Wie lege ich einen Verband beim Hund richtig an?
Direkt auf die offene Wunde legen Sie eine sterile, nicht-haftende Kompresse – und keinesfalls irgendwelche Watte oder andere Polster, deren Fasern sich mit dem Gewebe verkleben können. Gepolstert wird, wenn nötig, erst oberhalb dieser ersten Wundauflage.
Anschließend folgt der Mullverband, um Kompresse und Polsterung am Platz zu halten. Er darf weder so locker sein, dass er verrutscht, noch zu straff, dass er die Durchblutung blockiert: Prüfen Sie, ob zwei Ihrer Finger unter den Rand des angelegten Verbands passen – wenn ja, haben Sie Ihre Sache gut gemacht. Schwillt die Zone unter dem Verband nachträglich an, wird der Bereich kalt oder zeigt Ihr Hund deutliche Schmerzsignale, sollten Sie Ihr „Werk“ wieder entfernen und besser zum Tierarzt oder zur Tierärztin gehen.
Fixieren Sie den Verband mit Klebeband oder Pflastern. Bei einem Pfotenverband bringen Sie eine Schicht Leukoplast oder wasserabweisendes Tape als eine Art Laufsohle an. Sichern Sie den Übergang vom Fell zum Verband gut, damit der Hund nicht die Polsterwatte herauszieht. Pfotenschuhe oder eine einfache Plastiktüte leisten beim Regenspaziergang einen guten Dienst. Leckt der Hund am Verband oder versucht er, den Wundschutz abzureißen, können Sie ihm einfach einen Leckschutz selber machen.
Der tägliche Verbandswechsel ist Pflicht. Dabei können Sie auch regelmäßig einen Blick auf den Heilungsfortschritt werfen und erkennen frühzeitig, wenn etwas schiefläuft.
Sonderfall: Wie lässt sich ein Pfotenverband beim Hund richtig anbringen?
Allzu oft trifft es die empfindliche Hundepfote. Ob Dorn im Fuß, Verletzungen durch spitze Steine oder die abgerissene Kralle: Eine Pfotenverletzung braucht zügige erste Hilfe, doch manchmal führt trotzdem kein Weg um den Tierarztbesuch herum. Gegen tiefe Fremdkörper oder eine starke Blutung kommen Herrchen und Frauchen oft alleine nicht an.
Wenn Sie selbst einen Pfotenverband anlegen, sollten Sie Folgendes unbedingt beachten:
* Sämtliche oben genannten Regeln fürs Verband Anlegen gelten auch hier
* Legen Sie alle Materialien, einschließend der elastischen Binde, zuerst griffbereit
* Bereiten Sie die Wunde durch Spülen, Abtrocknen und Desinfizieren vor
* Legen Sie zwischen allen Zehen und Krallen ein wenig Watte ein
* Orientieren Sie sich beim Wattieren an der natürlichen Zehenstellung
* Danach wickeln Sie den Pfotenverband von unten nach oben
* Die elastische Binde muss leicht gespannt sein und sich zu etwa 50 % überlappen
Die Wattierung zwischen den Zehen ist nötig, damit der Verband nicht die Pfoten schmerzhaft zusammendrückt. So vermeiden Sie Druckstellen und Flüssigkeitsstau an und in den empfindlichen Körperteilen. Auch beim Pfotenverband gilt: Schwellungen, Kälte, Verfärbungen, Nässe, schlechter Geruch und Schmerzsymptome sind ein Fall für die Tierarztpraxis. Lieber einmal zu viel dorthin als zu wenig.
So wichtig ist die artgerechte Ernährung für die Heilung
Der Hundekörper kann bei seiner Heilung nur die Baustoffe nutzen, die er durch seine Ernährung bekommt. Fehlt ein Nährstoff, entsteht ein Mangel und schon geht etwas schief. Das gilt auch dann, wenn der Hund putzmunter und unverletzt ist, nur dauert es in diesem Fall meist länger, bis die Folgen der Fehlernährung sichtbar werden. Mit unserer kostenlosen und unverbindlichen Futterberatung sichern Sie sich und Ihren Hund gegen Mangelernährung ab. Ein großes Plus für die Gesundheit, egal, was sonst im Leben geschieht. Melden Sie sich gerne heute noch bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
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