Lubera startet Forschungsprojekt zur Entwicklung phytophthoraresistenter Himbeersorten

Lubera startet Forschungsprojekt zur Entwicklung phytophthoraresistenter Himbeersorten

Mit moderner Markertechnik und internationalen Forschungspartnern arbeitet Lubera an Himbeersorten, die besser gegen Wurzelfäule geschützt sind und langfristig den Pflanzenschutz reduzieren können.

BildGemeinsam mit Agroscope und dem James Hutton Institute soll die grösste Schwachstelle der Himbeerkultur züchterisch gelöst werden.

Buchs (SG) – Die Wurzelfäule, verursacht vor allem durch _Phytophthora rubi_, gilt als die bedeutendste Krankheit der Himbeere. Nach Schätzungen von Lubera hängen bis zu 60 Prozent aller Ausfälle von Himbeerpflanzen im Hausgarten direkt oder indirekt mit dieser Krankheit zusammen. Trotz ihrer wirtschaftlichen Bedeutung wurde die Resistenzzüchtung gegen Phytophthora international bislang nur in begrenztem Umfang vorangetrieben.

Mit Unterstützung des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) hat Lubera deshalb gemeinsam mit Agroscope und dem James Hutton Institute in Schottland ein praxisorientiertes Forschungsprojekt gestartet. Ziel ist die Entwicklung neuer Himbeersorten mit deutlich verbesserter Widerstandsfähigkeit gegen Wurzelfäule.

„Für viele Gartenbesitzer ist die Wurzelfäule die eigentliche Ursache für das langsame Absterben ihrer Himbeeren, ohne dass dies erkannt wird“, erklärt Markus Kobelt, Gründer und Züchter von Lubera. „Wir möchten die Resistenz gegen Phytophthora zu einem zentralen Zuchtziel machen und damit langfristig robustere Sorten entwickeln.“

Neue Möglichkeiten durch genetische Marker

Eine Schlüsselrolle im Projekt spielt ein genetischer Marker, der vom James Hutton Institute entwickelt wurde. Mit Hilfe dieses Markers lässt sich eine Resistenzquelle nachweisen, die von der englischen Sorte _Autumn Treasure_ stammt. Dadurch können bereits junge Sämlinge untersucht werden, ohne dass langjährige Feldversuche abgewartet werden müssen.

Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit den schottischen Züchtern verfügt Lubera heute über mehr als 300 Selektionslinien und Genotypen, die potenziell Träger dieser Resistenzgene sein könnten. Diese werden nun systematisch analysiert.

Vierfacher Ansatz zur Beschleunigung der Resistenzzüchtung

Das Projekt kombiniert vier verschiedene Forschungs- und Entwicklungsansätze:

* Identifikation von Selektionslinien mit möglicher Resistenzgenetik aus _Autumn Treasure._
* Untersuchung von über 300 Genotypen mit Hilfe molekularer Marker.
* Überprüfung der Ergebnisse in Feldversuchen auf natürlich mit Phytophthora belasteten Standorten.
* Entwicklung eines reproduzierbaren Infektionstests durch Agroscope zur besseren Bewertung neuer Züchtungen.

Durch die Kombination dieser Methoden soll die Entwicklung neuer resistenter Sorten deutlich beschleunigt werden.

Mehrere Resistenzquellen im Fokus

Besonders interessant ist die Möglichkeit, künftig verschiedene Resistenzquellen miteinander zu kombinieren. Neben der Resistenz von _Autumn Treasure_ stehen dabei auch ältere, seit Jahrzehnten bekannte resistente Sorten im Fokus.

Dazu gehören die nordamerikanische Sorte _Latham_ sowie die Weihenstephaner Züchtungen _Weirula_ und die daraus hervorgegangene Lubera-Sorte _Sanibelle_. Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Resistenzquellen möglicherweise unabhängig voneinander entstanden sind. Dies würde neue Möglichkeiten eröffnen, mehrere Resistenzmechanismen in zukünftigen Sorten zu bündeln.

Bedeutung für Hausgarten und Erwerbsanbau

Die Entwicklung phytophthoraresistenter Sorten könnte weit über den Hausgarten hinaus Bedeutung gewinnen. Während im Erwerbsanbau heute häufig Topf- und Substratkulturen eingesetzt werden, könnten robuste Sorten langfristig wieder einfachere und ressourcenschonendere Kulturformen im Boden ermöglichen.

Das Projekt soll deshalb nicht nur neue Sorten hervorbringen, sondern auch wichtige Grundlagen für die zukünftige Himbeerzüchtung schaffen.

„Wir wissen, dass Forschung keine Erfolgsgarantie bietet“, sagt Markus Kobelt. „Aber wir sind überzeugt, dass dieser systematische Ansatz die besten Chancen eröffnet, die grösste Schwachstelle der Himbeerkultur nachhaltig zu entschärfen.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Lubera AG
Herr Reto Rohner
Lagerstrasse 1
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Schweiz

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email : reto.rohner@lubera.com

Was Lubera unterscheidet:
Unsere Firmen-DNA
1. Wir fokussieren uns konsequent auf den Hausgartenmarkt und die Bedürfnisse von Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern
2. Wir haben klare Zuchtziele für essbare Pflanzen:
o einfacher zu kultivieren
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o widerstandsfähiger
o wenn möglich überraschend
3. Die vertikale Integration von der Züchtung bis zum Verkauf an Endkunden – mit einem geschlossenen Lernkreislauf zwischen Züchtung, Produktion und Kundenfeedback
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