IfKom: Kupfer-Glas-Migration beschleunigen!

Die IfKom setzen sich für eine zügige Umsetzung der Kupfer-Glas-Migration ein. Um künftigen Anforderungen zu genügen, bedarf es eines entsprechenden Regulierungskonzepts.

Eine möglichst flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland, fördert die digitale Transformation und ermöglicht neue innovative Anwendungen dank hoher Bandbreiten. Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt daher das von der Bundesnetzagentur vorgelegte Regulierungskonzept zur Kupfer-Glas-Migration, das unter anderem dieses Ziel verfolgt. Hinzu kommen wichtige Rahmenbedingungen, die das Migrationsgeschehen unterstützen sollen. Dazu zählen faire Wettbewerbsbedingungen und wirtschaftlicher Erfolg für die ausbauenden Unternehmen sowie angemessene Preise für die Nutzer mit freier Wahl des Anbieters und der Produkte.

In ihrer aktuellen Stellungnahme an die Bundesnetzagentur zum Regulierungskonzept weisen die IfKom darüber hinaus auf einige Maßnahmen hin, die den flächendeckenden Glasfaserausbau unterstützen und den Ausbau beschleunigen sollen.

So ist „Open Access“ auch nach Auffassung der IfKom eine grundlegende Voraussetzung für die Kupfer-Glas-Migration. Angesichts der steigenden Zahl von Kooperationsvereinbarungen zwischen den Netzbetreibern oder der direkten Auswahlmöglichkeiten durch die Konkurrenzsituation vor Ort wird eine Regulierung dieses Punktes nach Meinung der IfKom in den Hintergrund treten. Dennoch darf dieser Aspekt nicht vernachlässigt werden, denn die freie Auswahl des Diensteanbieters und der Produkte stellt eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Migration dar.

Als eine weitere Voraussetzung, einen Glasfaseranschluss aktiv zu nutzen, sehen die IfKom die örtliche Nähe der Glasfaser, die sich entweder vor oder auf dem Grundstück befindet oder bereits in der Wohnung. Je näher der Anschluss liegt, desto leichter wird sich der Nutzer entscheiden, diesen auch zu aktivieren (homes activated).

Die deutlich überwiegende Zahl der Glasfaseranschlüsse befindet sich im Status homes passed(+). Das Erreichen des Status homes connected nach der Ausbauphase ist jedoch aufwändig und kostenintensiv. Die IfKom sehen hier die Verantwortung insbesondere bei den Netzbetreibern und bei der Politik, die Herstellung der Gebäudeanbindung an das Glasfasernetz kostengünstig zu gestalten. Kosten könnten gedeckelt oder eine staatliche Förderung gezahlt werden. Ein Anreiz für den Umstieg auf das Glasfasernetz wäre zudem beispielsweise die Einführung neuer leistungsfähiger Produkte, die auf Glasfaser angewiesen sind.

Politik und Netzbetreiber sollten zu diesen wesentlichen Punkten Lösungen finden, damit die Digitalisierung Deutschlands voran gebracht wird. Denn aktuell findet sich Deutschland im Vergleich der OECD-Staaten bei den aktiven Glasfaseranschlüssen auf Platz 34 von 38 wieder. Zwar erfüllt das gut ausgebaute DSL-Netz die Anforderungen vieler privater Endkunden, das Glasfasernetz ist jedoch deutlich leistungsfähiger und zukunftssicher. Um künftigen Anforderungen zu genügen, muss ein Regulierungskonzept nach Auffassung der IfKom eine zügige Umsetzung der Kupfer-Glas-Migration gewährleisten.

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