Europäisches Projekt HYPOBATT vor der finalen Demonstration

Europäisches Projekt HYPOBATT vor der finalen Demonstration

Ein europäisches Konsortium entwickelt ein modulares, standardkonformes Multi-Megawatt-Ladesystems für vollelektrische Schiffe. Die AG Reederei Norden-Frisia unterstützt mit dem Elektrokatamaran.

BildSeit April 2025 pendelt der E-Kat, das erste rein elektrisch betriebene Seeschiff unter deutscher Flagge, bis zu achtmal täglich CO?-frei zwischen Norddeich und der Insel Norderney. Bei der Entwicklung des E-Kat hat die AG Reederei Norden-Frisia auch technisch Neuland betreten. Neben dem Antrieb selbst musste auch die Ladeinfrastruktur neu gedacht werden. Im Rahmen des europäischen Partnerprojekts HYPOBATT geht nun die Entwicklung eines standardisierten Systems für Ladevorgänge bei Schiffsbatterien in die finale Phase und soll mit dem E-Kat ausgiebig getestet werden.

Die zentralen Systemkomponenten des neu entwickelten Multi-Megawatt-Ladegeräts werden derzeit im Hafen Norddeich installiert. An dem Projekt sind 18 Partnerunternehmen, Universitäten und
Forschungseinrichtungen aus zehn europäischen Ländern beteiligt. Im Fokus steht die Demonstration eines modularen, standardkonformen Multi-Megawatt-Ladesystems für vollelektrische Schiffe. Derzeit erfolgt der mechanische und elektrische Aufbau der Infrastruktur, gefolgt von umfassenden Systemtests.

„Die finale Demonstration ist für Ende Februar geplant. Sie ist ein entscheidender Moment für das Projekt HYPOBATT und das gesamte Konsortium. Sie zeigt, dass die im Projekt entwickelten Konzepte und Technologien nicht nur theoretisch funktionieren, sondern auch im realen maritimen Umfeld umsetzbar sind. Norddeich und der E-Kat bieten das ideale Umfeld, um diesen nächsten Schritt zu gehen“, sagt Dr. Endika Bilbao Muruaga, Projektkoordinator von HYPOBATT.

HYPOBATT steht für HYper POwered vessel BATTery charging system (hocheffizientes Schiffsbatterie-Ladesystem). „In der Schifffahrt brauchen wir viel höhere Ladeleistungen als beispielsweise im Automobilbereich“, sagt Maraike Pommer, Projektmanagerin bei der Frisia. Daher könne man dort vorhandene Technik nicht einfach adaptieren. „Die Konsortialpartner haben nun eine einheitliche Lösung für maritime Anwendungen entwickelt und mit dem E-Kat haben wir dabei
gerne unterstützt“, so Pommer. Die neue Technik sei einfach bedienbar, schnell, sicher, batterieschonend und kosteneffizient.

„CO?-Reduktion in der Schifffahrt ist eines der großen Zukunftsthemen der Branche“, sagt Reederei-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann. „Das Projekt HYPOBATT passt gut zu unserer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie und geht über unsere eigenen Anwendungen hinaus.“ Bislang hat die AG Reederei Norden-Frisia beispielsweise in die Erzeugung regenerativer Energie investiert, unter anderem mit der Überdachung von 600 Parkplätzen mit PV-Anlagen zur Energieversorgung des E-Kat.

Die Mehrkosten des elektrischen Antriebes des Elektrokatamarans wurden mit 608.000,00 EUR von der NBank des Landes Niedersachsen gefördert. Die Ladestation für den E-Kat wurde aus der BordstromTech Richtlinie im Rahmen der Umsetzung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung (MKS) mit insgesamt rund 650.000,00 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Fördermaßnahme wird von der NOW GmbH koordiniert.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

AG Reederei Norden-Frisia
Frau Anke Wolff
Mole Norddeich 1
26506 Norden
Deutschland

fon ..: 04931 987-1134
web ..: http://www.reederei-frisia.de
email : a.wolff@reederei-frisia.de

Die heutige AG Reederei Norden-Frisia wurde im späten 19. Jahrhundert unter dem Namen „Frisia“ als reines Schifffahrtsunternehmen gegründet. Seitdem hat sie sich zu einer Unternehmensgruppe mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen rund um die Inselversorgung entwickelt.

Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe heute rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Etwa 180 davon entfallen auf die eigentliche AG Reederei Norden-Frisia als Kernunternehmen. Die Aufgabe der „Frisia“ war bis dato die eines klassischen Inselversorgers und wandelt sich hin zu einem nachfrageorientierten Mobilitätsanbieter. Mit zwölf Fähr-, Fahrgast und Frachtschiffen bedient sie im Schwerpunkt ab Norddeich im ganzjährigen Liniendienst die Inseln Norderney und Juist.

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