Musik-Legenden aus Louisiana

Musik-Legenden aus Louisiana

(Bildquelle: Credit: Chris Granger)

Louisiana ist der Geburtsort des Jazz und Heimat einer ganz besonderen Musikstadt: New Orleans. Der hiesige Musikmix ist vor allem der kulturellen Vielfalt der Briten, Spanier, Franzosen und afro-karibischen Einwohner zu verdanken. Bekannt ist New Orleans dafür, dass eigentlich an jeder Ecke Live-Musik gespielt wird. Fröhlich, beschwingt und unbeschwert, so zeigt sich New Orleans seinen Besuchern – und bringt damals wie heute einzigartige Musiklegenden hervor.

Die wohl bekannteste Legende aus New Orleans ist Louis Armstrong – Jazzmusiker, Trompeter, Sänger, Komponist, Bandleader und Filmschauspieler. Durch sein virtuoses Spiel und seine unverwechselbare Stimme gilt er bis heute als populärster Jazzmusiker aller Zeiten. In den 1920er Jahren setzte er durch seine Technik neue Maßstäbe für die folgenden Generationen von Jazztrompetern. Er erhielt einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und der zweitgrößte Tenniscourt in Flushing Meadows wurde nach ihm benannt, wie auch der Louis Armstrong Park in New Orleans und der Louis Armstrong New Orleans International Airport. Zu seinen populärsten Hits zählen „What A Wonderful World“ und „Hello Dolly!“…

Jedes Jahr im August wird „Satchmo“ mit unzähligen Songs und Konzerten gefeiert. Das Satchmo SummerFest wurde 2001 ins Leben gerufen – das Jahr, in dem Louis Armstrong 100 Jahre alt geworden wäre – und zieht immer wieder zahlreiche Besucher an, viele davon aus Europa. Bei freiem Eintritt wird an vielen Orten im French Quarter Jazz in allen Stilrichtungen gespielt – längst nicht mehr nur die Musik von Louis Armstrong. Daneben gibt es ein Rahmenprogramm, das u.a. eine Jazz-Messe am Sonntag sowie jede Menge Unterhaltung für Kinder beinhaltet.
Armstrongs Spitzname „Satchmo“ ist übrigens eine Abkürzung von „satchel mouth“ (zu Deutsch etwa „Taschenmund“), eine Anspielung auf die Größe seines Mundes.

Die Sängerin Mahalia Jackson gilt als Pionierin der Gospel-Musik. Sie wuchs in New Orleans auf, wo sie zunächst in einer Baptistenkirche sang.
Die Bibel war nach ihren eigenen Aussagen ihre Quelle der Kraft. 1948 wurde der Singletitel „Move on up a Little Higher“ ein Riesenerfolg, der sie zu einem international gefragten Star machte. Zu Ehren der bedeutenden Künstlerin gibt es im Louis Armstrong Park das Mahalia Jackson Theater of the Performing Arts.

The Neville Brothers ist die wohl wichtigste New-Orleans-Musikfamilie, die man auch „Herz und Seele von New Orleans“ nennt. Die Brüder sind mehr als Musiker, sie sind die Schutzheiligen der Stadt.
Die vier Brüder Art, Charles, Aaron und Cyril wuchsen in New Orleans auf, wo sie auch von Anfang an mit der für die Stadt und für die Südstaaten der USA typischen Musik in Berührung kamen. Besonders prägend war für sie der Klang der Marching-Bands, und nachdem sie zunächst ihren Solo-Karrieren nachgegangen waren, traten sie 1977 erstmals als Neville Brothers auf und veröffentlichten ihre Musik bis 2004.

Dr. John gehört wie die Neville Brothers zu den bekanntesten gegenwärtigen Musikern aus New Orleans. Hier kam er in den späten Fünfzigern als einer der ersten weißen Künstler bei den legendären Ace Studios, dem ersten US-amerikanischen Independent-Label, unter Vertrag. Danach entwickelte sich Dr. John innerhalb weniger Jahre zu einem der begehrtesten Singer/Songwriter der Szene.
Dabei bewegte er sich wie ein Virtuose zwischen Soul, Jazz, R“n“B und Rock“n“Roll. Nach einer experimentellen und äußerst psychedelischen Phase Anfang der siebziger Jahre wandte er sich vornehmlich dem Blues zu.

Der Name Zydeco ist ein Verweis auf die Musik der schwarzen und kreolischen Gemeinden. Cajun hingegen ist die Musik der französisch sprechenden Siedler von New Orleans. Diese zwei Kulturen sind es, die das Besondere von New Orleans ausmachen.
Der Zydeco-Akkordeonist Buckwheat Zydeco hieß eigentlich Stanley Joseh Dural junior, geboren 1947 in Lafayette, wo er auch 2016 starb. Buckwheat hat beim Zydeco-King Clifton Chenier gespielt, gründete später seine eigene Band und wurde durch den Soundtrack zum Film „The Big Easy – Der große Leichtsinn“ mit Dennis Quaid und Ellen Barkin weltbekannt. Für Buckwheat Zydecos Album „Lay Your Burden Down“, von dem das Stück „Finding My Way Back Home“ stammt, bekam er 2009 einen Grammy in der Kategorie „Best Zydeco or Cajun Music Album“.

Jerry Lee Lewis, einer der großen Pioniere des Rock“n“Rolls, stammt aus dem kleinen Städtchen Ferriday in Louisiana. Für seine unstete und exzessive Lebensweise ist Lewis fast ebenso bekannt, wie für seine großartige Musik und die spektakulären, mitreißenden Konzerte, bei denen er mit Händen, Füßen und auch Ellbogen Klavier spielt. Lewis erhielt mehrere Goldene Schallplatten und im Jahr 2005 wurde ihm der Grammy Lifetime Achievement Award verliehen. Zu den bekanntesten Hits des Ausnahmekünstlers, der 1986 in die Rock“n“Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, zählen „Whole Lotta Shakin“ Goin“ On“ und „Great Balls of Fire“. In der Delta Music Museum and Hall of Fame in Ferriday erfährt man jede Menge interessanter Details aus dem aufregenden Leben des Sängers, der auch heute noch ab und an auf der Bühne steht.

Fats Domino ist wohl jedem Musikfan ein Begriff. Der aus New Orleans stammende Sänger und Songwriter war in vielen musikalischen Genres zu Hause, darunter Rock „n“ Roll, Rhythm and Blues, Piano-Blues und Boogie-Woogie. Seinen nicht ganz schmeichelhaften, aber durchaus eingängigen Künstlernamen verdankte der als Antoine Dominique Domino Jr. geborene Musiker seiner etwas umfangreicheren Körperfülle. Zu seinen größten Hits gehören „Blueberry Hill“, „Ain“t that a Shame“ und „I“m Walking“, das durch einen Aral-Werbespot Anfang der 90er Jahre in Deutschland Kultstatus erreichte. Anfang der 2000er Jahre hatte sich Fats Domino zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und trat nur noch sporadisch auf, wenn, dann vor allem in seiner Heimatstadt New Orleans. Im Jahr 2005 verlor er durch Hurrikan Katrina einen Großteil seines Besitzes, sein (wenn auch beschädigtes) Steinway Piano konnte jedoch aus den Überresten seines Hauses geborgen werden und ist heute im Presbytere Museum in New Orleans ausgestellt – Zeugnis einer großen musikalischen Karriere.

Der Musical Legends Park liegt zentral an der Bourbon Street im French Quarter und lädt zu einem Zwischenstopp ein. Hier geben Musiker gratis Konzerte und nebenher lernt man mehr über das Leben von Fats Domino, Allen Toussaint, Irma Thomas und vielen weiteren berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt.

Die Stadt New Orleans und der Staat Louisiana gehören zu den schönsten Regionen der US-Südstaaten. Sie begeistern Besucher mit kulinarischen Highlights, mitreißender Musik, kultureller Vielfalt, faszinierender Natur und der typischen Gastfreundschaft der Südstaaten. Weitere Informationen unter www.neworleans.de und www.louisianatravel.de

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