Im Teufelskreis einer psychischen Störung

Du hast dich schon immer mal gefragt, was in dem Kopf von einem psychisch kranken Menschen vorgeht oder wie du das Verhalten von einem betroffenen Freund oder Familienmitglied besser verstehen kannst?

Du bist selber krank und frägst dich, was andere psychisch kranke Menschen tun, damit es ihnen besser geht?

Jetzt hast du die Möglichkeit dazu, in „Depression-Borderline-Angststörung“, erzählt Larissa S. im Minutenprotokoll von ihrer Krankheit. Jeden Gedanken, jede Gefühls- und Stimmungsschwankung kannst du 31 Tagelang, hautnah miterleben.

Wenn man dieses Buch liest, wird einem deutlich der Kontrast bewusst, zwischen dem Bild, was diese Menschen der Öffentlichkeit zeigen und dem Bild, wie sie wirklich sind. Was in diesem Fall, Larissa, nur zu Hause rauslässt. Nach außen hin, mag sie jedem vorkommen, wie eine Frau ohne jegliche größere Probleme, doch wie kaputt sie wirklich ist, lässt sie niemanden sehen, bis zu diesem Buch. Jetzt schildert sie in aller Ausführlichkeit den Kampf, den sie jeden Tag aufs Neue kämpfen muss. Denn jeden Tag, muss sie den Teufel in sich besiegen und versuchen, sich selbst und ihr Leben zu lieben. Es gibt gute Tage, an denen sie das mit viel Sex, einem geregelten und erfolgreichen Tagesablauf, gesunder Ernährung und positiven Gedanken hinbekommt und dann scheint für den Moment, auch alles in Ordnung zu sein. Doch der nächste Tag, kann schon wieder das komplette Gegenteil darstellen. Gepeinigt von Fressattacken, die sie nicht stoppen kann und dem darauf folgendem Brechreiz, dem Wunsch nach Selbstzerstörung, Selbsthass und absoluter Antriebslosigkeit, lässt sie in ein Loch fallen, aus dem es sehr schwer ist, wieder heraus zu kommen.

Die Anstrengung, die es kostet, an solchen Tagen nur die kleinsten, alltäglichen Sachen zu meistern, kann man sich kaum vorstellen.

Dieses Hin und Her der Gefühle ist manchmal schwer nach zu vollziehen und mit zu erleben, es nimmt einen mit, lässt einen mitfiebern, hoffen und seine eigenen, kleinen Probleme, teilweise als nicht mehr so groß anzusehen. Außerdem wird einem deutlich bewusst, dass das Leben psychisch kranker Menschen aus einer Achterbahnfahrt besteht, die sie zum einen, in Höchstgefühle versetzt und zum anderen, bei der Talfahrt, die Luft zum Atmen nimmt.

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