Ich nutze die Osteopathie auch präventiv / Interview mit dem mehrfachen Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich

Ich nutze die Osteopathie auch präventiv / Interview mit dem mehrfachen Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich

(Mynewsdesk) Der Zweier- und Viererbob-Pilot Francesco Friedrich aus Pirna bei Dresden startet bei verschiedenen Weltcup-Rennen und bereitet sich auf die Weltmeisterschaft am Königssee bei Berchtesgaden vor. Medizinisch unterstützt wird der 26-Jährige stets vom Pirnaer Osteopathen, Physiotherapeuten und Heilpraktiker Stefan Haustein. Über die Bedeutung der Osteopathie für seine Karriere im Spitzensport sprach der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. mit dem Ausnahmetalent.

VOD: Herr Friedrich, vor einem Jahr – im Januar 2016 – waren Sie verletzt, hatten einen zwei Zentimeter langen Muskelfaserriss der Adduktoren im rechten Oberschenkel, Einblutungen in die Muskelhülle und konnten kaum gehen. Ihr Osteopath, Stefan Haustein, hat es geschafft, Sie durch die osteopathische Behandlung innerhalb kurzer Zeit wieder rechtzeitig fit für die Zweierbob-Weltmeisterschaft im Februar 2016 zu machen. Dort wurden Sie zum dritten Mal in Folge Weltmeister. Wie schätzen Sie selbst die medizinische Leistung ein?

Francesco Friedrich: Stefan Haustein hat alles gut freibekommen, er weiß genau, wie die Faszien sein müssen, dass es bestmöglichst regeneriert. Er hat genau gewusst, was er zu tun und zu lassen hat. In der Woche, in der ich zu Hause war und vier Behandlungen hatte, hat es wirklich immens viel gebracht.

VOD: Welche Erfahrungen haben Sie sonst mit Osteopathie gemacht? Wie oft werden Sie behandelt?

Francesco Friedrich: Ich war schon bei einem anderen Osteopathen, und einer von unseren Verbandsphysiotherapeuten hat auch viel mit Osteopathen zu tun. Aber Stefan Haustein macht es sehr besonders und hat so seine eigenen Mittel und Wege. Ich bin circa ein- bis zweimal im Monat bei ihm. Das ist dann wirklich immer notwendig, eigentlich müsste man öfters gehen. Es ist nicht immer nur 100 Prozent Osteopathie; es gehören auch fasziale Behandlungen und Massagen dazu.

VOD: Nutzen Sie Osteopathie auch als präventive Medizin? Unter welchen körperlichen Problemen leiden Sie als Bobfahrer am häufigsten?

Francesco Friedrich: Ganz besonders strapaziert ist die Oberschenkelmuskulatur; bei mir ist vor allem die Adduktorenkette sehr oft betroffen und hat ihre Probleme. Da ist es dann wichtig, dass dann die Hüften gut frei sind und dass in der Lendenwirbelsäule keine Blockaden sind. Deswegen nutze ich Osteopathie natürlich präventiv – ich gehe auch hin, wenn ich keine Probleme habe und lasse alles richten, sodass alles gut funktioniert und geschmeidig läuft. Dann bekomme ich auch keine Probleme…

VOD: Welche Ziele haben Sie sich für die Weltmeisterschaft Ende Februar auf der Bahn am Königssee gesteckt?

Francesco Friedrich: Das Ziel soll es sein, den Zweierbob-Titel zu verteidigen und den Vierer wieder anzugreifen.

VOD: Wie wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

Francesco Friedrich (li.) und sein Osteopath Stefan Haustein (re.) freuen sich über den Weltmeister-Pokal 2016 und hoffen auf eine Wiederholung des Erfolgs bei der WM am Königssee Ende Februar. Foto: Marco Förster

Hintergrund:

Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin, die dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen dient. Die osteopathische Diagnose und Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen. Der Patient wird in seiner Gesamtheit betrachtet. 

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Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD)
e.V. wurde als Fachverband für Osteopathie 1994 in Wiesbaden gegründet. Als ältester und mit mehr als 4000 Mitgliedern größter Berufsverband verfolgt der VOD im Wesentlichen folgende Ziele: Er fordert den eigenständigen Beruf
des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf,
informiert sachlich und neutral und betreibt Qualitätssicherung im Interesse
der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen.  

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