Autoren und Datenschützer rufen zur iWright-Demo vor Google-Berlin auf

Demonstration “die Gedanken sind frei” vor der Google-Zentrale in Berlin

Für Freitag, den 15.08.2014 hat das Aktionsbündnis “Stop IWRIGHT” zu einer Demonstration vor der Berliner Google-Zentrale, Unter den Linden 14, aufgerufen. Autoren, Literatur-Agenten, Journalisten, Verlage und Leser sind aufgefordert, an der Demo teilzunehmen. Hintergrund sind die Gerüchte um die Software iWright, hinter der mutmaßlich Google steckt. Die Software soll angeblich in der Lage sein, selbständig Romane schreiben zu können.

“Eine Kriegserklärung an alle Autoren” so die Organisatoren. So ist das Programm iWright in der Lage, aufgrund weniger Angaben einen kompletten Roman zu verfassen. Ob die Software, die seit 4. August über die Website www.iwright.de angekündigt wird, tatsächlich dazu in der Lage ist, kann derzeit noch nicht überprüft werden. Dennoch ist die Aufregung unter Autoren groß, denen nun ein ähnliches Schicksal wie den Journalisten zu drohen scheint. Bisher konnten semantische Algorithmen lediglich auf Zahlen und Daten basierende Meldungen verfassen.

Facebook-Aufruf zur Demonstration durch Autor Liam Gremm
Der Sprecher von iWright (Marc Frey), erklärte in einem Interview, dass das Programm die Literatur verändern wird, weil von nun an jeder einen Roman schreiben kann. Man muss lediglich eine Idee in ein paar Zeilen niederschreiben und an iWright schicken. Die Pressekonferenz, auf der das Ganze und der erste Roman vorgestellt werden soll, wird verschoben, da es derzeit Hackerangriffe auf den iWright-Server gibt.

Inzwischen gibt es lautstarke Proteste in den Social Media-Foren, so dass Autor Liam Gremm auf seiner Facebook-Seite www.facebook.com/profile.php?id=100006091067810 zu der Demo aufruft: bereits angefragt sind die Piraten, Chaos Computer Club, Sascha Lobo und andere Internetaktivisten. Die Presse und auch die Öffentlichkeit sind aufgefordert, mit zu protestieren.
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Der Hintergrund: Seit Wochen betreibt Liam Gremm seine Facebook-Seite. Darin erzählt der Jungschauspieler über die Schwierigkeiten, einen adäquaten Job zu kriegen: Keine Jobs, keine Aufmerksamkeit, kein Geld. Er beschließt, einen Roman schreiben. Zu diesem Zweck holt er sich Rat aus der Community der Autoren und Foren aus FB. Dadurch erfährt er von einer Software mit dem Namen iWright. Es soll sich um eine Software handeln, die automatisiert längere Prosatexte, also auch Romane schreiben kann. Anfang August ging nun iWright als Blog unter www.iwright.de online. Dort wird angekündigt, im September den ersten von einem Roboter geschriebenen Roman im Verlag BlinkBooks.Berlin zu veröffentlichen.

Autor
Liam Gremm
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12161 Berlin
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http://www.iwright.de

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