Architekt im Maschinenbau

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Architekt im Maschinenbau

(Mynewsdesk) Vernetzung im Cluster Sondermaschinen- und Anlagenbau (SMAB) hilft beim Sprung auf die WeltmärkteDas Unternehmen PHM Industrieanlagen GmbH aus Burg vor den Toren der Landeshauptstadt des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt beschäftigt sich mit allen Anforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus – von der Konzeption bis zur Herstellung. Dabei bedient es Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen, von der Medizin- über Energietechnik, über Stahl- und Walzwerkstechnik bis hin zum Schienenfahrzeugbau. Wie erste Schritte auf dem internationalen Markt aussehen, durchlebt man derzeit bei der PHM Industrieanlagen GmbH.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen vor besonderen Schwierigkeiten und benötigen spezifische Internationalisierungsstrategien, die über den reinen Export hinausgehen.

Das Produkt aus einer Hand„Wir sehen uns als Architekt im Maschinenbau. Planen, Herstellen Montieren, kurz PHM, von Bauteilen in Einzelstücken und Kleinserien, Vorrichtungen, Prototypen sowie kleineren Maschinen und Anlagen fassen unsere Kernkompetenzen zusammen“, erklärt Geschäftsführer Tino Lerche. Die PHM GmbH übernimmt dabei die gesamte arbeitstechnische und technologische Vorbereitung. „Unsere Spezialität sind Bauteile, die hochwertig und sehr anspruchsvoll in ihren Anforderungen, in ihrer Qualität und Komplexität sind. Durch unsere langjährige Erfahrung sind wir in der Lage, mit Hilfe unseres Produktionsnetzwerkes, hochpräzise und qualitativ hochwertige Produkte herzustellen.“ Die Herstellung und Montage erfolgt durch ein Fertigungsnetzwerk mit 1400 Firmen in Deutschland, Frankreich, in den Niederlanden und der Schweiz. „Wir legen größten Wert darauf, dass unsere Produkte nur von solchen Partnern bearbeitet werden, die absolute Spezialisten auf ihrem Gebiet sind.“ Die Firma bietet als Systemlieferant mit ihrem umfangreichen Produktionsnetzwerk das Rundum-Sorglos-Paket, von der Planung über die Produktion bis zur Auslieferung und diesen Service schätzen Kunden, wie die Deutsche Bahn AG, die Carl Zeiss AG oder die Siemens AG. „Bei der Deutschen Bahn haben wir mittlerweile den Q1-Zertifizierungsstatus erreicht. Wir stellen unter anderem Bremshohlwellen für den ICE und andere Komponenten, die beispielsweise in Lokomotiven eingebaut werden, her.“ Auch Kunden, die Sonderlösungen benötigen, sind keine Hürde für das Unternehmen. „Wir haben beispielsweise ein 3,7 Megawatt Planetengetriebe konstruiert und als Prototypen hergestellt. Für die Carl Zeiss AG haben wir wichtige Bauteile für alle Spiegelteleskope gebaut, unter anderem für das Galileoprojekt. In dem europäischen Satellitennavigationssystem stecken also auch Bauteile von uns. Wir fertigen auch spezielle Bauteile für Siemens, aber auch Kleinstteile für die Medizin- und Labortechnik “, fasst Tino Lerche zusammen.

Internationalisierung in kleinen Schritten Zunehmend werden ausländische Aktivitäten für die PHM Industrieanlagen GmbH interessant: „Für unser Unternehmen bringt die Internationalisierung neue Märkte und eine Vergrößerung unserer Marktpräsenz. Auf einer B2B Messe in Polen haben wir erst kürzlich den Markt erkundet und erste Kontakte geknüpft. Wir wurden aber auch gleich mit den ersten Hindernissen konfrontiert. Die Sprachbarriere zählt dabei sicher zu den häufigsten und schwierigsten“, erklärte Tino Lerche. Auch ein Problem, das auch der Unternehmensgröße geschuldet ist: „Durch unser ganz spezifisches Angebot müssten wir permanent auf den Märkten direkt vor Ort präsent sein. Das ist für so ein kleines Team schon eine Herausforderung “, erklärte Tino Lerche. Aus diesem Grund hat sich die PHM GmbH entschieden, zunächst Partner und Kontakte direkt über B2B Messen kennenzulernen. „Wenn man sich dann Vertrauen aufgebaut hat, ist die Zusammenarbeit dann keine Einbahnstraße mehr“, so Lerche. Neben dem polnischen Markt versucht das Unternehmen weitere Nachbarländer wie Österreich mit ins Boot zu holen. „Dieses Land haben wir ins Auge gefasst, da es zum einen technisch für uns sehr interessant ist, denn da sitzen große Anlagenhersteller, wo wir Potenzial sehen, sie als Kunden gewinnen zu können, zum anderen ist es ein deutschsprachiger Markt. Auch die österreichische Bahn ist für uns sehr interessant, denn unser Q1-Lieferantenstatus, den wir bereits bei der Deutschen Bahn haben, könnte uns dort auch einige Türen öffnen“, so Lerche.

Neben dem Firmennetzwerk, auf dem das Unternehmen fußt, ist die Mitgliedschaft im Cluster Sondermaschinen- und Anlagenbau (SMAB) für das Unternehmen wichtig, denn das Cluster unterstützt einerseits Auslandsaktivitäten und hat sich zur Aufgabe gemacht andererseits auch das Netzwerk der sachsen-anhaltischen Unternehmen der Branche zu stärken. „Obwohl wir ein Netzwerk von 1400 Firmen haben, kennen wir nur einen Bruchteil der Firmen vor Ort. Die Mitgliedschaft im Cluster bietet eben die Vernetzung mit regionalen, mittelständischen Unternehmen und unterstützt bei der Kommunikation sowie der Zusammenarbeit innerhalb der Produktion. Damit eröffnet sich ein regionaler Kompetenzpool, der effektive Zusammenarbeit generiert. Die Stärken, die wir im Land haben können wir so besser nutzen“, so Tino Lerche. Im Cluster sind neben den kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Sachsen-Anhalt auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen integriert, so dass eine Unterstützung sowohl in der Fertigung als auch im Entwicklungsbereich erreicht werden kann. So gelingt es die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der KMU zu stärken. Tino Lerche verspricht sich von der besseren Verknüpfung, regionale Partnerschaften auf- und auszubauen und so Kunden besser und schneller bedienen zu können.

Technologischer Vorsprung durch InnovationIm vergangenen Jahr hat die PHM GmbH die Unternehmensnachfolge erfolgreich abgeschlossen. Vater Joachim Lerche hat seinen 1992 gegründeten Betrieb an Tino und Kristina Lerche übergeben. Beide Kinder haben sich zum Ziel gesetzt, neue Märkte zu erschließen und Innovationen einzubringen. „In den vergangenen 50 Jahren hat sich zwar viel verändert, aber die Grundzüge des Konstruierens sind geblieben. Wir stellen uns der Herausforderung, Innovationen voranzubringen, denn bestimmte Konzepte kann man einfach branchenübergreifend adaptieren und so neue Lösungen vorschlagen. Durch die Änderung bestimmter Techniken, Werkstoffe und Materialen können Produkte oft kostengünstiger und langlebiger produziert werden“, erklärte Tino Lerche. Erfolge ließen auch nicht lang auf sich warten: Für die Deutsche Bahn AG sowie das Walzwerk der Salzgitter AG konnten Verfahren umgestellt werden, so dass Einbaustücke nicht mehr gegossen, sondern jetzt als Schweißguppen hergestellt werden.

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